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Sport aus Cham
Sonntag, 21. Januar 2018 10

Play-Offs

Berlin war eine Reise wert für TB-Heber

Rodinger haben beim TSC mit 717,0:691,2 den „halben Platz sieben“ eingetütet und gute Karten für den Rückkampf am 18. April.

  • Endlich kann er wieder regelmäßig trainieren – Simon Brandhuber war in Berlin bester Heber in den Reihen der Rodinger. Foto: ctm
  • Die Rodinger Heber haben gut lachen, der erste Sieg gegen Berlin ist in trockenen Tüchern. Foto: rhe

Roding.Die Play-off-Runde in der Heber-Bundesliga am Samstag hatte einige Überraschungen zu bieten. Eine positive für den TB03 Roding – beim ersten Auftritt in der Bundeshauptstadt beim Berliner TSC ließen die Heber von der Regenreib’n nichts anbrennen und holten die drei ersten Punkte für den siebten Gesamtplatz. Die negativen Überraschungen – der SV Germania Obrigheim und der AC Mutterstadt haben ohne ihre bulgarischen Spitzenkräfte ihre Wettkämpfe überraschend verloren. Ost-Tabellenführer Chemnitzer AC hatte gegen den Süd-Zweiten AV Speyer keine Chance.

Bei den Rodingern herrschte schon bei der Anfahrt beste Stimmung. Zu ungewöhnlicher Zeit um 16 Uhr und vor ungewohnter kleiner Kulisse von 50 Zuschauern stand das Rodinger Sextett auf dem Berliner Heberbrett. Die Berliner hatten erwartungsgemäß zugelegt, und bereits beim Reißen entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Punkt. Alexander Narr für Roding und Philipp Mummhardt für Berlin gingen in den letzten Versuche auf 140 Kilo. Der Berliner schaffte es, Narr scheiterte. Doch die Rodinger hatten gut vorgelegt und führten nach dem Reißen mit 259,0:253,6 Punkten. Beim Stoßen zeigten die Bayerwäldler den Berlinern, wo der Hammer hängt.

160 Kilogramm hat Hans Brandhuber im Play-off-Kampf erstmals umgesetzt, musste dann allerdings passen. Das Ausstoßen hebt er sich für den Rückkampf in Roding am 18.April auf. Foto: rhe

Nur ein Stoßversuch ging daneben, und das war ein Rekordversuch von Hans Brandhuber, als er erstmals 160 Kilo packen wollte. Mit 125 kg Reißen, (Bestleistung eingestellt) deutete der 18-Jährige an, dass er in Form ist. Vielleicht sind am 18. April beim Rückkampf in Roding die 160 Kilo kg im Stoßen drin. Sein Bruder Simon Brandhuber kann jetzt bei Bundestrainer Oliver Caruso im Leistungszentrum Leimen wieder geregelt trainieren und ist dabei, den enormen Rückstand wegen des Feldwebel-Lehrgangs aufzuholen. Mit 131 Punkten war er dieses Mal wieder „Chef im Ring“ bei den Rodingern. Gregor Nowara baut den Sprung in die Klasse mit einem Körpergewicht von 94 Kilogramm kontinuierlich aus und ist bereits bei 92 Kilo angelangt. Dass ihm das höhere Körpergewicht auch mehr Sicherheit gibt, zeigten seine sechs Versuche, die er mit 127 Punkten abschloss – und er hat noch Luft nach oben, so Rodings Trainer Matthias Hecht.

Er war auch in Berlin eine sichere Bank –Rodings „Mister Zuverlässig“ Hermann Voit. Foto: rhe

Hermann Voit zeigte in Berlin wieder seine Qualitäten als „Mister Zuverlässig“ mit sechs Gültigen und einer Steigerung auf 114,6 Punkte. Alexander Narr legte nur den letzten Reißversuch mit 140 Kilo weg, ansonsten war er tadellos mit 120,6 Punkten.

