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Montag, 23. Oktober 2017 4

Eishockey

Eisbären kooperieren mit Bayreuth

Die Regensburger Talente sollen auf Zweitliga-Niveau trainieren. Im Testspiel in Pfaffenhofen siegt der Oberligist mit 9:2.
Von Claus-Dieter Wotruba und Heinz Gläser, MZ

Zuletzt waren sie Testspielgegner, jetzt kooperieren Bayreuth (gelbes Trikot) und Regensburg.Foto: Nickl

Regensburg.Es war ein durchaus bewegter Freitag für die Eisbären: Nachmittags vermeldete der Regensburger Eishockey-Oberligist eine Kooperation mit den Bayreuth Tigers aus der DEL 2, am Abend dann verbuchte das Team von Trainer Beppi Heiß in der Vorbereitung auf die am 29. September beginnende Saison einen souveränen 9:2 (3:0 3:1, 3:1)-Testspielsieg beim Bayernligisten EC Pfaffenhofen. Am Sonntag (18 Uhr) kommt es in der Donau-Arena zum Duell mit dem EHC Waldkraiburg.

„Hat uns bisher gefehlt“

Eine Kooperation hatte Eisbären-Geschäftsführer Stefan Liebergesell schon länger angekündigt, jetzt ist sie in trockenen Tüchern: Die Eisbären des EV Regensburg arbeiten ab sofort mit dem DEL-2-Team der Bayreuth Tigers zusammen, die am vergangenen Wochenende noch in zwei Testspielen (2:1 und 3:5) Gegner in der Vorbereitung gewesen waren. „Unser erster Gedanke ist, dass junge Spieler jetzt auch die Möglichkeit haben, auf Zweitliga-Niveau zu trainieren“, erklärte Liebergesell den Hintergrund. „Das hat uns bisher gefehlt.“

Erster Ausdruck der neuen Zusammenarbeit ist, dass mit dem 16-jährigen Maximilian Ledutke ein junger Regensburger Torwart aus dem EVR-Team in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) als dritter Torwart für Bayreuth lizenziert worden ist. Ansonsten stehen die Förderlizenz-Spieler, die im ältestmöglichen Fall aus dem Jahrgang 1994 kommen, nach oben und unten noch nicht fest. Auch der gerade vom EVR nach Bayreuther gewechselte Yannick Drews ist ein Kandidat. „Die Förderlizenzanträge werden erst nächste Woche unterschrieben“, sagt Liebergesell. „Ich gehe davon aus, dass vier Bayreuther und fünf, sechs Regensburger auf der Liste stehen.“

Nach den zuletzt mäßig erfolgreichen Kooperationen mit dem SC Riessersee in der vergangenen Spielzeit und der davor noch mäßigeren Dreier-Zusammenarbeit mit Ingolstadt und Landshut ist Stefan Liebergesell diesmal zuversichtlich. „Erstens, weil sich die Trainer Beppi Heiß und Sergej Waßmiller aus mehreren Trainerlehrgängen sehr gut kennen“, sagt Liebergesell. „Außerdem habe ich seit drei Jahren mit Team-Manager Dietmar Habnitt ein gutes Verhältnis und auch einen guten Draht zu den Geschäftsführern Margrit und Matthias Wendel. Die Gespräche waren immer offen und ehrlich. Ich denke, das ist eine runde Geschichte.“ Bayreuth hatte zuletzt mit dem Regensburger Oberpfalz-Rivalen EV Weiden kooperiert.

„Wir haben uns bewusst für die Eisbären Regensburg entschieden. Sie betreiben seit vielen Jahren eine klasse Nachwuchsarbeit und haben eine DNL-Mannschaft. Zudem haben sie junge und hungrige Neuverpflichtungen getätigt, die gegebenenfalls infrage kommen, bei uns mit zu trainieren und eventuell Einsätze zu bekommen“, begründete Dietmar Habnitt die Zusammenarbeit in der Presseerklärung. „Wir planen nicht fest damit. Das ist nur ein Zubrot“, sagt Liebergesell. „Vielleicht fällt ja für uns einer der jüngeren Spieler mal ab, wenn Bayreuth Spieler aus Nürnberg dabei hat.“

Ein Klassenunterschied

Beim Test in Pfaffenhofen stand zunächst die offizielle Verabschiedung von Stefan Huber im Mittelpunkt. Die mitgereisten Fans versüßten ihm mit großem Applaus den Abschied zum EC – nach 449 Spielen für die Regensburger seit 2005. Pfaffenhofen wiederum verabschiedete den Ex-Regensburger Patrick Landstorfer.

Nach dem Anpfiff ging’s dann schnörkellos zur Sache. Felix Schwarz visierte gleich mal den Pfosten an, Kapitän Peter Flache tat’s später ebenfalls – und zwischendurch traf Jakub Felsoci zur Eisbären-Führung. Philipp Hähl im Kasten der Ice Hogs hatte alle Hände voll zu tun, war beim zweiten Treffer durch Nikola Gajovsky aber erneut machtlos. Alexander Eckl legte Benjamin Kronawitter dann die 3:0-Drittelführung auf. Wenn die Eisbären das Tempo anzogen und Konsequenz im Abschluss zeigten, war der Klassenunterschied unübersehbar.

Das blieb im zweiten Drittel so, auch wenn Regensburg zunächst einen Gang zurückschaltete und weniger Chancen herausspielte. David Felsoci traf den Pfosten, ehe Arnoldas Bosas und Yannik Baier das Resultat auf 5:0 schraubten. Steven Maier, der kurz mal in Regensburg vorgespielt hatte, verhalf Pfaffenhofen zum ersten Erfolgserlebnis. Das 6:1 zur zweiten Pause markierte David Felsoci.

Das Scheibenschießen rundeten im letzten Drittel die Tore von Philipp Vogel, Baier und David Felsoci ab. Thomas Bauer erzielte das zweite Tor für den EC, der sich glücklich schätzen durfte, dass es nicht zweistellig wurde.

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