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Sport aus Cham
Samstag, 16. Dezember 2017 11

Handball

ASV-Anker findet Grund im Fränkischen

Mit Petr Tahovskys sieben Treffern zum 24:19 beim Landesliga-Schlusslicht HSV Hochfranken. Schnell entscheidend vorne.

Die Bälle fliegen wieder in die richtige Richtung. Foto: Tschannerl

Cham.Wenigstens den Anker geworfen in zuletzt rauer See haben die Landesliga-Ballwerfer des ASV mit dem 24:19 (14:10)-Pflichtsieg beim Schlusslicht HSV Hochfranken. Ob der Anker auch wirklich Grund gefunden hat, müssen die nächsten Partien zeigen. Damit punktemäßig wieder im Plus und vor den Sonntag-Spielen Letzter der oberen Tabellenhälfte, wartet auf Tahovsky und Kollegen noch die vorweihnachtliche Fleißaufgabe, bei zwei Auswärtspartien und einem Heimspiel ebenfalls im Plus zu bleiben. Dann wäre der erste Meilenstein erreicht. Dass Shooter Petr Tahovsky mit sieben Treffern ohne Siebenmeter die Seinen wieder einmal nicht nur rein optisch zum Sieg geführt hatte, bereitete natürlich auch ASV-Coach Filip Turecek Genugtuung: Triumph bei den alten Kameraden und vorentscheidend vorgelegt im Kampf um die inoffizielle Pilsener Handball-Krone.

Nur vier Zeitstrafen (je zwei für Klima und Kagermeier) zeugen von solider Facharbeit der Gäste in der fränkischen Porzellan-Metropole, die Gastgeber in der Boom-Region Hochfranken fühlten sich hernach dennoch wie beim Polterabend bei so viel zerdeppertem Geschirr. Im harten Wettbewerb während dieser Phase der Saison konnten die Cham-Pilsener Kollegen keine Rücksicht nehmen auf die Gegenseite. Im Gegensatz zu früheren Epochen lagen die Rot-Weißen diesmal auswärts nur zwei Mal zurück. Als es am unwichtigsten war: beim 4:3 und 5:4 für die Gastgeber. Diese Stellschraube neu zu justieren, das scheint Turecek geschafft zu haben. Dass nämlich die Seinen in Auswärtsspielen bei nicht übermächtigen Kontrahenten am Ende nicht mehr eingehen wie eine Primel. Im Gegenteil: Schon nach 20 Minuten hatte sich das Chamer Kollektiv bei 7:11 den entscheidenden Vorsprung erarbeitet. Näher als auf drei Tore (17:20 nach 40:56) kamen die „Hochfränkischen“ nicht mehr heran. Trainer Turecek hatte also nicht zu viel versprochen, es sei ein Vorteil, die Eigenheiten der Ex-Kameraden an der Selber Jahnstraße zu kennen.

So war es die sprichwörtliche „gemähte Wiese“ für die böhmische Troika, mit erfolgsorientierter Wurfausbeute das so wichtige Punkte-Paar aufs eigene Konto wandern zu lassen: Lukas Pelikan traf vier Mal, Tahovsky ging voran mit sieben Einschüssen, Tomas Soukup steuerte fünf Treffer bei und Lucas Klima deren drei. (gu)

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