Anders dagegen der sonst so sichere Mann in der Hinterhand, Andreas Müller. Er scheiterte beim Reißen zweimal an 132 Kilo blieb mit 110 Punkten unter seinem gewohnten Niveau. Bei den Berlinern lieferte Robert Joachim mit 147 Punkten ( Deutscher Vizemeister 2012 in Roding hinter Simon Brandhuber) die beste Leistung ab, vor dem wiedererstarkten Philipp Mummhardt mit 119 Punkten. Der Deutsche Meister 2012, Michael Müller, der damals 163 Punkte schaffte, musste sich am Samstag mit 93,4 Punkten begnügen. Er wird bis zum 18. April sicher noch einiges zulegen. Deshalb gab TB03-Trainer Matthias Hecht die Devise aus: „Auch, wenn die Saison sich dem Ende zuneigt, wir müssen dran bleiben und uns steigern für den Rückkampf und den zweiten Sieg vor heimischer Kulisse.“ Roding hatte die Vorrunde auf Platz vier der Westgruppe abgeschlossen, der TSC Berlin ist Vierter der Ostgruppe. Bei den Play-offs zählen die Ergebnisse der Vorrunde nicht. Die Karten werden neu gemischt – und Roding hat nach dem Sieg in Berlin die besseren für den Rückkampf am 18. April in Roding. (rhe)

Heber-Bundesliga – Play-offs

  • Ergebnisse der Rodinger:

    717,0 Punkte: Hans Brandhuber, 83,1 kg Körpergewicht/83,1 kg Abzug/125 kg Reißen + 155 kg Stoßen = 113,8 Relativpunkte; Andreas Müller, 97,0 kg/96,0 kg/128,0 kg + 174 kg = 110,0 Relativpunkte; Simon Brandhuber, 71,0 kg/68,0 kg/122 kg + 145 kg = 131,0 Relativpunkte; Hermann Vogt, 81,7 kg/81,7 kg/123 kg + 155 kg = 114,6 Relativpunkte; Alexander Narr, 94,2 kg/94,2 kg/137 kg + 172 kg = 120,6 Relativpunkte; Gregor Nowara, 92,0 kg/92,0 kg/139 kg + 172 kg = 127 Relativpunkte

  • Ergebnisse Berliner TSC:

    691,2 Punkte: Ronny Weber, 58,8 kg Körpergewicht/48 kg Abzug/92 kg Reißen+116kg Stoßen = 112,0 Punkte; Robert Joachim, 69,8kg/66,5kg/120kg + 160 kg = 147 Punkte; Michael Müller, 83,3 kg/83,3kg/120kg + 140 kg = 93,4 Punkte; Martin Bouratn, 85,3kg/85,3kg/125kg + 160 kg = 114,4 Punkte; Rico Gerlach, 94,8 kg/94,8kg/135 kg + 160 kg =105,4 Punkte; Philipp Mummhardt, 102,8kg /100,5kg/ 140kg + 180 kg = 119,0 Punkte

  • Halbfinale um die Plätze 1 bis 4:

    Chemnitzer AC (1. Ost) : AV Speyer 2. West) 739,4 – 823,0 Punkte, SV Samswegen (2. Ost) – SV Obrigheim (1. West) 757,2:742,8 Punkte (die Rückkämpfe finden mit getauschten Heimrecht am 25. April statt). Die Sieger des Halbfinales ermitteln am 9. Mai den Deutschen Mannschaftsmeister. Die Verlierer heben im kleinen Finale um Platz drei.

  • Erster Play-off-Kampf:

    Die Gleichplatzierten aus der Ost- und Westgruppe spielten um die Plätze 5 und 6: KG Schwedt-Stralsund – AC Mutterstadt 612,4:571,8 Punkte; Plätze 7 und 8: Berliner TSC – TB 03 Roding 691,2:717,0 Punkte; die Plätze 9 und 10: AC Atlas Plauen – AC St. Ilgen 538,0:590,8 Punkte; die Plätze 11 und 12: AC Meißen – KSV Durlach Der KSV hat den Wettkampf abgesagt.

  • Die Absteiger:

    Die Tabellensiebten der Vorrunde, AC Weinheim (West) und KG Görlitz-Zittau (Ost), steigen aus der Ersten Bundesliga ab. (rhe)

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