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Eisbären
Mittwoch, 22. November 2017 10° 3

Eishockey

Eisbären legen einen Topstart aufs Eis

Zwei Tore von Arnoldas Bosas und ein Treffer von Jason Pinizzotto bringen einen Regensburger 3:1-Erfolg in Landshut.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Arnoldas Bosas (links) und seine Teamkollegen lassen gegen die Landshuter und den Ex-Regensburger Billy Trew nichts anbrennen. Foto: Fölsner

Regensburg. LANDSHUT. Perfekter Start für die Eisbären des EV Regensburg in die neue Saison: 3093 Zuschauer sahen, wie das Team von Trainer Beppi Heiß im letzten Drittel ein 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) herausschoss und nun am Sonntag (18 Uhr) als klarer Favorit im ersten Heimspiel in der Donau-Arena gegen den Aufsteiger TEV Miesbach noch weiter nachlegen kann.

Vor dem Spiel zeigte sich die U 10 der Landshuter auf dem Eis – mit dem einst zu seinem Karriereende in Regensburg gefeierten Torhüter Martin Cinibulk als Coach. Und der nach langer Krankheit mit 70 Jahren verstorbene Bronze-Held von 1976, Lorenz Funk, wurde mit einer Schweigeminute gewürdigt. Dann ging es los: Wer würde die Nervosität als Erster ablegen? In einem Auftaktspiel sicher keine unberechtigte Frage. Intensiv begann die Partie auf alle Fälle – und körperbetont. Nach 282 Sekunden gerieten sich der Landshuter Nikolaus Meier und Eisbär Yannik Baier in die Haare und wanderten beide auf die Strafbank. Zehn Sekunden später befehdeten sich EVR-Kapitän Peter Flache und EVL-Verteidiger Jackson Kuhn unbestraft. Und als bei vier gegen vier ein bisschen mehr Platz war als sonst, hätten die Regensburger das um ein Haar auch genutzt: Arnoldas Bosas zog ab, Landshuts Schlussmann Max Englbrecht ließ prallen und Nikola Gajovsky traf den Pfosten (7.).

Ein bisschen mehr als zehn Minuten waren gespielt, als sich eine noch größere Gelegenheit auftat: Neben Meier musste auch Max Hofbauer auf die Strafbank. Die 120 Sekunden mit zwei Mann mehr wollten die Gäste unbedingt nutzen. Eisbären-Coach Beppi Heiß ließ Tomas Gulda, Bosas, Gajovsky, Flache und Jason Pinizzotto die komplette Überzahlzeit auf dem Eis. Freilich sprang nicht mehr heraus als der Lattenschuss von Bosas nach 45 Sekunden. Und auch Sebastian Alt brachte den Puck bei einer weiteren Landshuter Strafzeit nicht an Englbrecht vorbei über die Linie (15.).

Landshuts Tor deutet sich an

Dafür hätte beinahe in der Schlussminute ein Schlenzer des kanadischen EVL-Verteidigers Devon Krogh den Weg ins Tor gefunden: Eisbären-Torwart Peter Holmgren brachte gerade noch den Schoner an den Puck. Drittel zwei war weniger schön anzuschauen. Kombinationen waren wenige zu sehen, beidseitiges Stocher-Eishockey war das Motto – mit Chancen-Vorteilen für Landshut. Der im ersten Drittel noch weniger sichtbare David Wrigley zum Beispiel trat in Erscheinung, als der EVR die Scheibe nicht aus seinem Drittel brachte (23.). Jackson Kuhn bekam eine Gelegenheit, als ihm der Puck vor die Füße fiel (31.), Krogh fuhr ums Tor und prüfte Holmgren (32.) und auch Youngster Alexander Ehl verpasste knapp (33.).

Die Aufzählung zeigt: Das 1:0 deutete sich an. Und als Pinizzotto sich zwei Strafminuten einfing, war es nach 41 Sekunden soweit: Gajovsky versäumte zweimal, die Scheibe aus dem Drittel zu spielen – und David Wrigley wuchtete die Scheibe zum ersten Tor des Spiels an Holmgren vorbei ins Netz (35:21). Bis zur Antwort dauerte es freilich keine 60 Sekunden: Ebenfalls in Überzahl, weil Hofbauer in der Kühlbox saß, erzielte der Litauer Bosas nach feinem Diagonalpass von Gajovsky in seinem ersten Oberliga-Spiel auch gleich sein erstes Oberliga-Tor. Die Regensburger hatten dafür nur 18 Sekunden Überzahl gebraucht – und überstanden auch 80 Sekunden mit zwei Mann weniger auf dem Eis zum Drittelende.

Das Spiel hatte auch spielerisch wieder Fahrt aufgenommen. Und Yannik Baier die Führung auf dem Schläger: Nach einem schnellen Gegenzug war er an Englbrecht fast schon vorbei – und wurde vom Pfosten gestoppt (42.). Auf der anderen Seite rettete Holmgren gegen Reiter (44.).

Die EVR-Duos schlagen zu

Und dann schossen sich die Eisbären innerhalb von 130 Sekunden mit zwei schön herausgespielten Treffern auf die Siegerstraße. Erst spielte Bosas beim 2:1 Doppelpass mit Gajovsky (46.). Dann fand Flaches Pass vor dem Tor Pinizzoto zur Direktabnahme – 3:1 (48.). Und wäre bei Bosas der Pfosten nicht im Weg gestanden, hätte es sogar noch mehr sein können. Die Regensburger überstanden auch noch zwei weitere Unterzahlspiele und die rund 800 mitgereisten Fans feierten bei eigener Überzahl drei Minuten vor dem Ende ihren „Derbysieger“ und nach einer bemerkenswerten Leistung den ersten Sieg der Saison 2017/18.

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