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Regionalsport
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Handball

Diesmal ist kein Auswärtssieg planbar

ASV Cham in „Brechtser Hölle“: Die Nerven behalten und vor allem Torjäger Wopperer ausschalten. Wierholungsspiel: 31. März.

Auch diesmal führt jeder Weg über die Abwehr ... Foto: Tschannerl

Cham.Dass am Samstag, 31. März 2018, 18 Uhr, die Zusatzschicht wartet auf die ASV-Ballwerfer mit dem Wiederholungsspiel in Selb, ist noch ganz weit weg. Schon näher, dass wegen der EM in Kroatien die spieltragenden Figuren Petr Tahovsky und Lucas Pelikan wohl für ein Spiel fehlen werden. Zum Rückrundenstart daheim gegen den TV Münchberg, aber nicht fürs Bezirksderby mit Sulzbach und nicht für länger, weil die Tschechen in der Todesgruppe schnell ausscheiden, wie manche prophezeien. Wenigstens diese Planungssicherheit hat ASV-Coach Filip Turecek, am wenigsten planen lässt sich freilich am Samstag, 18.15 Uhr, der nächste Auswärtssieg beim Tabellennachbarn TV Helmbrechts.

In der „Brechtser Hölle“ (mit dem bekanntlich schnellsten Internet westlich von Santa Fe) gilt eine Chamer Niederlage als nicht ausgeschlossen, weil die „Brechtser“ daheim ebenso bekanntlich zu allem entschlossen sind als lange eingespielte Mannschaft. Sogar Turecek hat diesbezügliche Erfahrungen als Spieler des HSV Hochfranken, damals aber gewonnen. Alle sind gespannt, ob sich Chams Matchplan umsetzen lässt: Stefan Wopperer, den besten Shooter der Franken, so gut wie möglich aus dem Spiel zu nehmen. Anfangs natürlich nicht mit Manndeckung, „weil dann zu viel Platz für die anderen entsteht“, weiß Turecek („Wir müssen aufpassen“), was die Folge sein kann: Kommen die Gastgeber ins Rollen, wurden auch die wackeren Bayerwäldler früher schon überrollt an der Pressecker Straße.

Dort wird der ASV-Auftritt diesmal demnach nicht zum Tummelplatz für die ans Licht strebenden ASV-Talente. Denn die Gäste erwarten selber nicht, schnell auf 15 Tore wegzuziehen. Im Gegenteil. Die Pilsener Schlachtrösser müssen wieder in die vorderste Front. Wenngleich nicht nur der Coach die Früchte der Landzeit-Arbeit würdigt: „Wenn es knapp ist, müssen natürlich die Routiniers ran“. Aber beim Sieg in Marktsteft war sichtbar, dass Manuel Wagener, Lukas Steif, Marius Reitmeier und Markus Maier nicht zu Unrecht ihren Platz im Team beanspruchen.

Wagener lobt der Coach als fitten Abwehrspieler, „der uns super geholfen hat zuletzt“. Von Steif sei Turecek ohnehin nicht überrascht: „Ein ganz wichtiger Mann für die erste Sechs“, der als Rechtsaußen die Kreis-Anspiele forciert. „Ich bin sehr zufrieden“, freut sich Turecek über die Entwicklung. Für Marius Reitmeier seien die ersten Erfahrungen auf höherer Ebene beim Sieg in Marktsteft ebenso wichtig gewesen wie für Markus Maier beim Heimsieg über Ingolstadt. Vielleicht geht es irgendwann doch ganz ohne fremde Hilfe aus Pilsen ... (gu)

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