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Montag, 11. Dezember 2017 7

Eishockey

Eisbären: Baier erwartet mehr von sich

Der Stürmer bittet um Geduld: Die Saison ist ja noch lang. Und der 25-Jährige sagt: Scorerpunkte sind nicht alles.
Von Heinz Gläser, MZ

So war es häufig in der Anfangsphase der Saison: Yannik Baier fehlt in aussichtsreicher Position das Quäntchen Glück. Fotos: Nickl

Regensburg.Herr Baier, steckt der Mannschaft noch das 1:5 in Selb noch in den Knochen?

Nein. Selb hängt uns nicht nach. Wir wissen genau, an welchen Dingen wir arbeiten müssen, damit wir uns wieder verbessern.

Und was ist konkret zu tun?

Die Niederlage in Selb hätte meiner Meinung nach nicht so hoch ausfallen müssen, wenn wir unsere Chancen genutzt hätten. Das haben wir an diesem Tag nicht gemacht, Selb schon. Dazu hat Selb unsere Fehler konsequent bestraft. Es gibt so Tage.

Chancenverwertung schön und gut, aber sind über die bisherige Saison gesehen nicht vor allem die Unzulänglichkeiten in der Abwehr das Eisbären-Manko?

Vor allem müssen wir über 60 Minuten konsequent den Spielplan umsetzen, den wir uns vorgenommen haben – und den uns der Trainer vorgibt. Natürlich ist das auch eine Sache der Konzentration. Aber im Eishockey wird’s immer Fehler geben, die passieren einfach. Also geht es darum, diese Fehler zu minimieren.

Sie sind einer der vielen Neuen im Team. Ist die Mannschaft schon eine Einheit?

Als Team sind wir super zusammengewachsen, die Jungs passen super zusammen. Da fehlt sich gar nix! Auf dem Eis gilt natürlich: Je länger du zusammenspielst, desto besser klappt es. Selb ist dafür ein Paradebeispiel. Dort sind viele noch dabei, gegen die ich damals (bis 2013/d. Red.) mit Füssen in der Oberliga gespielt habe. Aber ich denke, wir sind auf einem sehr guten Weg und versuchen, uns Tag für Tag zu verbessern. Das geht nicht von heute auf morgen. Die Saison ist ja noch lang.

Yannik Baier

Sie haben zu Saisonbeginn mit Franz Mangold und Leopold Tausch die „bayerische Reihe“ gebildet. Jetzt fehlen Mangold und Tausch verletzungsbedingt. Ärgerlich, weil es gerade zu flutschen begann?

Es stimmt, wir hatten am Anfang der Saison eine Phase, in der es nicht so lief – wieso auch immer. Dann klappte es besser. Eine Verletzung kommt immer zum falschen Zeitpunkt, aber beim Franz war’s doppelt unglücklich. Er kam grad so richtig rein. Aber Verletzungen muss man einkalkulieren. Wir spielen ein System, und in diesem System ist es letztlich wurscht, wer mit wem zusammenspielt. Wir haben drei Superreihen, auch die vierte macht’s richtig gut.

Wie fühlen Sie sich in der neuen Rolle in der zweiten Reihe?

Dass ich jetzt Mittelstürmer spiele, ist für mich kein Problem. Mir war von vorneherein klar, dass ich, wenn ich gebraucht werde, auf der Position einspringe. Den Rest wird man sehen. Wenn alle Verletzten zurückkommen, können wir die Last wieder gleichmäßiger verteilen.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Trainer Beppi Heiß?

Ich kann nur Positives über ihn sagen. Er stellt uns immer top ein.

Nach der anfangs mageren Ausbeute gab’s Kritik an der dritten Reihe und speziell an Ihnen. Wie gehen Sie damit um?

Ich bin ehrlich gesagt keiner, der eifrig Fanforen liest. Uns war klar, dass es zu Beginn nicht wie gewünscht gelaufen ist. Aber das weiß jeder selbst – und erwartet auch entsprechend mehr von sich. Natürlich hab’ bis jetzt nicht so viele Tore geschossen, wie ich von mir erwarte. Aber das wird kommen.

Macht man sich da zu viel Druck?

Wir waren immer überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Wir wussten: Das passt, das kommt schon noch. Aber ich gebe zu, dass ich sehr erleichtert war, als mir endlich das erste Tor gelungen ist. Die Vorbereitung war ja für mich gut gelaufen. Aber auf einmal war’s wie abgerissen. Der Oktober war ein verflixter Monat.

Fühlen sie sich falsch beurteilt, wenn man Sie rein an der Scorerliste misst?

Ich finde, man sollte generell nicht immer nur auf die Scorerpunkte schauen. Wenn ein Spieler darüber die Mannschaft vergisst, wird das nie von Erfolg gekrönt sein. Du brauchst in einer erfolgreichen Mannschaft alle möglichen Spielertypen – auch welche, die hart fürs Team arbeiten.

Sie studieren „International Management“ in Ansbach. Lässt sich das gut mit dem Eishockey vereinbaren?

Ich stehe vor dem Abschluss und konzentriere mich jetzt auf meine Bachelorarbeit. Vor einem Monat hatte ich meinen letzten Kurs, da musste ich mal drei Tage nach Ansbach pendeln. Aber ansonsten lässt sich viel im Fernstudium von zu Hause bewältigen.

Apropos zu Hause: Haben Sie sich in Regensburg gut eingelebt?

Es ist wunderschön hier. Ich wohne in der Stadt und bin mittendrin.

Memmingen und Landshut sind die Gegner am Wochenende. Was erwarten Sie?

Gegen Landshut sind’s durch die Nähe besondere Spiele. Das ist Extra-Motivation. Memmingen ist als Aufsteiger schwer einzuschätzen.

Eventuell ist wieder Geduld gefragt: Lesen Sie hier die Vorschau auf die Partie der Eisbären gegen Memmingen.

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