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Freitag, 21. Juli 2017 30° 8

Die Eisbären-Frage: Lektion oder Krise?

Heute besonderer Tag im Playoff-Countdown

Seine gute Form half wenig: EVR-Goalie Mark Cavallin, seit Freitag zweifacher Papa, hielt, was zu halten war, doch das war nicht genug.Foto: Büttner

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

REGENSBURG. Eine Lektion zur rechten Zeit? Eine Formkrise zur falschen Zeit? Frage, die die Eisbären bewegen dieser Tage, eine Woche vor Beginn der Playoffs, nach dem mickrigen Wochenend-Pünktchen und den alles andere als überzeugenden Vorstellungen gegen Weißwasser (2:3) und in Kaufbeuren (3:4 nach Penalty). „So, wie ich die Mannschaft kenne, war’s ein Warnschuss“, sagt Trainer Erich Kühnhackl, der beim Tabellenletzten den angeschlagenen Bogdan Selea auf Anraten der medizinischen Abteilung schonte.

Der Auftritt im Allgäu („Man darf nicht nur denken, dass man gewinnt, sondern muss dafür auch etwas tun“) hatte Konsequenzen. „Ich hatte keine Lust zu schlafen“, berichtet Kühnhackl von einer unruhigen Nacht. „Also habe ich mir die letzten Heimspiele noch einmal angeschaut.“ Die gewonnenen Erkenntnisse vermittelte er sofort und unmittelbar. Denn in „Begeisterung“ über die Leistung von Kaufbeuren hatte der 54-Jährige den freien Montag gestrichen und Training ausgerufen. Gestern Mittag also zeigte er auf dem Eis, wie er sich was vorstellt: „Am lebenden Objekt“ erläuterte er Themen wie „5:4-Überzahl, 4:5-Unterzahl und Bully-Aufstellung“.

„Man darf das nicht überdramatisieren“, hat Kühnhackl erkannt. „Aber in der Saison-Endphase kann das schon problematisch werden.“ Deswegen beugt der Coach vor. „Wir müssen noch enger zusammenrücken, das eigene Ego noch weiter zurückschrauben.“ Deswegen ist heute auch ein ganz besonderer Dienstag im Playoff-Countdown: Auf die übliche Spinning-Einheit folgt ein Mittagessen des Teams bei Fernando, bekannt als Fußballer-Wirt. Danach geht’s ins Cinemaxx. Nicht zum Vergnügen, sondern zur „Video-Session“ von Premiere-Bildern: Auf der großen Leinwand sollen die Sequenzen des Stanley-Cup-Finals der vergangenen Saison, das Kühnhackl in Florida live verfolgte, besonders gut wirken.

„Eine gute Anschauung und Motivation“, verspricht sich Kühnhackl von diesen Maßnahmen. Dieser Tage spricht er ja wieder wiederholt die Predigt vom „einfachen und simplen Eishockey mit hoher Intensität“, das jetzt mehr denn je erforderlich wird. „Unser dritter Platz kommt ja auch nicht von ungefähr.“

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