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Sport aus Amberg
Dienstag, 24. Oktober 2017 7

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Ist das Ambergs letzte Chance?

Ernemann-Team kämpft beim SV Erlenbach um den Anschluss. Für das Schlusslicht ist das ein Sechs-Punkte-Spiel.

Der FC Amberg kämpft in Erlenbach um den Anschluss an die Relegationsplätze. Foto: ato

Amberg.„Es ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel, wenn wir gewinnen, sind wir wieder dran“, weiß Ambergs Trainer Lutz Ernemann nur zu gut, dass seine Mannschaft mit einem Sieg beim SV Erlenbach – Anstoß ist am heutigen Samstag um 16 Uhr – wieder an den Relegationsplätzen der Fußball-Bayernliga Nord dran wäre.

„Es zählen nur drei Punkte, sonst nichts.“ Damit umschreibt Erlenbachs Trainer Sebastian Göbig den Druck, der auf seiner Mannschaft bei diesem Sechs-Punkte-Heimspiel lastet.

Personell sieht es nicht gut aus

Personell sieht es beim FC Amberg, aber das ist ja nicht so neu, nicht gut aus. Der Kader, der Ernemann mit auf dem Bayernligaweg gegeben wurde, ist qualitativ und quantitativ sehr limitiert, da zählt jeder Ausfall doppelt. Und natürlich auch der von Sebastian Gömmel, der eine unberechtigte Rote Karte hinnehmen musste. Dass er nur für ein Spiel gesperrt wurde, ist deutliches Indiz dafür, weniger geht halt nicht. Weil auch Michael Dietl nicht dabei ist, Sebastian Schulik wohl auch nicht spielen kann, und Kevin Kühnlein nur „vielleicht“ spielt, leidet der Amberger Kader erneut an Auszehrung. Da müssen wieder Spieler ran, die im Grunde in der Bezirksliga aufgebaut werden sollten. Geht aber nicht, weil die Führung es so wollte und dann ging.

Und wenn es jetzt ganz hart kommt und Amberg binnen zwei Jahren von der Regionalliga in die Niederungen der Landesliga absteigt, was wäre das für ein Absturz? Doch noch hofft Ernemann, dass der Super-GAU abzuwenden ist – mit jetzt drei Zählern ist das wahrlich nicht einfach. Da kommt es eben jetzt auf so ein Spiel wie gegen Erlenbach an: „Das ist eine Mannschaft, die sich in unserer Nähe befindet“, ließ Ernemann wissen, dass seine Fohlenelf alles dran setzen will zu gewinnen. Denn die Mannschaft hält zusammen, wie Ambergs Trainer immer wieder betont. Von den bisherigen sechs Spielen gegen Erlenbach wurde nur das erste (Saison 13/14) verloren. Vielleicht ist das ein gutes Omen.

Erlenbach ist Druck gewohnt

Der SV Erlenbach ist im Grunde in der gleichen Bredouille, aber das ist die Mannschaft gewohnt. Sie „krebst“ seit Jahren in der Bayernliga hinter dem Mittelfeld her, aber hat sich fünf Jahre lang in Serie gehalten. Man ist also gewohnt, unter Druck zu spielen. Der besteht auch deshalb, weil von den letzten sieben Ligaspielen nur sechs gewonnen wurden – es brennt also wie in Amberg auch.

„Die Situation ist schwierig“, heißt es in Erlenbach, weil, wie beim FC Amberg auch, das letzte Spiel (Erlangen-Bruck) verloren wurde. „Es führt kein Weg an einem Sieg vorbei“, diktierte Trainer Sebastian Göbig in die Blöcke. „Wir wollen und müssen Amberg auf Abstand halten.“

Das hat auch seinen Grund: Mit drei Punkten gegen Amberg wäre Erlenbach sieben Punkte von den Oberpfälzern entfernt. Und wenn man so will, ist es für den FC Amberg so etwas wie die letzte Chance. Erlenbach will mit zwei Stürmern gegen Amberg beginnen, kann allerdings nicht in Idealbesetzung spielen.

Die Probleme haben die Amberger hingegen nicht, die Mannschaft stellt sich quasi von selbst auf, wie das immer so trefflich heißt. (aog)

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