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Sport aus Amberg
Montag, 29. Mai 2017 29° 3

Triathlon: Timo Bracht und Heike Funk die Sieger des CTA

Durchbeißen und „finishen“!

Nachdem sich vor wenigen Tagen mit Timo Bracht auch noch einer der besten deutschen Profis angekündigt hatte, war sicher, dass das Event auch für die Zuschauer ein Spektakel werden würde.

Pünktlich um elf Uhr gingen die ersten Schüler und Jugendliche ins Rennen. Bei den jüngsten Teilnehmern der Jahrgänge 1996 und 1997 dominierte der aus der Triathlonfamilie Funk stammende Frederic Funk und gewann in 48:18 Minuten mit drei Minuten Vorsprung auf den ersten Verfolger. Bei der Jugend B und A der Jahrgänge 1994 bis 1995 siegte Lucas Kinc in 45:12 Minuten. Die jüngsten weiblichen Teilnehmer im Ziel war 1995 geboren. Sie absolvierten die gleichen Strecken. Siegerin war Edita Lauberova, die mit 45:33 Minuten nur knapp hinter ihrem männlichen Kollegen das Ziel erreichte.

Die Jugendlichen 1992 und 1993 hatten die gleichen Distanzen wie die Athleten im Volkstriathlon zu absolvieren. Dies waren 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer in den Laufschuhen. Hier siegte Simon Weiss aus Roth in 58:47 Minuten und hatte im Ziel über zwei Minuten Vorsprung. Weibliche Teilnehmer gab es hier nicht.

Beim Jedermanntriathlon gehen traditionell viele Nachwuchssportler an den Start, die den Top-Leistungen der Erfahrenen auf der Kurzstrecke in nichts nachstehen. Ansonsten sind es beim Volkstriathlon Hobbyathleten oder Spezialisten, die den sportlichen Dreikampf einmal ausprobieren möchten. Aber diese Athleten sind es, die das Wesentliche an diesem Sport – die Herausforderung, drei Sportarten zu kombinieren und den Wettkampf zu „finishen“ – ausmachen.

Bei den Frauen war es die 18-jährige Sonja Arrington vom Tristar Regensburg, die von Beginn an die Nase vorne hatte. Beim Schwimmen war sie knapp an der Spitze, baute auf dem Rad den Vorsprung ständig aus und setzte mit der sensationellen Laufzeit von 18:54 Minuten über die fünf Kilometer ihrer Leistung noch die Krone auf. Nach 1:09:02 Minuten erreichte sie das Ziel auf dem Gelände der FH und konnte fünf Minuten durchschnaufen bis Angelika Holzapfel aus Lauingen die Zweite das Ziel erreichte. Dritte: Gisela Koch vom CIS Amberg.

Bei den Herren war die Siegerzeit von 58:13 Minuten nur unwesentlich schneller als die der Jugendlichen. Hier war es Axel Zielke aus Halle, der auf dem Rad zunächst noch eine Minute Rückstand vom Schwimmen aufholen musste. Auch nach dem Radfahren war sein Vorsprung nur hauchdünn. Zusammen mit Stefan Bernhard aus Zirl ging er auf die abschließenden fünf Laufkilometer. Schulter an Schulter ging es bis zum Zielsprint, den dann Zielke mit zwei Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Dritter wurde ebenfalls ganz knapp Lukas Storath vom TSV Ostheim.

Kurz vor 13 Uhr ging dann der erste von drei Startblocks über die olympische Distanz 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen an den Start. In ihm waren die meisten der Favoriten.

Der Topfavorit Timo Bracht diktierte das Tempo und legte beim Lauf durch das Freibad zur Wechselzone bereits einen kleinen Abstand zwischen sich und seine Verfolger. Diese waren zu dem Zeitpunkt aber noch zahlreich. Unter ihnen auch der Amberger Rouven Oeckl. Bracht erreichte nach 22:31 Minuten die Zeitnahme im hinteren Teil des Hockermühlbades. Auf der landschaftlich einzigartigen aber durchaus anspruchsvollen Radstrecke zeigte er dann der Konkurrenz den Unterschied zwischen Profi und Amateuren auf. Mit 59:27 Minuten blieb er als einer von zwei Teilnehmern unter einer Stunde.

Selbst der rad- und laufstarke Ralf Preissl hatte nicht den Hauch einer Chance, an diese Zeit heranzukommen und verlor auf dem Rad weitere zwei Minuten zu seinem Schwimmrückstand. Zu aller Überraschung machte sich aber Wolfgang Teuchner aus Oberbayern zur „Palastrevolution“. Nach dem Schwimmen mit knappen Rückstand nahm er Bracht auf dem Rad eine Minute ab und wechselte als Erster zum Laufen.

Doch Bracht, der nach dem Ironman auf Hawaii im Oktober letzten Jahres seinen ersten Wettkampf machte, konterte. Mit 32:32 Minuten für die zehn Kilometer lief er die Tagesbestzeit und konnte so Teuchner noch klar distanzieren. Nach 1:54:30 Stunden erreichte Bracht das Ziel, Teuchner folgte zwei Minuten später. Mit einer großartigen Laufleistung konnte sich Ralf Preissl vom Tristar Regensburg noch auf den dritten Platz nach vorne schieben. Steffen Sachs aus Regensburg, der für das Weltenburger Alkoholfrei Team CIS Amberg startet, wurde in 2:00:28 Stunden Fünfter. Rouven Oeckl aus Amberg, für LaFaCe Weiden gestartet, erreichte als Achter das Ziel.

Bei den Frauen war die Siegerin eine Altbekannte. Heike Funk nutze ihre Stärken auf dem Rad und distanzierte hier die Konkurrenz. Sie absolvierte den Radabschnitt in beachtlichen 1:10:19 Stunden und konnte dann beim abschließenden Laufen sicher Richtung Ziel kommen. Mit 2:14:28 Stunden hatte sie nach dem Überqueren der Finishline vier Minuten Zeit bis mit Marina Knorr aus Regensburg die Zweite das Ziel erreichte. Dritte wurde Christine Waitz aus Roth.

Den „Finisher-Gedanken“ hielt Norbert Huber vom CIS Amberg an diesem Tag ganz hoch. Nach schlechter Schwimmleistung hatte er sich auf dem Rad gut nach vorne gekämpft, obwohl die Belastungen der Langdistanz vor zwei Wochen Schmerzen in den Beinen verursachten.

Nach 23 Kilometern der Radstrecke hatte er in Kümmersbruck einen Platten, der nicht zu beheben war. Da er aber nur 1,5 Kilometer von zu Hause war, joggte er barfuß zu seiner Wohnung wechselte den Reifen und setzte nach einer Verzögerung von 30 Minuten das Rennen fort.

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