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Donnerstag, 23. November 2017 10° 4

Eishockey

Eisbären sind gegen Löwen in Torlaune

Die Regensburger nehmen nach einem torlosen ersten Drittel enorm Fahrt auf. Am Ende steht es 10:0 gegen Waldkraiburg.
Von Heinz Gläser, MZ

Die Eisbären (schwarze Trikots) überrannten Waldkraiburg. Foto: Nickl

Regensburg.Unangenehm: Dieses Etikett haftete dem Gegner EHC Waldkraiburg vor dem Duell mit den Regensburger Eisbären an. Doch die Hausherren ließen am Sonntagabend gegen den Tabellenvorletzten der Eishockey-Oberliga Süd nach etwas Anlaufzeit keinerlei Zweifel am Sieger aufkommen. Mit 10:0 (0:0, 5:0, 5:0) fegte die Mannschaft von Trainer Beppi Heiß die überforderten Oberbayern vom Eis und zeigte sich dabei vor 1679 Zuschauern in der Donau-Arena nach der schmerzhaften, weil vermeidbaren 2:4-Pleite am Freitag bei den Starbulls Rosenheim, gut erholt.

Feine Kombination

Künstlerisch wertvoll war der Beitrag bei der größten Chance der Eisbären im ersten Abschnitt. Nikola Gajovsky tanzte am Ende einer feinen Kombination der ersten Sturmreihe mit einer kleinen Pirouette auch noch Löwen-Goalie Korbinian Sertl aus, setzte allerdings den Puck ans Gestänge. Der schönen Aktion in der 7. Minute blieb der krönende Abschluss versagt. Das galt auch für weitere Möglichkeiten der Regensburger, die sich vom ersten Bully weg eine Dominanz erspielten. Alexander Eckl, Jason Pinizzotto und Benjamin Kronawitter hatten jeweils die Führung auf dem Schläger, scheiterten jedoch an Sertl oder verzogen knapp. Das galt auch und besonders für Franz Mangold, der sich durchtankte, bei dessen Schuss jedoch Millimeter fehlten (14.).

Waldkraiburg zeigte sich derweil selten offensiv, war dann aber durchaus gefährlich. Nach einem Getümmel vor seinem Kasten und einer Chance von Kenneth Neil schnappte sich letztlich Peter Holmgren, der erneut das Eisbären-Tor hütete, die Scheibe. Eine erste Überzahl nach einer Strafzeit gegen EHC-Verteidiger Christian Ettwein ließen die Regensburger anschließend verstreichen, ohne große Initiative im Powerplay zu entwickeln. So zierte beiderseits nach dem ersten Drittel eine Null die Anzeigetafel.

Ein erster Warnschuss

Waldkraiburg hatte am Freitag mit dem 5:3 gegen das Schlusslicht Miesbach am siebten Spieltag den zweiten Sieg eingefahren. Und kurzzeitig übernahm das Team von Trainer Sergej Hatkevitch nun sogar das Kommando. Michael Trox gab einen ersten Warnschuss ab, und als dann Holmgren bei einer verunglückten Klärungsaktion Thomas Rott die Scheibe servierte, traf der Waldkraiburger das Außennetz.

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Erst zwei plus zehn Strafminuten gegen Tobias Thalhammer, nach dessen Check Jakub Felsoci behandelt werden musste, brachten die bis dahin etwas lethargisch auftretenden Eisbären wieder entscheidend ins Spiel. In Überzahl gelang Routinier Pinizzotto die Führung, die Franz Mangold mit einem Geschoss in den oberen rechten Torwinkel umgehend auf 2:0 ausbaute.

Klare Verhältnisse

Eben noch das Opfer eines unerlaubten Checks, kassierte Jakub Felsoci selbst zwei plus zehn Minuten Strafzeit für einen übertriebenen Körpereinsatz. Mehr Platz auf dem Eis kam aber in diesem Fall vor allem den Eisbären zugute, die durch Kronawitter und Arnoldas Bosas bei Kontern dem 3:0 näher waren als die Löwen dem Anschlusstreffer. Die Schützlinge von Beppi Heiß waren nun erkennbar darauf aus, frühzeitig klare Verhältnisse zu schaffen. Sebastian Alt hielt die Kelle hin und staubte zum dritten Treffer der Hausherren ab, Mangold nahm nur 27 Sekunden später abermals Maß. Der Puck schlug hinter dem nun sichtlich frustrierten Sertl zum vierten Eisbären-Treffer ein.

Auch Waldkraiburgs Goalie konnte die Eisbären nicht stoppen. Foto: Nickl

Die bislang selten vom Glück verfolgte dritte Regensburger Reihe mit Mangold und Yannik Baier schoss sich an diesem Sonntag einiges von der Seele. Waldkraiburg kam kaum mehr dazu, für Entlastung zu sorgen. Tomas Gulda schraubte das Resultat mit einem Schlagschuss auf 5:0.

Ein katastrophaler Fehlpass der Löwen leitete das Schlussdrittel ein. Der Litauer Bosas nahm das Präsent dankend an und verlud beim sechsten Tor Fabian Birk, der nun statt Sertl im Tor stand. Der Rest war sonntägliches Schaulaufen. Eisbären-Kapitän Peter Flache, Sturmpartner Pinizzotto, Nikola Gajovsky und Korbinian Schütz beschlossen gegen demoralisierte Gäste den Torreigen. In den Schlussminuten fehlte dem Heiß-Team bisweilen die Konsequenz im Abschluss. sonst wäre sogar ein noch höherer Sieg drin gewesen. Am kommernden Wochenende stehen für die Eisbären zwei Duelle mit dem stark in diese Saison gestarteten EC Peitig auf dem Programm, am Freitag zunächst auswärts.

In unserem Liveticker können Sie nochmals das Spiel verfolgen:

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