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Eisbären
Sonntag, 21. Januar 2018 10

Eishockey

Böse Eisbären-Bescherung

Der Regensburger Oberligist erlebt in Rosenheim ein zweistelliges 2:10-Debakel. Am Dienstag kommt Schlusslicht Miesbach.
Von Hans-Jürgen Ziegler und Claus-Dieter Wotruba

Jubelnde Rosenheimer, bittere Premiere für den neuen Eisbären-Torwart Justin Schrörs, dessen Arbeitstag schon nach 27 Minuten und fünf Gegentoren beendet war. Foto: Ziegler

Rosenheim.Zu Weihnachten werden die Zeiten für die Eisbären Regensburg in der Eishockey-Oberliga Süd ungemütlich: Nach dem happigen 2:10 (0:2, 1:5, 1:3) vor 2493 Zuschauern bei den Starbulls Rosenheim wird die Luft im Kampf um Platz acht immer dünner. Umso wichtiger wird das nächste Heimspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag (18 Uhr) gegen Schlusslicht Miesbach, das mit Ben Warda die Verpflichtung eines in der Oberliga bestens bekannten US-Amerikaners meldete, der jedoch erst am nächsten Donnerstag im Heimspiel sein Debüt im TEV-Trikot feiern wird.

Neue Eisbären-Gesichter auf neuen Positionen: Justin Schrörs feierte Premiere im Tor, Peter Flache und Yannik Baier verteidigten, um die inzwischen vier Ausfälle in der Defensive zu kompensieren. Allerdings: Auch die Gastgeber waren nicht komplett und spielten erstmals in dieser Saison ohne Kontingentspieler, weil die beiden Finnen Jussi Nättinen und Petri Lammassaari krank ausfielen. „Wir spielen mit einer richtigen bayerischen Auswahl“, hatte Starbulls-Stürmer gemeint, der Schrörs früh zu seiner ersten spektakulären Parade per Flugeinlage zwang (3.).

Reichel startet die Torshow

Die Hausherren nahmen von Beginn an das Heft in die Hand, hielten das Tempo hoch und hatten in Thomas Reichel mit seinen Saisontreffern sieben und acht auch den Doppeltorschützen, der dem Spiel mit seinem Doppelschlag binnen 124 Sekunden in der 8. und 10. Minute seinen Stempel aufdrückte: Beim 1:0 stand er am Ende einer schönen Kombination, beim 2:0 traf Reichel aus dem Gewühl heraus.

Chancen auf einen Treffer hatten die Eisbären dennoch: Erst scheiterten Nikola Gajovsky und Arnoldas Bosas in der 14. Minute an Starbulls-Keeper Luca Endres, dann Benjamin Kronawitter in der 18. Minute doppelt. Und nach 18 Sekunden des zweiten Drittels schien schon der Deckel drauf für Rosenheim, als Kapitän Tobias Draxinger das 3:0 nachlegte.

Leopold Tausch, der zum ersten Mal seit dem 15. Oktober wieder für die Regensburger auf dem Eis stand, korrigierte den Eindruck zwar schon 28 Sekunden später mit seinem ersten Treffer im Eisbären-Trikot vermeintlich – doch das 100. Eisbären-Saisontor machte kaum Freude. Denn jetzt brach das Unheil erst so richtig über den Regensburgern herein: Nach 22:14 wanderte Torjäger Arnoldas Bosas mit alleine 14 von 34 Strafminuten für insgesamt vier verschiedene Spieler lange auf die Strafbank. Dann legten Yannick Wenzel in Überzahl (26.) und Christoph Echtler mit einem Penalty binnen 69 Sekunden weitere zwei Treffer nach – und beendeten damit den ersten Eisbären-Arbeitstag von Justin Schrörs und der von den rund 200 mitgereisten Regensburger Fans gefeierte Ersatzmann Jonas Leserer kam aufs Eis. „Ich wollte ihn schützen“, erklärte Eisbären-Trainer Beppi Heiß hinterher.

Der durchaus kleinliche Schiedsrichter Ruben Kapzan brachte den Trainer an der Bande immer wieder zum Kopfschütteln und später zu einer frustrierten Kritik in der Pressekonferenz. Obendrein handelte sich Heiß in der zweiten Pause nach heftiger Beschwerde beim Schiedsrichter eine Spieldauerstrafe ein.

Und auch Leserer musste gegen Dominik Daxlberger (31.) und erneut Reichel (36.) zweimal die Scheibe aus dem Netz holen. Vor allem das 7:1 war symptomatisch für die miserable Abwehrleistung der Eisbären. Tobias Draxinger fuhr unbehelligt durch die Regensburger Reihen, traf den Pfosten und Reichel staubte ab.

Bucheli macht es zweistellig

Im Pausen-Interview mahnte auch Leopold an, dass sein Team mehr von der Strafbank wegbleiben müsse, um nicht noch Bittereres erleben zu müssen. Allein es funktionierte nicht: Eine zweimalige Drei-gegen-fünf-Unterzahl nutzte erst Matthias Bergmann (42.) und dann auch Draxlberger (43.). Das 2:9 von Bosas fiel kaum mehr ins Gewicht (45.). Und Daniel Bucheli machte es dann tatsächlich sogar zweistellig.

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