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Sport aus Amberg
Samstag, 18. November 2017 11

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Geschwächte DJK muss improvisieren

Bayernliga-Aufsteiger ist sich bewusst, wie schwer die Aufgabe gegen die Traditionsmannschaft von der SpVgg Bayern Hof wird.

Die DJK Gebenbach – hier gegen den FC Amberg – ist vor Bayern Hof gewarnt. Foto: Rothe

Gebenbach.Zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Bayernliga Nord kommt am Samstag um 14 Uhr mit der SpVgg Bayern Hof eine der traditionsreichsten bayerischen Fußballvereine nach Gebenbach. Zwar sind die glorreichen Zeiten der 60er- und 70er-Jahre, als die Hofer mehrmals an die Tür zur 1. Bundesliga klopften, längst vorbei, dennoch sorgt der Name Bayern Hof dafür, dass ein Hauch von Fußballgeschichte über das Gebenbacher Sportgelände weht.

Die Oberfranken haben nach dem Abstieg aus der Regionalliga in diesem Jahr einen großen personellen Umbruch vollzogen und entsprechend schlecht war der Saisonstart. Mittlerweile ist der Findungsprozess, wie die Erfolge zeigen – drei Siege in den letzten vier Spielen –, aber abgeschlossen.

Dies sieht auch DJK-Trainer Faruk Maloku so. Der DJK-Coach, der bei den Hofer Bayern vor drei Jahren auf der Kommandobrücke stand und den Grundstein zum Regionalligaaufstieg unter Nachfolger Milo Janovsky legte, konnte seinen Ex-Verein am vergangenen Freitag beim 5:1-Sieg in Weiden beobachten. „Hof hat sich gefunden und ist jetzt eine Mannschaft geworden. Sie spielen mit 3-4-3 ein System, das man nicht jede Woche hat. Darauf müssen wir uns einstellen. Und wir müssen auch Tomas Petracek in den Griff bekommen.“

Seiferts Einsatz ist noch fraglich

Der Tscheche, der vor zwei Jahren von Viktoria Pilsen nach Gebenbach gekommen ist, hat mittlerweile für die Oberfranken schon zehn Treffer erzielt. Exakt so viele wie Marco Seifert für die DJK. Ob der DJK-Torjäger allerdings auflaufen kann, ist ebenso noch fraglich wie der Einsatz von Dominik Haller. Beide sind bereits gegen die Würzburger Kickers wegen Zerrungen ausgefallen. Zudem konnten diese Woche Kai Hempel wegen Krankheit und Johannes Böhm wegen Knieproblemen ebenfalls nicht trainieren.

Kader wird immer kleiner

„Unser Kader wird Woche für Woche kleiner. Es stehen uns aktuell nur neun gesunde Feldspieler zur Verfügung. Bei vier Spielern müssen wir kurzfristig entscheiden, ob wir das Risiko eingehen, sie angeschlagen ins Spiel zu schicken. Hinzu kommt noch die Rot-Sperre von Pavel Novotny, die uns richtig weh tut. Er war in den letzten Spielen sehr gut drauf. So wie es aussieht, müssen wir improvisieren“, hadert Faruk Maloku etwas mit der drohenden Ausfalliste.

Auf einen kann Faruk Maloku allerdings zählen: Andre Biermeier. Der Defensivspieler war drei Jahre eine wichtige Stütze bei den Oberfranken. Zusammen mit Kai Hempel sorgt er jetzt im defensiven Mittelfeld für die richtige Statik im DJK-Mannschaftsgefüge.

Unter diesen für die Heimelf schwierigen Vorzeichen gehen die aufstrebenden Hofer trotz der bisher gezeigten Heimstärke als Favorit in die Begegnung. „Wir sind gut drauf und qualitativ besser, als es der Tabellenplatz aktuell aussagt. Wir fahren mutig nach Gebenbach und wollen dort die drei Punkte mitnehmen“, gibt Alexander Spindler deshalb selbstbewusst die Marschroute vor.

Der 29-jährige der erst vor wenigen Wochen den entlassenen Milo Janovsky beerbte, schränkt aber ein: „Allerdings ist Gebenbach ein Gegner, der unter Trainer Faruk Maloku taktisch sehr diszipliniert auftritt. Es wird mit Sicherheit keine Geschenke für uns geben“, so Spindler. (ako)

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