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Sport aus Cham
Montag, 20. November 2017 10

Basketball

Gerade noch einmal gut gegangen

Lange waren die Chamer zu behäbig im Derby beim TV Amberg, doch in letzter Minute drehten sie das Spiel in einen 73:70-Sieg.

In der Schlussphase haben es Kapitän Andreas Koller und die Chamer doch noch gerichtet in Amberg. Foto: Ziegler

Cham.Lange sah es so aus, als ob die Chamer Basketballer das Auswärtsspiel in Amberg verlieren würden. In der zweiten Hälfte jedoch legte die Mannschaft den Schalter um und sicherte sich am Ende den knappen 70:73-Auswärtserfolg. Matchwinner war ein Neuzugang.

Kevin Decker stand beim TV Amberg der komplette Kader zur Verfügung. Nach dem Sieg in Nürnberg wollte der ASV mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Doch von Selbstvertrauen war zu Beginn nichts zu sehen. Im Gegenteil –behäbig und teilweise überheblich agierten die Chamer über weite Strecken der ersten Hälfte. Schnell führte der Bayernliganeuling mit 9:2 und nach dem ersten Viertel mit 21:14.

Die Chamer, bei denen viele Fans mitgereist sind , verließen sich zu sehr auf die Würfe aus der Distanz. Diese wollten jedoch nicht fallen. „Wir waren in der ersten Hälfte mental nicht auf dem Feld. Wir haben da nur 30 Prozent unseres Leistungsvermögens gezeigt. Wir hatten das Spiel schon vor dem Spiel abgehakt“, sagte der unzufriedene Chamer Trainer Kevin Decker.

Anders als sonst, war die Mannschaft des ASV nun im dritten Viertel gezwungen, eine Leistungssteigerung hinzulegen. In den ersten drei Minuten gelang das überhaupt nicht. Der Rückstand wuchs auf 16 Punkte (46:30). Dann machte es „Klick“ bei den Chamern. In der Verteidigung wurde aggressiver agiert, die Rebounds wurden gesichert und in der Offensive wurde immer wieder das gegnerische Brett attackiert.

Die Umstellung in der Verteidigung machte sich umgehend bemerkbar. Amberger Ballverluste wurden erzwungen und die Intensität erhöht. Mit Salomon Popal setzte im Angriff ein Neuzugang immer wieder Nadelstiche. „Salomon hat uns im dritten Viertel wichtige Impulse gegeben“, lobte Decker den Neuen. Mit drei Dreiern von Samuel Wiedemann zum Ende des Viertels wurde aus dem 16-Punkte-Rückstand eine 58:54-Führung. Dem ASV gelang es in der Folge, noch bis auf neun Punkte davon zu ziehen. Eine Minute vor dem Ende gelang William Stockdale per Dreier der 70:70-Ausgleich. Gabriel Wiedemann erzielte die letzten drei Punkte der Partie, und der abschießende Wurf von Stockdale verfehlte den Ring. Damit holten sich die Chamer einen wichtigen 73:70-Auswärtssieg. Die Amberger stehen mit drei Niederlagen weiter am Tabellenende. „Wir haben in der zweiten Hälfte endlich begonnen, als Team zu agieren. In der Schlussphase haben wir das Spiel gut zu Ende gespielt“, gibt der erleichterte Chamer Headcoach zu Protokoll. Dennoch dürfe sich seine Mannschaft in Zukunft keine solchen Halbzeiten mehr erlauben. Wie wichtig der Sieg war, wird deutlich beim Blick auf die kommenden Chamer Aufgaben. Mit der TuSpo Heroldsberg und den Fibalon Baskets Neumarkt kommen zwei absolute Top-Mannschaften und Meisterschaftsanwärter nach Cham. Spielbeginn gegen Heroldsberg ist am Sonntag bereits um 14 Uhr.

Für den ASV Cham gegen den TV Amberg spielten: Simon Zierl (13 Punkte), Tamas Markus (12), Samuel Wiedemann (11 Punkte / 3 Dreier), Gabriel Wiedemann (10/1), Salomon Popal (10), Sebastian Zierl (8), Patrick Kamm (6), Christian Wingenfeld (2), Andreas Koller (1), Baran Baygin, Daniele De Rossi und Julian Klauk (ckf)

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