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Sport aus Amberg
Dienstag, 21. November 2017 5

Bayernliga Nord

Der FC Amberg verliert in letzter Minute

Die Ernemann-Truppe holt in Schweinfurt einen 1:4-Rückstand auf, um dann doch noch mit 4:5 zu verlieren.

Schweinfurt. Ein (Tor-) Spektakel war es und krasser konnten die Gegensätze nicht sein: Auf der einen Seite nur gerade mal um die 60 Zuschauer – so wenig wie noch nie in dieser Bayernligasaison, der Geldzähler konnte sie einzeln begrüßen. Auf der anderen Seite neun Tore – so viel wie noch nie heuer. 5:4 gewann der FC Schweinfurt 05, buchstäblich in letzter Minute und beendete damit eine Durststrecke von drei Spielen ohne Tor.

Gegen eine Mannschaft, die nach einer Stunde mit 4:1 führte und danach, die Zügel etwas schleifen ließ, steckten die Amberger nie auf. Ambergs Trainer Lutz Ernemann war angesichts dieses Spielausgangs „geschockt“ es sei frustrierend gewesen, ließ er wissen, was auch nachvollziehbar ist. Michael Dietl, dreifacher Torschütze des FC Amberg, erzielte in der 86. Minute das 4:4 Ernemann: „Die Mannschaft hat als Ganzes verloren.“ Die Fehlerquote zu minimieren, wird bei der jungen Mannschaft in der Bayernliga schwer möglich sein, sie ist in manchen Phasen einfach „zu grün“.

Über die Flanken kamen die Schweinfurter auf dem Nebenplatz des Willy-Sachs-Stadions, immer wieder gefährlich durch, das Unheil nahm schon nach 60 Sekunden seinen Lauf, Steffen Schmidt erzielte das 1:0. Die Amberger aber bewiesen durchaus Moral, sie ließen sich nicht hängen und kamen bereits in der 11. Minute durch Michael Dietl, vorderster Stürmer zusammen mit Martin Popp zum 1:1.

Danach kam eine schlechte Phase für den FC Amberg, der auch im Mittelfeld diverse Fehler beging und dem Gegner zu viel Raum ließ. Ein Foulelfmeter führte dann kurz vor der Pause sogar zum 3:1.

„Die Mannschaft hat sich dann aufgebaut, zeigte Moral, hat sich rangekämpft, da kann man überhaupt keinen Vorwurf machen“, lobte Ernemann seine Elf, die durch die Tore von Yannik Haller und Michael Dietl – Ernemann: „ Eins schöner als das andere“ – auf 4:4 herankam. Freilich es ist, wie es bisher immer beim FCA ist: Die in der Entwicklung befindliche Mannschaft fehlt ganz einfach in manchen Phasen die Cleverness und es fehlen auch Auswechselspieler, die tauglich sind.

Das musste eigentlich das erste Unentschieden sein, dieses Spiel darf man einfach nicht mehr verlieren, der letzte Angriff der Schweinfurter brachte das nicht für möglich gehaltene Endergebnis von 5:4, Lehmann hielt drauf und traf, da waren die Amberger nicht clever genug, vor allem aber zu langsam. Jetzt kommt laut Plan am 9.Spieltag der Tabellenführer aus Eltersdorf – man muss ja nicht den Teufel an die Wand malen. Jedenfalls ist es jetzt schon der schlechteste SaisonStart, den der FC Amberg jemals hingelegt hat.(aog)

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