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Sport aus Amberg
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Eishockey

Ein perfektes Wochenende

ERSC Amberg besiegt die 1b-Vertretung aus Selb mit 7:1 und Ulm mit 5:2. Bernhard Keil trifft nach 23 Sekunden.
Von Günter Passler

Rückkehrer Bernhard Keil (rechts, hier gegen Eric Winkler) brachte den ERSC Amberg bereits nach 23 Sekunden in Führung. Foto: Brückmann

Amberg.Amberg. Der ERSC Amberg hat am Sonntag mit einem Auswärtssieg in Ulm sein Sechs-Punkte-Wochenende in der Eishockey-Landesliga komplettiert. Der 5:2-Erfolg bei den personell gebeutelten Donau-Devils war aber keine spielerische Glanzleistung, sondern das Resultat harter Arbeit. Nicht an seine Grenzen gehen musste der ERSC Amberg beim 7:1-Heimsieg über Selb zwei Tage zuvor.

Gegen Selb traf der Amberger Rückkehrer, Bernhard Keil, bereits nach 23 Sekunden. Ein Einstand nach Maß quasi, für den 25-Jährigen, der in einer Angriffsreihe mit Florian Bartels und Felix Köbele zum Einsatz kam. Und weil nur 85 Sekunden später Andreas Hampl zum 2:0 aufstockte, war der Spielverlauf schon vorgegeben.

Amberg kontrollierte die Partie abgeklärt und völlig unaufgeregt, kam dennoch immer wieder zu Aktionen vor dem viel beschäftigten Gästetorhüter Timon Baetge. Der Goalie war sicherlich der auffälligste Akteur seiner Mannschaft, die gerade einmal zwei komplette Blöcke aufbieten konnte.

Zum Zeitpunkt, als Christoph Schönberger im Powerplay auf 3:0 erhöhen konnte, hatte Selb noch nicht einmal aufs Amberger Tor geschossen. Ein erstes harmloses Herantasten der Gäste gab es nach knapp zwölf Minuten, aber der nächste Versuch war dann auch tatsächlich drin. Ex-Oberligaverteidiger Philipp Hechtfischer traf in Überzahl zum 3:1 – es sollte der Ehrentreffer bleiben.

Hampl erleidet Schwächeanfall

Mit dem 4:1 durch Bartels ging es dann in die Drittelpause. Hier war dann auch das Spiel für Hampl beendet, der einen Schwächeanfall erlitt und ins Klinikum eingeliefert wurde. Eine exakte Diagnose für den Allrounder stand im Tagesverlauf am Samstag noch aus.

Der Mittelabschnitt bot das gleiche Bild, mit überlegenen Ambergern, bei denen der finale Pass aber nicht immer genau ankam und Selb häufig erfolgreich stören konnte. Etwas zu präzise waren die Gastgeber dafür offenbar beim Abschluss. Lediglich fünf Zentimeter Durchmesser haben Latte oder Torpfosten und genau ein halbes dutzend Mal visierten die ERSC-Stürmer das Gestänge an.

Dazu wuchs Baetge im Tor nahezu über sich hinaus. Deshalb blieb es in dieser Phase beim 5:1, abermals durch Keil, der eine Vorlage von Köbele ansatzlos in die Maschen donnerte.

Damit war die Messe längst gelesen und die Löwen spulten im Schlussabschnitt ihr Pensum routiniert ab. Kirill Groz und Dan Heilman verwerteten hier noch zwei Chancen aus einem ganzen Arsenal zum 7:1-Endstand über einen Gegner, der an diesem Abend nicht als Maßstab für die Löwen dienen konnte.

Vielleicht war es die lange Busreise, möglicherweise hatte man am Sonntag die mit zehn Feldspielern angetretenen Gastgeber aus Ulm auch unterschätzt – das Anfangsdrittel war jedenfalls aus Amberger Sicht eines zum Vergessen. 2:0 führte der Außenseiter nach zehn Minuten und bereitete den Löwen mit großem Kampfgeist so einige Probleme. Bei Amberg fehlten krank oder verletzungsbedingt Dominik Schopper, Andreas Hampl, Matti Swadzba und Simon Bogner, aber man hatte trotzdem eine komplette Reihe mehr aufzubieten, als Ulm. Einzig positive Aspekte im Anfangsdrittel: Ein gut funktionierendes Unterzahlspiel und ein Lattentreffer von Bernhard Keil. „Da muss wesentlich mehr kommen, wenn du hier die Punkte mitnehmen willst“, urteilte ERSC-Chef Mustafa Sugle in der ersten Pause.

Erfolgreicher Routinier

Zum Mittelabschnitt kamen die Löwen dann auch konzentrierter aus der Kabine, aber erst nach dem Überzahltreffer von David Rybka zum 2:1 wurde es spürbar besser. Knapp 70 Sekunden später bewies Dan Heilman erneut den Wert für die Mannschaft. Der Routinier nahm einem Ulmer die Scheibe ab und verwandelte per Rückhand zum 2:2-Ausgleich. 39 Sekunden vor der Pausensirene ließ sich Felix Köbele – direkt von der Strafbank kommend – die Gelegenheit zu einem Break nicht entgehen und netzte eiskalt zum 2:3 ein. Und die Löwen machten sich im Schlussdrittel gleich daran, für klare Verhältnisse zu sorgen. Im Powerplay war es schon nach 65 Sekunden Florian Bartels, der ein Zusammenspiel mit Köbele und Keil zum 2:4 abschloss. Und erneut Heilman sorgte mit dem 2:5 für das Endresultat.

ERSC Amberg – VER Selb 1b 7:1 (4:1, 1:0, 2:0): Tore: 1:0 (1.) Keil (Bartels, Köbele), 2:0 (2.) Hampl (Bogner), 3:0 (11.) Schönberger (Bartels, Köbele/5-4), 3:1 (16.) Hechtfischer (Bauer, Schmid/5-4), 4:1 (19.) Bartels (Köbele, Keil), 5:1 (25.) Keil (Köbele), 6:1 (44.) Groz (Aukofer, Troglauer), 7:1 (56.) Heilman (Schopper).

Strafen: Amberg 12, Selb 12 Minuten; Schiedsrichter: Bösel, Kower; Zuschauer: 407

VfE Ulm/Neu-Ulm – ERSC Amberg 2:5 (2:0, 0:3, 0:2). Tore: 1:0 (6.) Stempfel (Carroll, Anwander), 2:0 (10.) Eckmann (Nussbaumer), 2:1 (28.) Rybka (Köbele/5-4), 2:2 (29.) Heilman, 2:3 (40.) Köbele, 2:4 (42.) Bartels (Köbele, Keil/5-4), 2:5 (48.) Heilman (Rybka, Aukofer). Strafen: Ulm 18, Amberg 16 Minuten; Schiedsrichter: Lovre, Spiegel

Zuschauer: 250

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