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Eisbären
Mittwoch, 22. November 2017 10° 3

Eishockey

Richtig heiß aufs Derby-Wochenende

Bei den Blue Devils Weiden und im Erzrivalen-Vergleich gegen die Selber Wölfe geht es für die Eisbären zur Sache.
Von Dieter Krelle, MZ

Die dynamischen Antritte von Lukas Heger (rechts) werden den Eisbären mehrere Wochen fehlen. Foto: Nickl

Regensburg. Regensburg. Der Jubel des Eisbären-Anhangs nach dem 8:3 (2:0, 2:1, 4:2)-Heimsieg gegen die Lindau Islanders hätte ein völlig befreiter sein können. Sie wurde aber durch die Verletzung von Lukas Heger getrübt. Die Knieverletzung stellte sich im Ultraschall als Bänderdehnung heraus. Voraussichtlich muss Heger etwa vier Wochen pausieren, genaueres soll eine MRT-Untersuchung am Freitag ergeben.

Immerhin war es der Mannschaft zuvor gelungen, den Ausfall des gesperrten Torjägers Arnoldas Bosas wegen seiner Spieldauerstrafe bei der 4:7-Heimpleite gegen Peiting aufzufangen. Dies gelang über eine Steigerung der bisher nicht als torgefährlich aufgefallenen und in Überzahl erfolgreichen Akteure. Sechs Treffer gab es in Überzahl, meist von Lukas Heger und Franz Mangold (Heiß: „Ich freue mich, dass dieser Junge endlich seine Fähigkeiten ausspielt“) initiiert. Dazu kam ein fünffach punktender Verteidiger Sebastian Wolsch und ein sein Torkonto auf vier erhöhender Verteidigerkollege Sebastian Alt, die den Wirkungsgrad der zweiten Powerplay-Formation in unerwartete Bereiche schraubten.

Der Auftakt zur Englischen Woche, die heute das Oberpfalz-Derby bei den Blue Devils Weiden und am Sonntag den Klassiker gegen die Selber Wölfe bringt, war nicht zuletzt dank des Einsatzes von vier Angriffsreihen einigermaßen kräftesparend erledigt. „Wir sind dem Regensburger Überzahlspiel erlegen“, zog hinterher Islanders-Trainer Dustin Whitecotton nüchtern Bilanz – nach einer Partie, in der das Schussverhältnis von 32:35 die Ausgeglichenheit der Gegner besser als das Endergebnis widerspiegelte.

Tolles Überzahl-Spiel

Gerade deshalb freute sich der Eisbären-Coach über den engagierten Auftritt der zweiten Powerplay-Garnitur, die die entscheidende Waffe in diesem Vergleich war.

Dass Youngster David Felsoci einen weiteren Überzahltreffer nur um Sekunden-Bruchteile verfehlte, konnte seine Freude über das erste Erfolgserlebnis im elften Ligaspiel auch nicht trüben. In Gleichzahl war nur noch Benjamin Kronawitter erfolgreich, denn auch die drei Gästetore durch Smith, Fabian Lösch und Tim Brunnhuber waren Überzahl-Produkte.

„Wir hatten auf der Torhüter-Position sicherlich Vorteile“, sah Eisbären-Geschäftsführer Stefan Liebergesell eine respektable Vorstellung der Eisbären-Nummer-Zwei Jakub Urbisch, an die die Konkurrenten vom Bodensee, David Zobolotny und Henning Schroth, nicht heranschmecken konnten. Trainer Beppi Heiß nahm derweil eine nüchterne Analyse vor: „Wir haben wieder etliche Fehler gemacht. Da müssen wir uns noch steigern.“

Gelegenheit dafür bietet schon die Partie am Freitagabend in Weiden. „Wir haben den Gegner genau analysiert“, sieht der Coach die Pflichtaufgaben gut erfüllt. Und das gilt noch mehr für den Oberliga-Hit am Sonntag um 20 Uhr in der heimischen Donau-Arena gegen den Erzrivalen aus Selb.

Die Oberfranken imponierten zuletzt beim 6:3-Auswärtssieg in Peiting (Schussverhältnis 18:21) mit hoher Effizienz der Leistungsträger Kyle Piwowarczyk, Jered Mudryk, Michel Dorr, Landon Gare und Achim Mossberger. Die Leistungskurve der Mannen von Henry Thom zeigt ohnehin insgesamt klar nach oben. Nicht zuletzt deshalb stehen sie punktgleich mit den Regensburgern auf Platz fünf hinter dem ebenfalls 21 Zähler aufweisenden EV Landshut.

Hoffnung auf den Sonderzug

Die Prognose, dass es in der Oberliga Süd ganz eng hergehen wird, erfüllt sich bereits nach elf Spieltagen. Dieses Spannungsfeld nährt bei den Eisbären-Verantwortlichen die Hoffnung, dass am 22. Dezember der Sonderzug nach Rosenheim Realität wird. „Wir brauchen 400 Mitfahrer“, sagt Stefan Liebergesell und hofft auf anziehenden Vorverkauf für die Tickets zum Preis von 75 (Stehplatz) und 85 Euro (Sitzplatz), die sowohl unter www.evr-shop.de als auch bei Heimspielen am Fanstand zu erwerben sind. Und dass die zwei Derbys vor der Länderspiel-Pause eine gute Werbung werden könnten, versteht sich bei der Rivalität aller drei Teams von selbst.

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