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Sport aus Amberg
Donnerstag, 29. September 2016 22° 3

American Football

Gäste zogen doch die Reißleine

Die Schweinfurt Gladiators waren im Gastspiel beim Tabellenführer Red Devils Kümmersbruck bis zum 0:36 restlos überfordert, aber auch mutig.
Von Michaela Fichtner

Stopp – beim Stand von 36:0 für die Red Devils Kümmersbruck gegen die Schweinfurt GladiatorsFoto: M. Fichtner

Aufbauliga: Red Devils Kümmersbruck – Schweinfurt Gladiators 36:0 (21:0, 15:0)

Kurz war der jüngste Arbeitstag der Red Devils: Auf 36:0 waren die Kümmersbrucker Footballer schon im zweiten Viertel davongezogen, da gaben die Schweinfurt Gladiators auf – sowieso waren sie nur mit einem Mini-Kader in die Oberpfalz gereist, und bis dahin hatten sich bereits drei weitere ihrer Spieler verletzt.

Doch mit dem Mut der Verzweifelten kämpften die in ihrer ersten Spielzeit arg gebeutelten Unterfranken am vergangenen Sonntag beim Tabellenführer Red Devils. Von Anfang an war klar, dass sie gegen die „Roten Teufel“ auf verlorenem Posten standen.

Halbe Kraft reichte aus

Im ersten Spielzug holte Scott Feldmann nach einem Pass von Quarterback Horst Lehner den ersten Touchdown, beim zweiten Angriff der Devils vollendete Lehner dann selbst nach einem langen Drive. Und gleich darauf sprintete Defense-Spieler Mike Schröter in die Schweinfurter Endzone zum dritten Touchdown, nachdem er einen Pass der Gladiators abgefangen hatte. Jeweils einen Extra-Punkt steuerte David Stangl da mit seinen Kicks bei.

Im zweiten Viertel verfehlte zwar Josef Weich zunächst beim Versuch eines Fieldgoals die Tor-Stangen knapp, doch die Punktejagd der Roten Teufel ging auch mit halber Kraft recht munter weiter. Peter Witt setzte sich mit einem schönen Lauf in die Gladiators-Endzone durch (Extra-Punkt: Stangl), Patrick Lett holte nach Pass von Lehner den fünften Touchdown – gleich zweimal hintereinander fing er das Ei souverän, nachdem sein erster Touchdown wegen eines Fouls nicht gegeben wurde. Durch seine Conversion erhöhte Lehner dann auf 36:0.

Applaus auch für den Mut

Die Hälfte dieses zweiten Quarters war gespielt, als die chancenlosen und einfach völlig überforderten Schweinfurter die Reißleine zogen und aufgaben – auch, um weitere mögliche Verletzungen noch zu vermeiden. Eine Entscheidung, die trotz allem Respekt abnötigt: Den Applaus der Zuschauer bei der gemeinsamen La-Ola-Welle mit den Devils hatten sich die Spieler der Gladiators wirklich verdient.

Der emotionalste Moment an diesem Sonntag, abseits des Rasens: Nach einem langen Krankenhausaufenthalt durch die schwere Verletzung, die er vor zwei Monaten im Spiel gegen Bad Tölz erlitten hat, war Mario Dawidowski erstmals wieder in der Runde, bei „seinen“ Devils, die er fleißig mit anfeuerte. Natürlich wurde er von allen besonders herzlich begrüßt, und die charmanten Cheerleaders, die Devilettes und Devilinis, tanzten allein für ihn und brachten ihn zum Strahlen. Und viele gute Wünsche begleiteten Mario Dawidowski in die langwierige Reha, die er nun antritt.

Aus der Aufbauliga

Ergebnisse: Überraschend besiegten im zweiten Spiel am vergangenen Sonntag die Hof Jokers (3.) die Allgäu Comets II (2.) deutlich mit 32:6.

Saisonfinale: Den Red Devils Kümmersbruck steht nun am letzten Spieltag am Samstag, 12. Oktober, in Bad Tölz noch eine deutlich härtere Herausforderung als zuletzt bevor: Die stark verbesserten Capricorns werden ihnen vor eigenem Publikum einen heißen Tanz liefern, um dieses Jahr erfolgreich abschließen zu können. Und die Schweinfurt Gladiators müssen bei den Hof Jokers antreten.

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