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Sport aus Cham
Freitag, 24. November 2017 10° 3

Basketball

Lücke zu den Top-Teams ist noch zu groß

Lehrstunde vom Favoriten – die Chamer mussten gegen die TuSpo Heroldsberg eine empfindliche 59:84-Heimniederlage hinnehmen.

Zu selten konnten die Chamer die Heroldsberger entscheidend stören. Foto: Tschannerl

Cham.Mit der TuSpo Heroldsberg war einer der Ligafavoriten zu Gast in Cham. Beide Teams konnten im Vorfeld zwei der ersten drei Saisonspiele für sich entscheiden. Nach der deutlichen 59:84-Heimniederlage muss sich der ASV Cham allerdings eingestehen, dass die Lücke zu den Topteams noch zu groß ist.

Schnell sahen sich die Chamer einem Rückstand hinterherlaufen (2:10). „Wir waren nicht bereit für das Spiel und hatten im Eins gegen Eins einige Ballverluste zu verzeichnen. Wir haben nicht gut genug ausgeboxt“, nannte Chams Headcoach Kevin Decker einige der anfänglichen Fehlerquellen. In der Folge kämpfte sich die Mannschaft in der Offensive in die Partie. Schwachpunkt blieb dagegen die Verteidigung. Heroldsberg sicherte sich immer wieder die Offensivrebounds und schaffte es, durch Schnellangriffe zu leichten Punkten zu kommen.

Gegner in der Verteidigung besser

„Der Gegner war vor allem in der Verteidigung besser. Aktuell fehlen mir häufig der Einsatz und die Mentalität, Blöcke sauber zu stellen“, sah Decker noch einiges an Verbesserungsbedarf. Grundsätzliche Dinge wie, den Ball zu schützen, um die Reboundposition zu kämpfen und physischer zu arbeiten, müssen die Spieler wieder beherzigen.

Die TuSpo Heroldsberg baute den Vorsprung weiter aus und zeigte genau die Eigenschaften, die dem ASV fehlten. Nicht verwunderlich also, dass die Heimmannschaft mit einem 30:43- Rückstand in die Halbzeit ging. In der zweiten Hälfte stemmten sich die Chamer Spieler nochmals gegen die drohende Niederlage. Das Spieltempo wurde höher, und Tamas Markus sowie Samuel Wiedemann hatten ihren Touch aus der Distanz gefunden. Beide erzielten zusammen 22 der 24 Punkte in diesem Viertel. Doch zwei Minuten vor Viertelende gab es erneut einen Bruch im Spiel des ASV Cham. „Wir sind auf fünf Punkte dran und verlegen dann einfache Korbleger und kassieren hinten den Schnellangriff“, fasste Decker diese Phase zusammen. Der Rückstand wuchs demnach wieder auf 54:65 an.

Von diesem erholte sich die Heimmannschaft nicht mehr wieder. Zwar kämpften die Chamer Spieler bis zu letzten Minute, doch die TuSpo erwies sich als zu abgezockt und baute die Führung weiter aus. Bereits fünf Minuten vor dem Ende gab Decker dann den Jugendspielern Einsatzzeiten. Lediglich fünf Punkte brachte der ASV noch auf die Anzeigetafel, die am Ende eine lehrreiche 59:84-Heimniederlage anzeigte.

Derby vor der Brust

Nach zwei Siegen bekam die Chamer Mannschaft diesmal wieder ihre Grenzen aufgezeigt. Aus den Fehlern müsse das Team lernen und den Blick möglichst schnell wieder nach vorne richten. „Wir müssen an unserer Konsequenz arbeiten. Einige Spieler fallen gerade zu häufig in alte Muster zurück, gerade das Ausboxen, Block stellen, etc. betrifft. Die Verteidigungseinstellung muss jeder bringen, egal auf welcher Position“, gibt Kevin Decker die Marschroute vor.

Die kommende Aufgabe wird allerdings nicht leichter für ASV-Kapitän Koller und Kollegen. Mit den Fibalon Baskets aus Neumarkt ist am Sonntag (Beginn ist um 15 Uhr) ein Regionalligaabsteiger und der bis dato ungeschlagene Tabellenführer zu Gast in Cham. Die Mannschaft ist eingespielt und ebenfalls sehr ausgeglichen besetzt. Vier Siege und eine Korbdifferenz von plus 146 lassen zudem eine extrem selbstbewusste Mannschaft erwarten. (ckf)

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