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EVR-Nachrichten
Freitag, 28. April 2017 6

Niederlage in Schwenningen? Das ist nicht so tragisch

Erich Kühnhackl trotz des 2:4 zufrieden / Daniel Körber fällt aus

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

REGENSBURG. Eisbären sind ein wenig tapsig: Die echten aus der Polargegend genauso wie die Eishockeyspieler vom EV Regensburg, die sie zum Wappentier genommen haben. Jedesmal, wenn selbige Eisbären also zum Sprung unter die Top Drei in der 2. Bundesliga ansetzen, gibts eine auf den Deckel. Diesmal kürte sich Gegner Schwenningen durch das 4:2 über die Regensburger Gäste zum neuen Spitzenreiter. Ein 3:0 im Schlussdrittel verdarb Trainer Erich Kühnhackl und Co. die Chance auf die Revanche für die Heimniederlage im Hinspiel. Doch soweit einer wie Kühnhackl mit einer Niederlage zufrieden sein kann, wars der Coach: Ich habe lange kein Spiel mehr mit so hoher Intensität erlebt. Da war alles drin. Wir haben uns über 60 Minuten sehr gut präsentiert, und ich kann vom Torwart bis zum letzten Stürmer über keinen etwas Schlechtes sagen. Nicht einmal über den Busfahrer: Wir waren schnell wieder daheim. Mark Cavallin bekam ein Sonderlob: Er hat überragend gehalten.

Für Kühnhacklsche Verhältnisse klingt soviel Lob fast überschwänglich. Es waren also die Kleinigkeiten, die solche Partien entscheiden. Kleinigkeiten wie diese Auswahl, die Kühnhackl aber nicht zu Ausreden machen will. Da war die Härte im Spiel. Schwenningen ist sehr robust aufgetreten. Ich habe mir das Video geben lassen. Da waren zum Schluss Fouls dabei, vor allem gegen Jason Miller, die waren haarsträubend. Oder das: Wenns so eng ist, fehlt der sechste Kontingentspieler halt doch. Oder der Faktor Fitness: Wenns hart auf hart geht, kennt man auch einem Peter Gulda eine wochenlange Pause eben an.

Ein wenig Pause wird auch Daniel Körber machen müssen. Er zog sich eine tiefe Schnittwunde am Oberarm zu, die noch vor Ort im Klinikum genäht werden musste. Auch Muskel wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Das hat nicht gut ausgesehen. Aber er kann alle Finger bewegen. Der Arzt hat gestern jedoch drei Wochen Ausfallzeit schon für möglich gehalten, sagt Kühnhackl.

Sonst hatte er keinen Grund zu klagen. Landshut, Duisburg, Weißwasser, Straubing die waren alle schon ganz oben in der Tabelle. Auf die Konstanz wird es ankommen und wir haben gesehen, dass wir auch da mithalten können. Also gelingt er doch irgendwann der Sprung in vorderste Regionen? Die Mannschaft hat das Potenzial dazu und arbeitet hart dafür. Wenn man ein Spiel wie das in Schwenningen verliert, dann ist das nicht so tragisch.

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