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Montag, 23. Oktober 2017 4

Eishockey

„Mister Zuverlässig“ bleibt beim EVR

Hart, aber fair: Auch Kevin Schmitt verlängert seinen Vertrag. Im Umbruch sieht er eine Chance für die Regensburger.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Solide, zuverlässig und bald mit noch einem Stück mehr Verantwortung im neuen EVR-Team: Kevin Schmitt Foto: Nickl

Regensburg.Der Nächste bitte: Mit Kevin Schmitt meldet Eishockey-Oberligist EV Regensburg den fünften Verteidiger im jetzt 13-köpfigen Aufgebot. Somit ist neben einigen Nachwuchsspielern nur noch die Zukunft von Schmitts Defensivkollegen Philipp Vogel und Stürmer Lukas Heger aus dem Vorjahreskader ungeklärt. „Der EVR war meine erste Wahl. Ich hätte auch andere Möglichkeiten gehabt, die ich aber nie richtig in Betracht gezogen habe“, sagt Schmitt, für den seit 2012 164 Spiele (7 Tore, 26 Vorlagen) in der ersten Mannschaft in der Statistik stehen. Derweil wurde bekannt, dass Vitali Stähle einen Klub gefunden hat und nach Weiden geht.

Der 23-jährige Schmitt hat sich in den drei Spielzeiten seit seiner Rückkehr vom eineinhalbjährigen Ausflug nach Weiden den Ruf des „Mister Zuverlässig“ erspielt, der stets mit vollstem Einsatz bei wenig Strafminuten – vergangene Saison waren es acht in 49 Spielen – zu Werke geht. „Da gehört auch immer Glück dazu, was der Schiedsrichter pfeift“, sagt Schmitt. „Ich spiele fair und trotzdem hart genug, glaube ich.“

Die aktuellen Kader in der Oberliga Süd

  • EV Landshut:

    13 Spieler (2 Torhüter, 4 Verteidiger , 7 Stürmer)

  • ERC Sonthofen:

    12 (3/5/4)

  • EV Lindau:

    15 (2/5/8)

  • Starbulls Rosenheim:

    19 (2/7/10)

  • Deggendorfer EC:

    17 (2/7/8)
    22 (2/6/14)

  • VER Selb:

    17 (2/6/9)

  • 1. EV Weiden:

    8 (1/4/3)

  • ECDC Memmingen:

    11 (2/4/5)

  • TEV Miesbach:

    9 (1/1/7)

  • EHC Waldkraiburg:

    5 (1/2/2)

Den Umbruch auf allen EVR-Ebenen von der Geschäftsführung mit Stefan Liebergesell über Trainer Beppi Heiß bis zum Kader sieht Kevin Schmitt als Chance. „Mit Stefan haben wir jemanden an der Hand, der das mit bestem Gewissen macht“, sagt Schmitt über den nur ein paar Monate älteren GmbH-Geschäftsführer. „Ich habe ihn kennengelernt als jemanden, der für Eishockey und den Verein hier lebt.“

Auch „das Comeback der Eisbären“ sieht Schmitt als „eine Identifikationsmöglichkeit. Das war die Zeit, die das Regensburger Eishockey geprägt hat. Ich habe das ja damals im Nachwuchs miterlebt“, sagt der gebürtige Amberger, der beständig pendelt und kurz vor Ende seines Umwelttechnik-Studiums steht. „ Im nächsten Frühjahr sollte ich fertig sein“, erklärt Schmitt. „Ich muss zwar die Master-Arbeit schreiben und meinen Ingenieurs-Job wie bisher weitermachen, aber heuer war die Überlegung nicht so groß wie sonst.“

Eine höherklassige Zukunft „habe ich für mich seit langem abgehakt. Das ist auch nicht mein Ziel“, sagt Schmitt. „Zweite Liga wäre mit dem, was ich tue, so nicht machbar.“ Persönlich hat sich Kevin Schmitt vorgenommen „noch mehr Verantwortung zu übernehmen“ – und auch offensiv noch ein Stück zuzulegen. „Das habe ich vergangene Saison schon verwirklicht. Mal schauen, wie es wird.“

Eine EVR-Teameinschätzung hält Kevin Schmitt für verfrüht. Nur so viel: „Wenn es soweit ist, müssen wir uns reinschmeißen und alles geben. Das Ziel sollte sein, in den Playoffs gut zu spielen und davor so aufzutreten, dass die Fans etwas zu sehen bekommen. Wir haben die vergangenen Jahre richtig was erreicht. Die Top vier sind immer ein Ziel, aber man kann auch als Achter ins Finale kommen. Und die Oberliga ist stärker als man denkt.“

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