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Oberliga

EVR: Die 3:0-Führung reicht nicht zum Sieg

Im zweiten Spiel der Playoffs setzt sich Peiting nach Verlängerung durch. Am Dienstag kann die Saison für den EVR zu Ende sein.
Von Claus-Dieter wotruba, MZ

Der EVR startete gut in das Spiel. Foto: Nickl

Regensburg. Willkommen in der Eishockey-Welt der Gegensätze des EV Regensburg! Am Freitag hatte das Team von Interimstrainer Martin Helmig gerade zehn Minuten mitgehalten und sich dann kampflos in ein 1:6-Schicksal beim EC Peiting ergeben. Am Sonntagabend rieben sich 1669 Zuschauer in der Donau-Arena die Augen, beklatschten erst eine 3:0-Führung, die aber nicht hielt noch in ein 3:4 (2:0, 1:0, 0:3) nach Verlängerung mündete. Das bedeutet, dass am Dienstag (19.30 Uhr) bei einem weiteren Peitinger Erfolg die Saison für den EVR beendet ist.

Dass es diesmal besser klappte, lag nicht am Personal, sondern vielmehr an der Einstellung des Teams. Seppi Menauer musste nach dem Aufwärmen mit erneuten Beschwerden an seinem gebrochenen Finger passen, Stefan Huber fehlte im Startaufgebot ebenfalls. Dafür sprangen Jan Helmrath und Michael Welter in die Bresche, Kevin Schmitt verteidigte mit Kapitän Martin Ancicka.

Und die geehrten John Sicinski und Martin Prochazka hatten nicht nur vor dem Spiel Grund zum Feiern. Schon nach 148 Sekunden erzielte der auf der EVR-Fans-Homepage als „Spieler des Monats Februar“ gewählte Sicinski das 1:0 auf Vorlage des Weltmeisters und Olympiasiegers aus Tschechien, der am Samstag 40 Jahre alt geworden war.

Es kam noch besser: Ein Peitinger Scheibenverlust im eigenen Drittel führte zum zweiten Tor, als Sicinski nach Abpraller von ECP-Keeper Florian Hechenrieder nur noch das leere Tor treffen musste. Und das war verdient! Mario Dörfler (5.), Thomas Daffner (8.) und Marcel Brandt nach schönem Solo von Kyle Schmidt (15.) hatten ebenfalls noch beste Gelegenheiten gehabt. Peiting schien ebenfalls verdattert, versuchte kurz zu Beginn des zweiten Abschnitts den Druck zu erhöhen. Doch dann fing Ancicka einen Pass in des Gegners Drittel ab, lockte Hechenrieder auf den Boden und vollendete zum 3:0 (27.).

Schmidt in Unterzahl hätte bei einem Break sogar weiter erhöhen können (30.) – und Prochazka (35. an den den Pfosten) und noch einmal Schmidt in zweifacher Überzahl (das Tor war wieder leer) hätten es sogar müssen. Andererseits verdiente sich der EVR mit Playoff-Kampfgeist auch Glück wie bei Anton Saal, als der Puck auf die Latte fiel (32.).

Dennoch hielt der Vorsprung nicht: Bei einem Konter erhielt sich der tadellose EVR-Torwart Jonas Leserer mit einer Glanzparade zunächst das Zu-Null, war wenig später aber gegen denselben Peitinger Angreifer machtlos (45.). Danach machten überflüssige Strafzeiten von Steven Maier und Andreas Pielmeier die mühevolle Arbeit zunichte, weil Florian Thomas und erneut Kreitl die Überzahl zum Ausgleich nutzten (54./58.).

Schreck in der Verlängerung, doch Saals Treffer galt nicht (63.), dann scheiterte Gordon Borberg (64.) und Sicinski hatte Pech als nach feinem Solo der Puck am Pfosten liegen blieb. Borbergs höchst umstrittener Treffer entschied die Partie. Schiedsrichter Lenhart ignorierte ein Torraum-Abseits, auch Diskussionen mit ihm änderten daran nichts mehr.

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