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Sport aus Cham
Montag, 18. Dezember 2017 3

Handball

Wiederholung? – Noch ist nichts klar

ASV pocht nach Spielabbruch in Selb auf beide Punkte. Verbandsspielwart will erst sondieren. Aber Spiel dauert 60 Minuten.

Den Sieg schon dicht vor Augen ... Foto: Tschannerl

Cham.Alle Medien samt Videotext und Ergebnisdienst des Verbandes führten Landesligist ASV Cham als 24:19-Sieger bei Schlusslicht HSV Hochfranken. Schön und gut, doch es waren nur 51 Minuten absolviert in der Selber Realschulturnhalle (wir berichteten). Dann unterbrachen die Schiedsrichter Marco Götz und Julian Kütt (Gerolzhofen/Rimpar) die Partie, weil es durch ein Loch im Hallendach auf die Spielfläche tropfte. Solche Sorgen hatte der ASV Cham auch schon gehabt vor der Sanierung der Fraunhofer-Halle. Daraufhin war die Partie für 45 Minuten unterbrochen, doch das Loch ließ sich nicht schließen und mit Rücksicht auf die Rutschgefahr wurde die Partie abgebrochen.

BHV-Männerspielwart Klaus-Dieter Sahrmann (Eckental) ließ auf Anfrage wissen: „Ich kann zu diesem Spielabbruch nichts sagen, weil ich noch nichts Schriftliches vor mir liegen habe. Ich habe nur davon gehört, dass anscheinend Wasser von der Decke getropft ist.“ Zu einer Wertung konnte Sahrmann demnach auch nichts sagen: „Mir fehlen die nötigen Infos dazu.“ Eine schnelle Entscheidung schloss der Franke aus: „Vor Donnerstag wird hier wohl nichts entschieden sein.“ ASV-Abteilungsleiter Norbert Meier ist natürlich nicht begeistert: „Klar, das ist sehr ärgerlich, aber wenn die Verletzungsgefahr für die Spieler zu groß ist, dann liegt der Abbruch im Ermessen der Schiedsrichter.“

Soweit stimmt Meier noch mit den BHV-Verantwortlichen überein, doch bei der Wertung gehen die Meinungen auseinander: „Ich finde, dass die Partie natürlich für uns gewertet werden sollte. Es waren 51 Minuten gespielt und wir lagen klar in Führung. Zudem hatte der HSV eine rote Karte bekommen. Ich bin mir sicher, dass wir die Partie nach Hause gebracht hätten.“

So einfach wird es sicherlicht nicht, denn ein Spiel dauert 60 Minuten. Die BHV-Spielleitung wird darauf pochen, der HSV Hochfranken wird sich darauf berufen, dass in neun Minuten daheim fünf Tore aufholbar gewesen wären. Meier denkt dazu an den proppevollen Terminkalender. Zwischen 27. November und 9. Dezember sind beide Seiten allerdings nicht aktiv oder kurz vor Weihnachten (22./23. Dezember). Meier sieht nicht zuletzt die Kosten einer erneuten Fahrt nach Selb (160 Kilometer einfach). Vielleicht geht es am Faschingswochenende. (rtn)

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