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Eisbären
Dienstag, 12. Dezember 2017 5

Eishockey

Eisbären treffen auf ihre Filiale

Ab sofort haben die Regensburger Testspiele einen anderen Charakter. Am Sonntag kommt dann Klassenkollege Waldkraiburg.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Eines der der beiden fixen Duos bleiben Jason Pinizzotto (links) und Kapitän Peter Flache. Foto: Nickl

Regensburg.Viermal testen die Eisbären des EV Regensburg noch, bis die neue Saison in der Eishockey-Oberliga am 29. September in Landshut beginnt – und der Spielcharakter ist nach den Vergleichen gegen höherklassige Konkurrenz ab sofort ein komplett anderer. Am gravierendsten am Freitag Abend (20 Uhr) in Pfaffenhofen: Für den Bayernligisten, der am vergangenen Freitag das erste Mal aufs Eis ging und am 6. Oktober in Peißenberg die Spielzeit beginnt, ist es das allererste Vorbereitungsspiel. Und ein besonderes: Die Gastgeber verabschieden mit Patrick Landstorfer einen Verteidiger offiziell, der 2012 aus Regensburg kam und 2005/06 bei den alten Eisbären seine Senioren-Laufbahn begonnen hatte.

Seither wurde Pfaffenhofen mehr und mehr zu einer Filiale, zu einer Art Ableger der Regensburger: In den vergangenen drei Spielzeiten hatten stets acht oder neun Mann aus dem Kader der Icehogs EVR-Bezug. „Das ist natürlich kein Zufall“, sagt Abteilungsleiter Alexander Dost, der nach Andreas Pielmeier und Michael Welter im vergangenen Sommer diesmal Stefan Huber und zuallerletzt auch Probe-Eisbär Steven Maier an die Ilm lotste. „Wir haben kein Rieseneinzugsgebiet. Neben Ingolstadt ist auch Regensburg Nachbarschaft für uns. Wenn dort Spieler nicht mehr gebraucht werden, sind sie immer eine Option für uns.“

Wenige direkte Duelle, viele Ehemalige

  • Die letzten Duelle:

  • Gegen Pfaffenhofen spielte Regensburg zuletzt in der Bayernliga 2009/10 Eishockey: Damals gewann der EV Regensburg zwei Spiele (4:3 zuhause, 9:4 auswärts), verlor aber auch zweimal (4:5 zuhause, 2:5 auswärts). In der damals dritthöchste Klasse, der 2. Liga Süd, hatte der EVR 1997/98 zweimal klar gewonnen (11:5 und 8:3).

  • Größter:

  • Pfaffenhofen verzeichnete 1993 übrigens einen seiner größten Vereinserfolge gegen den EVR. In den Spielen um die bayerische Meisterschaft holten sich die Oberbayern mit 9:7 und 3:3 den Titel.

  • Viele EVR-Ehemalige

  • Im Kader 2017/18 sind es acht: Als letzte Neuzugänge kamen Stefan Huber und Eisbären-Tryout-Mann Steven Maier. Schon im Vorjahr waren Andreas Pielmeier, Michael Welter und Torhüter Philipp Hähl nach Pfaffenhofen gewechselt. Mit Thomas Bauer, Matthias Hofbeuer und Luis Seibert hat noch ein Trio EVR-Vergangenheit. Weitere ehemalige EVRler seit 2011 waren Patrick Landstorfer, Karol Drienovsky, Andreas Tahedl, Mario Dörfler, Kevin Ihle, Robin Nerb, Bogdan Selea, Manuel Hanisch, Felix Berger, Jan Helmrath und Eric Dylla.

  • Andere Richtung:

  • Erst in Pfaffenhofen und dann in Regensburg spielten Svatopluk Merka – und in dieser Saison neu David Felsoci.

Bayernliga ist das Maximum

Für Pfaffenhofen ist die Bayernliga das Höchste der Gefühle. „In den vergangenen vier Jahren waren wir immer in der Relegation“, sagt der 36-jährige Dost, der vor fünf Jahren über seinen Sohn zum Eishockey kam. „Und heuer wird es mit dem niedrigsten Budget noch einmal schwieriger. Wir sind zwar schon seit der Gründung mit dabei, aber mit unserem halboffenen Stadion ist das auch das Maximum.“

Gegen Regensburg hofft Dost auf ein „schönes Erlebnis“ und eine schöne Kulisse: „400 Zuschauer plus x würde ich mir wünschen“, sagt er und hofft auch auf etliche Regensburger. Zumal es aus EVR-Sicht auch eine Art „Abschiedsspiel“ für Stefan Huber ist, der nach stolzen 449 Spielen für die erste Mannschaft seit 2005 seinen Platz im Kader räumen musste. „Für uns ist er nicht nur ein Teamspieler, sondern ein absoluter Leader. Es ist vorbildlich, wie er die Sache hier angeht“, sagt Dost nach den ersten Eindrücken von einem Wochenend-Trainingslager und acht Einheiten. „Das Ergebnis ist zweitrangig. Wir werden klar unterlegen sein, geben aber alles.“

Stefan Huber musste nach 449 Spielen die Eisbären verlassen und ist in Pfaffenhofen als Leistungsträger fest eingeplant. Foto: Nickl

„Das Heft in die Hand nehmen“

Eisbären-Coach Beppi Heiß wird sein Team an diesem Wochenende nach den fünf Vergleichen mit Zweitligisten und den daraus gewonnenen positiven Eindrücken mit neuer Maßgabe ins Spiel schicken. „Wir wollen das Tempo und die Richtung bestimmen. Es gilt, das Heft in die Hand zu nehmen“, fordert Heiß für den Freitag wie für den Sonntag. „Klar werden wir mehr in der Offensive sein. Aber ich erwarte auch, dass die Verteidiger ihren Job machen.“

Der zuletzt pausierende Kevin Schmitt soll genauso wie Leopold Tausch („Er ist im Heimspiel gegen Bayreuth blöd in die Bande gefallen“) mit von der Partie sein, wenn Beppi seine Formationen erneut leicht verändert. „Nichts Großartiges, aber wir werden wieder ein bissl umstellen“, sagt Heiß und fand die Veränderungen des vergangenen Wochenendes „nicht negativ“. Der Trainer kündigt für die folgende Woche mit den Generalproben in Deggendorf und Waldkraiburg am 23. und 24. September dann das Ergebnis der gewonnenen Erkenntnisse und Stammformationen an.

Auch bei den Torhütern will Beppi Heiß mit Jakub Urbisch und Peter Holmgren beide zum Einsatz bringen: „Kann sein, dass Jakub am Freitag und Peter am Sonntag spielt.“ Fix bleiben also derweil nur die vierte Reihe mit den Felsoci-Brüdern und die beiden Duos mit Nikola Gajovsky und Arnoldas Bosas sowie Kapitän Peter Flache und Jason Pinizzotto.

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