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Legionäre
Donnerstag, 29. September 2016 24° 1

Baseball

MLB-Stars auf Heimaturlaub

Donald Lutz von den Cincinnati Reds eröffnet am Samstag das Spiel seines Ex-Klubs Regensburg Legionäre gegen Bonn. Auch Thieben kehrt aus den USA heim.
Von Matthias Ondracek, MZ

Donald Lutz ist in diesen Tagen zu Gast in seiner alten Heimat. Foto: dpa

Regensburg.Am 29. April dieses Jahres hat Donald Lutz Geschichte geschrieben. Der frühere Regensburger Internatsschüler feierte als erster Deutscher überhaupt sein Debüt in der Major League Baseball. Insgesamt 34 Spiele durfte der 24-Jährige für die Cincinnati Reds in der besten Baseball-Liga der Welt absolvieren. Danach ging es für den Jungstar zurück zum Reds-Farmteam nach Pensacola, um weitere Spielpraxis zu sammeln.

Am kommenden Samstag wird der Ex-Legionär erstmals seit seiner historischen Errungenschaft an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Im Vorfeld der Meisterschafts-Halbfinal-Partien der Buchbinder Legionäre gegen die Bonn Capitals wird der MLB-Star für eine Autogrammstunde zur Verfügung stehen. „Ich freue mich natürlich riesig, wieder nach Regensburg zu kommen“, schwärmt Lutz. Zudem wird der Wahl-Regensburger den Startschuss zu Spiel drei in der Playoff-Serie geben und den traditionellen First Pitch ausführen. Spielbeginn in der Armin-Wolf-Arena ist um 13 Uhr.

Nach seinem Gastspiel in der MLB hatte Reds-Trainer Dusty Baker „Big Lutz“ Ende Juni mit einer To-Do-Liste in die Double-A-Nachwuchsliga beordert. „Er wird zurückkommen, wenn er die Sachen, die er gelernt hat, umsetzt“, erklärte der Coach. Für Lutz lief die zweite Saisonhälfte allerdings nicht optimal. Ein Fingerbruch warf das Ausnahmetalent zurück. Lediglich in 44 von 69 Partien konnte der ehemalige Legionär auflaufen. „Zunächst habe ich versucht, mit dem Finger zu spielen. Das hat mich schon sehr behindert. Dann habe ich den Ball nochmal abbekommen und ich konnte gar nichts mehr machen“, beschreibt Lutz.

Spätestens die neuerliche Verletzung machte die Chance zunichte, bereits in 2013 erneut den Sprung nach ganz oben zu schaffen. In insgesamt 65 Begegnungen für die Pensacola Blue Wahoos brachte es Lutz auf einen Schlagdurchschnitt von .245 und erzielte dabei sieben Homeruns. In 34 MLB-Spielen schaffte der Deutsche einen Schnitt von .241 und beförderte sich mit einem Homerun am Muttertag in aller Munde. Der Outfielder wird sich nun aber vorerst bis nächstes Jahr gedulden müssen, ehe er einen neuen Anlauf starten kann.

In Regensburg wird Lutz auch auf seinen Minor-League-Kollegen Daniel Thieben treffen. Der Pitcher in Diensten der Seattle Mariners hat seine Saison in den USA ebenfalls beendet und gehört für die restlichen Playoff-Spiele der Buchbinder Legionäre zum Kader von Trainer Martin Helmig. „Wir freuen uns, eine weitere Option auf dem Werferhügel hinzu zu bekommen“, so der Coach.

Für den 19-Jährigen lief die Saison sehr erfolgreich. Mit den Pulaski Mariners feierte Thieben die Meisterschaft in der Rookie Appalachian League. Thieben kam dabei in 18 Spielen und insgesamt 22 Innings zum Einsatz. „Der Start verlief für mich sehr gut. Zwischendurch hatte ich ein kleines Tief, das ging aber auch wieder vorbei“, resümiert der Werfer über seine persönliche Spielzeit. Neben Thieben und Lutz werden auch die beiden ehemaligen Buchbinder Legionäre Petr Cech und Rodney Gessmann am Samstag ihr Stelldichein in Schwabelweis geben und ihre früheren Teamkameraden unterstützen.

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