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Sport aus Amberg
Dienstag, 21. November 2017 7

Sportholzfällen

Peter Bauer freut sich über Platz drei

Schmidmühlener gelingt bei der Deutschen Meisterschaft der Sprung aufs Siegertreppchen. Robert Ebner gewinnt vor Dirk Braun.

  • Mit einer exzellenten Leistung beim Standing Block Chop legte Peter Bauer den Grundstein zu Platz drei. Foto: Stihl-Timbersports-Serie
  • Bei der Deutschen Meisterschaft in Klingenthal gelang dem Schmidmühlener Peter Bauer der Sprung aufs Siegertreppchen. Foto: Stihl-Timbersports-Serie

Schmidmühlen.Wo sonst die internationale Skisprungelite um wichtige Weltcuppunkte kämpft, sorgten am Samstag die besten Sportholzfäller Deutschlands für reichlich Action und sportliche Höchstleistungen. Am Fuße einer der modernsten Skisprungschanzen Europas krönte Robert Ebner aus Gaggenau-Hörden (Baden-Württemberg) vor mehr als 2000 begeisterten Zuschauern seine herausragenden Saisonleistungen mit dem deutschen Meistertitel. Am Ende eines spektakulären Wettkampfes sicherte sich der 32-Jährige den Sieg vor Dirk Braun aus Winterberg und Peter Bauer aus Schmidmühlen.

Herausragende Form

Schon zu Beginn des Wettkampfes im sächsischen Klingenthal stellte Ebner seine herausragende Form unter Beweis, erzielte bei der Königsdisziplin Springboard die beste Zeit des Tages und blieb mit 1:00,70 Minuten denkbar knapp über der magischen Grenze von einer Minute.

Im Laufe des Wettkampfes erzielte der Gaggenau-Hördener auch beim Standing Block Chop und Underhand Chop die Tagesbestzeiten. Die Entscheidung fiel allerdings erst beim großen Finale an der PS-gewaltigen Rennmotorsäge Hot Saw.

Vorjahresmeister und Rekordtitelträger Dirk Braun war Ebner zu diesem Zeitpunkt dicht auf den Fersen, so dass das allerletzte Duell der beiden Ausnahmeathleten die Entscheidung bringen sollte: Dirk Braun schnitt eine herausragende Zeit von 5,68 Sekunden und sorgte somit für die Tagesbestzeit.

Derweil entschied sich Robert Ebner gegen die Risikovariante, schaffte aber dennoch eine starke Zeit von 7,07 Sekunden und machte so den Meistertitel im Vogtland perfekt.

„Ich bin sehr erleichtert und ziemlich glücklich. Jetzt freue ich mich auf Norwegen: Es ist für mich pure Freude, Deutschland bei der Weltmeisterschaft vertreten zu dürfen“, strahlte Robert Ebner nach seinem Triumph.

Für Rekordmeister Dirk Braun sah es in Klingenthal lange gut aus. Beim Springboard war der Winterberger lediglich drei Hundertstelsekunden hinter Robert Ebner und zeigte im weiteren Wettkampfverlauf starke Leistungen. Doch am Ende musste sich Braun geschlagen geben und mit dem zweiten Rang begnügen.

Starke Zeiten für Bauer

Für Peter Bauer reichte es am Ende zu Platz drei – vor allem beim Springboard und Standing Block Chop gelangen dem Schmidmühlener starke Zeiten, die den Grundstein für den Podestplatz legten. Bauer zeigte sich am Ende überglücklich: „Ich freue mich sehr über meine gesamte Saisonleistung. Heute habe ich nach der dritten Disziplin, dem Standing Block Chop, gemerkt, dass mehr geht. Ich habe mir zwar vorgenommen unter die ersten Fünf zu kommen, dass es am Ende sogar der dritte Rang ist, ist super!“

Nach der Deutschen Meisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft. Neben dem wichtigsten nationalen Titel der Königsklasse im Sportholzfällen ging es im Vogtland zudem um das begehrte Ticket für die Stihl-Timbersports-Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr am 3. und 4. November im norwegischen Lillehammer ausgetragen wird. Mit seinem Sieg in Klingenthal löste Robert Ebner auch das begehrte Ticket für den internationalen Saisonhöhepunkt, bei dem die besten Sportholzfäller aus mehr als 25 Nationen, darunter die Topstars aus Australien, Kanada, Neuseeland und den USA, um den Titel kämpfen.

Die Stihl Timbersports Serie ist eine internationale Wettkampfserie im Sportholzfällen. Ihre Wurzeln liegen in Kanada, den USA, Australien und Neuseeland. Um die Besten ihres Standes zu ermitteln, veranstalten die Waldarbeiter dort von jeher lokale Wettkämpfe im Holzfällen. Aus diesem Kräftemessen haben sich im Laufe der Zeit professionelle Veranstaltungen auf hohem sportlichem Niveau entwickelt. Seit 2001 ist die Serie auch in Deutschland zuhause.

Bei den nationalen und internationalen Wettkämpfen der Königsklasse im Sportholzfällen treten die Athleten in drei Axt- und drei Sägedisziplinen gegeneinander an. Springboard, Underhand Chop und Standing Block Chop gehören zu den klassischen Axtwettbewerben; bei der Single Buck (Zugsäge), der Stihl Stock Saw (handelsübliche Motorsäge) und der Hot Saw (bis zu 80 PS starke, getunte Motorsäge) kämpfen die Sportler mit Sägen um Bestzeiten.

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