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Sport aus Amberg
Dienstag, 12. Dezember 2017 10

Eishockey

Löwen fordern den Tabellenführer

Amberger fahren nach sechs Siegen aus sieben Partien am Freitag selbstbewusst nach Haßfurt. Am Sonntag ist Vilshofen zu Gast.
Von Günter Passler

Dem ERSC Amberg (in Schwarz, Matthäus Swadzba) steht ein schweres Auswärtsspiel bevor. Foto: Brückmann

Amberg.Die bisherigen Begegnungen haben gezeigt, dass es in der Eishockey-Landesliga keine einfachen Aufgaben gibt, einmal abgesehen vielleicht vom Schlusslicht Straubing. Den heutigen Gegner wird der ERSC Amberg ohnehin nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn die Auswärtsfahrt geht zum Spitzenreiter nach Haßfurt. Spielbeginn im Stadion „Am großen Anger“ ist um 19.30 Uhr.

Die gastgebenden Hawks stehen etwas überraschend auf der Pole-Position, haben bislang alle sieben Auftritte erfolgreich absolviert und lediglich gegen Burgau (8:7) in die Nachspielzeit müssen.

Eine weitere Partie in Freising wurde aus traurigem Grund beim Stande von 3:3 nach dem ersten Drittel abgebrochen und wird neu angesetzt. Der 22-jährige Angreifer der Hawks, Petr Krepelka, stürzte ohne Fremdeinwirkung und prallte so unglücklich gegen die Bande, dass er sich einen Halswirbelbruch zuzog. Er wurde per Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Murnau gebracht, in der er nun seit knapp vier Wochen stationär behandelt wird. In den letzten Tagen konnte er wenigstens auf die normale Station verlegt werden.

Trotz dieses Ausfalls ist das Team von Trainer Martin Reichert in der Spur geblieben und hat wichtige Zähler im Kampf um die ersten fünf Ränge eingefahren. Zuletzt gelang in einer Wasserschlacht im Freiluftstadion von Vilshofen ein 5:4-Erfolg, wobei die Überzahlsituationen mit drei Treffern ausgenutzt wurden.

Den Sieg stellte der bisherige Top-Torschütze, Jakub Sramek (16 Tore), kurz vor dem Ende sogar in Unterzahl her. Der Tscheche ist sicherlich der Hauptgrund für den aktuellen Erfolg der Unterfranken, dazu noch der slowakische Stürmer Michal Babkovic, der aus Salzgitter an den Main wechselte.

Kniffliger Job

Das verspricht ein kniffliger Job für den ERSC zu werden, aber nicht unlösbar. Im Amberger Lager hat man den nötigen Respekt vor dem Gastgeber, ohne dass man gleich in Ehrfurcht erstarren müsste. Der namhafteste Gegner der Hawks war bislang Bad Kissingen, gleich zum Saisonauftakt. Hier gelang ein 7:6-Derbyerfolg, allerdings konnten die Kissinger Wölfe da noch nicht in Bestbesetzung antreten, wie aktuell.

Die Löwen fahren mit sechs Siegen aus sieben Begegnungen selbstbewusst nach Haßfurt. Trainer Alex Reichenberger hat gewiss die eine oder andere Idee, wie man die Hawks in Verlegenheit bringen kann.

Ambergs Coach Alex Reichenberger muss in Haßfurt auf David Rybka aus beruflichen Gründen verzichten. Das könnte wegen der frühen Abfahrtszeit vielleicht noch den einen oder anderen treffen, aber der Kader ist breit genug.

Vielleicht kann man sich auch das eigene U19-Team als Omen nehmen: Die Young Lions gewannen vor Wochenfrist mit 3:0 in Haßfurt – und da waren die Franken auch Tabellenführer

Und schon zwei Tage später wartet auf die Amberger Löwen die nächste Aufgabe in der Landesliga. Am Sonntag um 18.30 Uhr haben die Löwen den ESC Vilshofen zu Gast – und das könnte durchaus wieder eine „enge Kiste“ werden.

Die Niederbayern haben ihren Kader vor der Saison qualitativ und quantitativ deutlich verstärkt. Da ist es schon etwas enttäuschend, dass nach fünf Partien lediglich drei Zähler auf dem Guthaben standen.

Am Freitag hatten die Wölfe aber schon die Möglichkeit, diese Bilanz in Freising aufzubessern. Ansonsten würde man bei einer Niederlage in Amberg noch mehr in Zugzwang kommen, was die Qualifikation für die Bayernliga-Verzahnungsrunde betrifft.

Coach Christian Altmann hadert derzeit auch ein wenig mit dem Verletzungspech, so stand unter anderem auch Oberliga-Goalie Sandro Agricola auf der Ausfallliste. Der Torhüter ist einer von vier Deggendorfern, die nach Vilshofen wechselten. Zurück aus Passau kehrte Sturmführer Vladimir Gomov. Der erfolgreichste Scorer ist – wie schon im Vorjahr – Michael Fischer. Der hatte es in der letzten Saison auf 51 Scorerpunkte gebracht und darf von der ERSC-Defensive keinesfalls aus den Augen gelassen werden.

Ein Sieg ist Pflicht

Es wird von den Löwen volle Konzentration gefordert, und das Einschätzen des Gegners nach dem Tabellenstand könnte zum Gegenteil verleiten. Aber Vilshofen hat auch zwei, drei Spiele weniger absolviert, was das Klassement im Moment etwas verzerrt. Auf der „To-do-Liste“ des ERSC steht dennoch der fünfte Heimsieg in Folge.

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