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Sport aus Amberg
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Eishockey

Bernhard Keil verstärkt den ERSC

Gebürtiger Amberger kehrt nach Jahren hochklassigen Eishockeys nach Amberg zurück. Spielt er schon gegen Selb?
Von günter Passler

ERSC-Obmann Chris Spanger (links) freut sich mit Bernhard Keil über die Rückkehr des Top-Stürmers zu seinem Stammverein. Foto: apg

Amberg.Wenn das kein Transfer-Hammer ist! Zum 1. Dezember wechselt Stürmer Bernhard Keil von den Eispiraten Crimmitschau aus der DEL 2 zum ERSC Amberg.

Der 25-jährige ist gebürtiger Amberger und begann auch beim Nachwuchs des ERSC seine Laufbahn. Seine sportliche Ausbildung genoss er in Regensburg und Mannheim. Mit den Jungadlern Mannheim wurde er dann auch deutscher Meister und gleichzeitig Topscorer der DNL mit 91 Scorerpunkten (34 Tore). Für ein Jahr spielte er anschließend in Übersee in der Western Hockey League (WHL) bei den Kamloops Blazers, kam in 46 Einsätzen auf acht Scorerpunkte. Zurück in Deutschland absolvierte der Rechtsaußen (184 cm/92 kg) insgesamt 176 Spiele (19 Punkte) in der DEL für Straubing, Schwenningen und München. Die letzten zwei Spielzeiten lief er für die Eispiraten in Crimmitschau in der DEL 2 auf, kam in 77 Begegnungen auf 51 Scorerpunkte (31 Tore). Beim DEB war er außerdem in den Auswahlteams U17 bis U20.

Der Wechsel zum ERSC überrascht sportlich schon, aber Keil nennt die Gründe: „Es geht um die Gesundheit. Die Anforderungen im Profi-Leistungssport sind hoch und von ärztlicher Seite aus wurde mir geraten, einen Gang rauszunehmen – was nicht heißt, mit dem Eishockey aufzuhören, aber zu reduzieren. Ich muss an meine Zukunft denken, hatte schon schwere Verletzungen und da könnte es von heute auf morgen ganz vorbei sein mit dem Sport und man steht vor dem Nichts.“

Die Prioritäten hätten sich einfach geändert, so Keil: „Ich möchte mit meiner Partnerin etwas aufbauen, privat und beruflich und sehe hier in meiner Heimatstadt Amberg gute Perspektiven, weil ich auch noch viele Leute kenne.“

Der ERSC möchte ihm in dieser Richtung auch jede mögliche Unterstützung zukommen lassen, bestätigt die Vorstandschaft unisono. Laut Auskunft von Obmann Chris Spanger liefen die Passangelegenheiten mit dem Verband bislang ohne Komplikationen, was einen Einsatz von Bernhard Keil am Freitagabend gegen Selb wahrscheinlich macht.

Leichte Aufgaben?

Zwei vermeintlich einfachere Aufgaben stehen für den ERSC Amberg am ersten Adventswochenende in der Eishockey-Landesliga auf dem Programm – auf die leichte Schulter sollten die Löwen ihre Gegner aber dennoch nicht nehmen. Auf dem Wunschzettel stehen jedenfalls sechs Punkte.

Es beginnt am heutigen Freitagabend, 20 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den VER Selb 1b. Das 1b-Team wird bei den Wölfen unter der Rubrik „Nachwuchs“ gelistet, dementsprechend niedrig ist das Durchschnittsalter der Landesligamannschaft.

Ambergs Stürmer Dan Heilman hat viele Jahre zwar in der Oberliga für Selb gespielt, kann aber vielleicht trotzdem den einen oder anderen Tipp zu den Jung-Wölfen geben. Die fehlende Erfahrung machen die Selber mit großem Einsatz und Laufbereitschaft wett, sind zudem technisch gut ausgebildet. So wurde unter anderem Freising besiegt und auch zuletzt in Dingolfing führten die Wölfe nach dem zweiten Drittel mit 4:1. Mangelnde Disziplin und eine Reihe von Strafzeiten führten aber dazu, dass die Isar Rats die Partie noch drehen konnten. Ein Warnzeichen der Selber waren die zwei Drittel aber allemal.

Swadzbas Einsatz ist fraglich

ERSC-Coach Alex Reichenberger dürften die zuletzt fehlenden Lukas Salinger und Thomas Schreier wieder zur Verfügung haben. Fraglich ist dagegen der Einsatz von Matti Swadzba wegen Rückenbeschwerden.

Am Sonntag geht die Reise nach Ulm/Neu-Ulm zu den Donau Devils – gleichzeitig der Auftakt zu vier Auswärtsspielen am Stück. Spielbeginn in der Eishalle am Donaubad Neu-Ulm ist um 18 Uhr.

Der Tabellenachte durchlebt derzeit schwere Zeiten. Nach einem eher mäßigen Auftaktprogramm musste Trainer Martin Valenti seinen Dienst quittieren. Daraufhin verließen einige Spieler umgehend den Verein. Neuer Coach ist Robert Linke, der seinen Einstand mit Mini-Kader gegen Vilshofen mit 6:9 verlor, seine Mannschaft aber kämpferisch überzeugen konnte.

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