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Handball

Neutraubling muss Saisonziel korrigieren

Die BOL startet: Der TSV-Coach beklagt den Weggang von Groß zum Ligakonkurrenten. Für die HSG zählt nur der Klassenerhalt.
Von Gerd Winkler, MZ

Jürgen Heubeck ist der neue Trainer des TSV Neutraubling. Foto: Zink

Regensburg.Im April gingen vier Oberpfälzer Handballteams aus dem Verbreitungsgebiet unseres Medienhauses in der oberen Tabellenhälfte über die Ziellinie. Für die Saison 2017/18 der Bezirksoberliga Ostbayern, die aus der Oberpfalz und Ost-Mittelfranken besteht, hegt jedoch keiner Meisterschaftsambitionen.

Der TSV Neutraubling will im Zwölferfeld zumindest vorne mitspielen, der ESV 27 Regensburg ins obere Drittel. Den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben haben sich die HSG Nabburg/Schwarzenfeld und die SG Regensburg II.

Verabschiedet in Richtung Landesliga hat sich BOL-Meister HC Forchheim. Die HG Amberg, die HSG Naabtal und der HC Erlangen III mussten in die Bezirksliga absteigen. Neu in der Liga ist LL-Absteiger TV Erlangen-Bruck II sowie die Neulinge HC Weiden, TV Altdorf und SV Buckenhofen.

HSG Nabburg/Schwarzenfeld

„Wir wollen möglichst schnell gesichert sein, was bei der Ausgeglichenheit sehr lange dauern kann“, sagt Trainer Daniel Kessler (39) von der HSG Nabburg/Schwarzenfeld: „Letzte Saison waren wir zwar Zweiter, aber mit zwei, drei Niederlagen mehr schaut die Sache ganz anders aus!“. Nur sechs Zähler betrug der Vorsprung auf Absteiger Amberg. Kessler kündigt eine veränderte Spielanlage an: „Den Verlust des jahrelang prägenden Mittelmanns Korbi Spiller müssen wir als Team auffangen und unsere Taktik etwas umstellen“. Andererseits verweist er auf „nun fünf Jahre, in denen wir fast unverändert zusammen sind – da ist ein gewisses Grundverständnis untereinander da“.

TSV Neutraubling

„Ich bin nach Neutraubling gekommen, um mit der Mannschaft aufzusteigen“, beschreibt der neue TSV-Coach Jürgen Heubeck seinen ursprünglichen Auftrag beim Vorjahres-Vierten. Nach dem kurzfristigen Abgang von Ballverteiler Matteo Groß zum ESV Regensburg muss der 65-Jährige zurückrudern: „Das trifft uns völlig unerwartet und schwer, Matteo war fest im Spielsystem eingebunden. Der ESV hat uns ganz bewusst geschwächt.“

Heubeck korrigiert nun die Vorgabe: „Wir wollen unter die ersten Drei“. Vom 15er-Kader ist er angetan: „Eine recht junge Mannschaft, die sehr willig ist und sehr viel annimmt“. In der seit Anfang Juli laufenden Vorbereitung hat Heubeck die bisher praktizierten 5:1- und 6:0-Abwehrsysteme „noch ein bisschen verfeinert“ sowie die schnelle Mitte forciert: „Das hat in der Vergangenheit gefehlt“. Die ersten beiden spielfreien Wochenenden wird Heubeck nutzen, um künftige Gegner auszukundschaften.

ESV 27 Regensburg

„Nichts mit dem Abstieg zu tun haben“ beziehungsweise das „obere Drittel als Ziel“, hat Coach Bernie Goldbach vom ESV 27 Regensburg ausgegeben. „Das ist keine Tiefstapelei, das lässt nach oben alles offen“, antwortet der 34-Jährige darauf angesprochen, dass die Konkurrenz seine Mannschaft nach dem Landesliga-Absteiger Erlangen-Bruck II ganz oben ansiedelt.

Drei Abgängen stehen vier Neuzugänge sowie zwei A-Jugendliche mit Doppelspielrecht für den Herrenbereich gegenüber. Goldbachs Urteil: „Technisch bringen uns alle sechs Spieler ein ganzes Stück weiter.“ Die Teenager davon seien Rohdiamanten, aber noch keine fertigen Spieler. In der Vorbereitung mit drei wöchentlichen Trainingseinheiten wurde die Bayernliga-A-Jugend mit eingebunden. Schwerpunkt war das schnelle Spiel nach vorne und das Spiel ohne Ball im Positionsangriff, so Goldbach. Die 17er-Truppe bezog in Waldmünchen ein Trainingslager und bestritt fünf Testspiele.

SG Regensburg II

„Wir waren nur ein paar Punkte von Abstiegsplatz zehn weg, unser Ziel ist, nicht absteigen“, erklärt Spielertrainer Michael Sigl vom Vorjahres-Sechsten SG Regensburg II. „Wir müssen in der Abwehr an die Leistung vom letzten Jahr anknüpfen“, sagt der 33-Jährige und fordert zudem: „Das Umschaltverhalten im Tempogegenstoß verbessern und beim Positionsspiel an Durchschlagskraft und Variabilität eins drauflegen.“ Obwohl mit einem satten 18er-Kader ausgestattet lief die Vorbereitung personell gesehen durchwachsen. Sigl: „Wir haben in den nächsten vier Wochen noch viel Arbeit vor uns“. Da passt es gut in den Kram, dass der Saisonstart eine Woche später erfolgt und das erste Oktober-Wochenende allgemein spielfrei ist.

Zugänge, Abgänge,Trainer

  • HSG Nabburg/Schwarzenfeld, Vorsaison: 2., 26:18 Punkte.


    Christian Held (FC Neunburg), Christoph Gsödl, Oli Landgraf, Daniel Fuhrmann (alle eigene Jugend).
    Korbi Spiller (Auszeit).

  • Trainer:

    Daniel Kessler (39).

  • TSV Neutraubling, Vorsaison: 4., 25:19.

  • Zugänge:

    keine.
    Darijo Debeljak (SG Regensburg II), Matteo Groß (ESV Rgbg).
    Jürgen Heubeck (65, neu) für

  • Dejan Leskovsek (HSG Werratal, Landesliga Thüringen).

  • ESV 27 Regensburg, Vorsaison: 5., 24:20.


    Stefan Moritz (HSG Naabtal), Matteo Groß (TSV Neutraubling), Bastian Schaller (HG Amberg), Paul Zink (HC Mannheim-Neckarau), Kris Lehner, Moritz Vater (beide eigene Jugend mit Doppelspielrecht für Herren).
    Stefan Spreitzer (ESV II), Martin Kuttenberger (beruflich bedingt), Peter Grusa (Karriereende).
    Bernhard Goldbach (34) und Cosmin Croitoru (42).

  • SG Regensburg II, Vorsaison: 6., 24:20.


    Darijo Debeljak (TSV Neutraubling), Alex Federmann (ATSV Kelheim), Jonas Henseler (VfL Rastede), Nico Stamer, Michael Hauer, Peter Preu (alle SG III).

  • Abgänge:

    Stephan Klenk (HaSpo Bayreuth), Lukas Fritsch, Lukas Steif (beide ASV Cham), Lukas Heinle, Samuel Neisinger (SG I).

  • Spielertrainer:

    Michael Sigl (33).

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