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Legionäre
Sonntag, 11. Dezember 2016 2

Baseball

Gemischte Gefühle vor dem Wiedersehen der Dauerrivalen

Die Gastspiele der Heidenheim Heideköpfe in Regensburg sind auch ein Stelldichein alter Bekannter. Helmig bleibt gelassen.
Von Matthias Ondracek, MZ

Früher spielte er für die Regensburger Legionäre, heute spielt er mit den Heidenheimer Heideköpfen gegen sie: Alexander Lauterbach (Nr. 26)

REGENSBURG. Drei Wochen sind seit dem letzten Heimspiel der Buchbinder Legionäre vergangen. An diesem Wochenende empfangen die Regensburger Baseballer die Heidenheim Heideköpfe zum Spitzenspiel in der Bundesliga Süd. Die erste Partie steigt am Freitag (19 Uhr), die zweite Begegnung findet am Samstag um 14 Uhr statt.

Hochklassige Begegnungen sind meist garantiert, wenn sich die beiden Dauerrivalen gegenüberstehen. In den vergangenen drei Jahren machten beide Teams die Meisterschaft unter sich aus. 2010 gewannen die Legionäre das Finale nach einer spannenden Serie im entscheidenden fünften Spiel und fuhren den zweiten deutschen Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte ein.

Für beide Mannschaften verlief die Saison bisher durchwachsen. Zwei Niederlagen mussten die Regensburger in acht Partien schon verkraften. Brisanterweise gingen beide Nightgames in der heimischen Arena verloren. Die Gäste kassierten bereits drei Pleiten. Dennoch stehen Meister und Vizemeister erneut an der Tabellenspitze.

Mittlerweile stehen im Kader der Heideköpfe fünf Ex-Legionäre. Nach Peter Dankerl, Martin Almstetter und Michael Weigl schlossen sich im Winter auch Benedikt Antwi und Alexander Lauterbach den Heidenheimern an. Lauterbach war Leistungsträger in Regensburg, ehe der 28-Jährige nach der Saison 2009 aussortiert wurde. Auch Eigengewächs Weigl fiel dem Umbruch damals zum Opfer. Für Lauterbach ist es die erste Rückkehr in das Stadion, an dessen Bau er vor zwei Jahren als Bauleiter beteiligt war. „Es ist natürlich komisch, gegen den Verein zu spielen, bei dem man zehn Jahre gespielt hat“ so der Ex-Nationalspieler: „Ich gehe auf jeden Fall mit gemischten Gefühlen in die Partien.“

Rachegefühle seien Quatsch, betont Lauterbach. Dennoch ist das Thema für den Infielder noch nicht verjährt. „Ich hatte nie Probleme mit irgendwelchen Spielern, aber ich bin von gewissen Personen enttäuscht. Das ist nach wie vor so.“ In den Spielen gegen die alten Kameraden erhofft sich Lauterbach zumindest einen Sieg.

Legionäre-Trainer Martin Helmig gibt kein Ziel aus. Der Coach lässt sich von der durchwachsenen Bilanz der Gäste aber nicht blenden. „Heidenheim ist immer stark. Wir haben viel Respekt. Es wird auf jeden Fall ein Spitzenspiel.“ Trotz der mäßigen Ausbeute vor heimischem Publikum und dem wackligen Auftritt vor einer Woche in Gauting vertraut der Coach auf seine gewohnte Formation. „Wir werden im Großen und Ganzen alles beibehalten“, sagt Helmig.

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