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Sport aus Cham
Montag, 11. Dezember 2017 5

Schach

Punkt war völlig unerwartet

Der Bad Kötztinger Rumpftruppe gelingt ein 4:4 gegen Favorit Kelheim.

Jonas Eret (r.), der seit dieser Saison für den SC Bad Kötzting spielt, kam zu einem schönen Angriffssieg. Foto: kkj

Bad Kötzting.Ohne vier Stammspieler und mit der zusätzlichen Hypothek eines kampflos verlorenen ersten Bretts musste die erste Mannschaft des SC Bad Kötztinger zu Hause gegen ambitionierte Kelheimer antreten. Von der Papierform her wäre eine klare Niederlage ganz normal gewesen. Aber es sollte anders kommen. Am Ende stand es 4:4.

Von den sieben Partien gingen zwei an die Badstädter und eine an die Kelheimer. Viermal wurden die Punkte geteilt. Die beiden Bad Kötztinger Siege holten Jonas Eret am zweiten und Uli Ziemann am sechsten Brett. Nachdem sein Gegner etwas voreilig einen Läufer auf g3 geschlagen und damit Weiß eine halboffene h-Linie beschert hatte, startete Jonas Eret sofort eine Attacke gegen den gegnerischen König, dem auch der Ausweg einer großen Rochade versperrt war. Sie erwies sich rasch als durchschlagend. Uli Ziemann erkannte im Mittelspiel, dass sein Gegner die wichtige, zum gegnerischen König führende Diagonale von a2 nach g8 nicht genügend gesichert hatte. Daher öffnete er mit einem Springeropfer auf f7 den Weg zum gegnerischen König. Um noch größeren Schaden abzuwenden, opferte sein Gegner Bauer und Qualität. Dieses materielle Plus ermöglichte es, den freien c-Bauern bis zum Umwandlungsfeld marschieren zu lassen, was die Entscheidung bedeutete.

Vielleicht noch überraschender als diese beiden Siege kamen die vier Remispartien von Roland Weingut, Gerhard Mühlbauer, Wolfgang Mühlbauer und Adi Meindl. Obwohl die Gegner durchweg 200 bis 300 Wertungspunkte „schwerer“ waren – im Schach sind das Welten – hielten sie keineswegs mit Glück, sondern mit viel Geschick ihre Partien in der Remisbreite. Lediglich Jindrich Havlik verlor nach langer, schwieriger Verteidigung zuerst den schwachen Bauern auf e6 und bald danach auch die Partie. Aber mehr als ein 4:4 wäre des Guten zu viel gewesen. (kkj)

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