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Eishockey

Eisbären verpflichten Leopold Tausch

Regensburger Oberligist holt den Stürmer aus Rosenheim. Trainer Heiß verspürt in puncto Personalplanung „keinerlei Druck“.
Von Heinz Gläser, MZ

Richtet sich auf ein längeres Engagement in Regensburg ein: Leopold Tausch (links; hier im Trikot der Starbulls Rosenheim gegen die Löwen Frankfurt) Foto: Eibner

Regensburg.Das muntere Kommen und Gehen bei den Eisbären dauert an. Mit dem gebürtigen Nürnberger Leopold Tausch präsentierte der Eishockey-Oberligist am Freitag einen weiteren Neuzugang. Der Stürmer stößt von den Starbulls aus Rosenheim, wo er seit 2010 spielte, zu den Regensburgern. Tausch, der einen ligenunabhängigen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, bringt die Erfahrung aus insgesamt 189 Einsätzen in der DEL2 und 140 Spielen in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) mit. In der vergangenen Saison standen in 60 Spielen 13 Scorerpunkte (sechs Tore, sieben Assists) für den 24-Jährigen zu Buche. Tausch bestritt in der Saison 2008/09 sieben Spiele für den EVR in der Jugend-Bundesliga. Er wird bei den Eisbären die Rückennummer 18 tragen.

Lesen Sie hier ein Interview mit Leopold Tausch.

Leopold Tausch schließt im Juli seine Ausbildung zum Physiotherapeuten ab und will sich an der Donau beruflich ein zweites Standbein aufbauen. Er passt damit perfekt ins Beuteschema des neuen Eisbären-Trainers Beppi Heiß. Tausch sei ein „absoluter Teamplayer mit Perspektive“, lobt Heiß, der am Dienstag seinen 54. Geburtstag feierte. „Wir hatten Leopold nicht direkt auf dem Schirm. Der Kontakt kam über seinen Agenten Günter Oswald zustande. Wir haben uns dann erkundigt und nur Gutes gehört. Sein ehemaliger Trainer Franz Steer (jetzt Dresdner Eislöwen/d. Red.) hat ihn uns wärmstens empfohlen und gesagt: Mit dem könnt ihr nichts falsch machen“, informiert Eisbären-Geschäftsführer Stefan Liebergesell.

Die Chemie stimmt

Da auch im Gespräch von Tausch mit Heiß die Chemie stimmte, wurden sich beide Seiten handelseinig. Auf diese persönliche Ebene legt der Ex-Nationalspieler sehr großen Wert: „Dass ein Spieler auch menschlich zu uns passt, ist für uns mit das Wichtigste“, unterstreicht Beppi Heiß und fügt mit Blick auf die vielen Eisbären-Abgänge hinzu: „Wir wollen schließlich eine ganz neue, richtige Mannschaft aufbauen. Das muss erst zusammenwachsen und braucht auch ein wenig Zeit. Und wir brauchen im Team auch Indianer, nicht nur Häuptlinge.“

Hier finden Sie einen Überblick über den aktuellen Eisbären-Kader.

Insofern ist es ganz nach dem Geschmack von Heiß, dass Leopold Tausch über den Schritt zurück von der DEL2 in die Oberliga perspektivisch wieder in höhere Eishockey-Gefilde streben will: „Wir brauchen Leute, die mehr als ein Jahr bei uns bleiben.“ Zudem preisen der Eisbären-Coach und Liebergesell unisono die Schnelligkeit des Neuzugangs. „Das ist das Eishockey, das wir spielen möchten“, sagt Heiß. „Er tut uns ganz gut, der Kerl“, meint Stefan Liebergesell.

Trotz des Rumorens, das die Flut der Abgänge zwischenzeitlich im Umfeld der Eisbären ausgelöst hatte, bleiben der Geschäftsführer und sein Trainer demonstrativ gelassen. „Wir sind sehr, sehr gut im Zeitplan“, versichert Liebergesell. Zwischen ihm und Heiß glühen täglich die Telefondrähte. Akuten Handlungsbedarf sehen die Eisbären-Verantwortlichen noch auf zwei Positionen. Gesucht werden ein Ausländer für den Sturm und ein Verteidiger. Heiß verspürt dabei „keinerlei Druck“, wie er sagt. „Wir sondieren den Markt. Derzeit ist unheimlich viel in Bewegung. Täglich melden sich Spielerberater, wir führen jede Menge Telefonate. Aber wir können beruhigt abwarten. Bis auf die zwei Positionen steht unser Kader im Großen und Ganzen“, sagt Heiß, schränkt aber im gleichen Atemzug ein: „Natürlich kann über Nacht viel passieren. Wir dachten, die Personalie Benedikt Böhm sei in trockenen Tüchern. Aber das zeigt, dass wirklich erst die Tinte unter dem Vertrag getrocknet sein muss.“

Den Schwung mitnehmen

Das aktuelle Eisbären-Personaltableau liest sich demnach so: Peter Holmgren, Jakub Urbisch, Jonas Leserer (Tor), Sebastian Wolsch, Tomas Gulda, Xaver Tippmann, Korbinian Schütz, Kevin Schmitt (Abwehr), Jason Pinizzotto, Peter Flache, Benjamin Kronawitter, Yannik Baier, Nikola Gajovsky, Lukas Heger und Leopold Tausch (Sturm).

Auch das Testspiel-Programm der Eisbären steht. Sie finden es hier.

Beppi Heiß nimmt derweil erfreut zur Kenntnis, dass die Regensburger Fans ihrem Klub einen Vertrauensvorschuss für die neue Saison spendieren. 706 Tickets (Stand: 16. Juni) haben die Eisbären laut Dauerkarten-Counter auf ihrer Homepage bereits an den Mann gebracht. „Für uns Verantwortliche ist das toll. Wir nehmen diese Begeisterung mit und möchten diesen Schwung auch auf die Mannschaft übertragen“, verspricht der Trainer. Ein Zuckerschlecken werde die neue Saison in der Oberliga aber gewiss nicht, warnt Heiß gleichzeitig. DEL2-Absteiger Rosenheim, Landshut, Selb: Er zählt die vermutlich härtesten Konkurrenten der Regensburger auf und nimmt Memmingen gleich mit auf diese Liste: „Was man so hört, geben die richtig Gas.“ Überhaupt solle man die Ziele für die Vorrunde nicht zu hoch stecken. „Unter die ersten vier“ strebt Heiß mit seiner Mannschaft, das hat er schon bei seiner Vorstellung Anfang Mai als Vorgabe formuliert.

Auf eine Vorhersage legt sich der Ex-Nationalspieler schon mal definitiv fest: „Wir stehen vor einer spannenden und enorm interessanten Saison.“

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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