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Sport aus Cham
Samstag, 21. Oktober 2017 17° 1

Zugspitz Ultratrail

Laufen jenseits der Vorstellungskraft

101 Kilometer und 5420 Höhenmeter am Stück lautet die Herausforderung für die Chamer Veronika Paula, Wolfgang und Max Hochholzer und Markus Mingo.

  • Atemberaubendes Bergpanorama, sportliche Höchstleistung – Markus Mingo war bereits beim Zugspitz Supertrail 2012 dabei.
  • Das Team Gamsbock vor dem Start im vergangenen Jahr Max Hochholzer, Markus Mingo und Veronika Paula (ab 2. von links ) Fotos: cgm

Cham. An diesem Samstag fällt in Grainau der Startschuss zu einer besonders heftigen Plackerei, dem Zugspitz-Ultratrail. Die Läufer müssen neben den mehr als 100 Kilometern durch das Wetterstein-Massiv auch 5672 Höhenmeter bewältigen – an einem Tag. Über 1650 Teilnehmer aus 38 Nationen starten. Für das Team Gamsbock sind mit Veronika Paula (Lam), Wolfgang und Max Hochholzer (Bad Kötzting) und Markus Mingo (Cham) vier Sportler aus dem Landkreis dabei.

Wofür ein durchschnittlicher Wanderer vier bis fünf Tage braucht, benötigte 2011 der bisherige Streckenrekordhalter Miguel Heras (ESP) gerade einmal zehn Stunden und 55 Minuten. Dies entspricht einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von fast 10 km/h. Das landschaftlich reizvolle Zugspitzmassiv bildet die Kulisse für diesen einzigartigen Berglauf.

Der Berg, mit 2962 Metern der höchste Deutschlands, gilt seit jeher als besondere Herausforderung. Die Gipfelstürmer erleben dort über den Wolken ein atemberaubendes Bergpanorama. Der Weg führt über die Eibseealm zum Feldernjöchl, hinunter zur Geisterklamm, über Mittenwald und den Ferchensee hinauf zur Alpspitz-Bergstation, bevor es die Läufer auf den letzten zehn Kilometern über gewagte Steige hinunter nach Grainau noch einmal krachen lassen. Auf diesen spektakulären Abschnitten nimmt die Strecke alle Schönheiten, aber auch alle Hindernisse mit, die das Wettersteingebirge bietet. Neben dem Ultratrail gibt es den Supertrail (68,8 km, 3120 Höhenmeter) und den Basetrail (35,6 km, 1892 Höhenmeter). Durchschnittlich Trainierte schütteln bei diesen Distanzen den Kopf, „Sofasitzer“ halten die Sportler gar für verrückt. Im Interview erzählen die vier Chamer über ihre Motivation.

Das ist Trailrunning

Definition: Trailrunning bezeichnet eigentlich jegliches Laufen abseits befestigter Wege. Meistens geht es dabei den Berg nicht nur hoch, sondern auch wieder runter.

Ausrüstung: Neben den normalen Laufsachen mit profilierten Schuhen sind meistens ein Trinkrucksack und eine leichte Regenjacke mit dabei. Man ist ja schließlich längere Zeit in den Bergen unterwegs. Bei längeren Distanzen verwenden die Läufer oft Stöcke. Zusätzlich schreibt der Veranstalter beim oben genannten Zugspitz Ultratrail ein Handy, Stirnlampe, Rettungsdecke, Handschuhe, Mütze, Erste-Hilfe-Paket und lange Wechselkleidung vor. Ohne diese Ausrüstung darf nicht gestartet werden.

Wichtigste Rennen: Ultra-Trail Du Mont-Blanc (168 km, 9600 hm): Die inoffizielle Weltmeisterschaft im Trailrunning. Hier darf nur starten, wer sich über Jahre qualifiziert hat. Transalpine-Run (260 km, 15844 hm): Wichtigstes und spektakulärstes Etappenrennen über den Alpenhauptkamm.

Stars der Szene: Kilian Jornet (FRA) ist der unumstrittene Star der Szene. Philipp Reiter mit gerade mal 21 Jahren der derzeit beste Deutsche.

Veranstaltungen in der Region: Am 15. September findet in Bad Kötzting zum ersten Mal der „Kine vom Kaitersberg“ statt. Hierbei handelt es sich um einen Berglauf, den man aufgrund der Wegbeschaffenheit durchaus als Trailrun bezeichnen kann.

Infos: www.dakinevomkaitersberg.de (cgm)

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