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Eisbären
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Eishockey

Rosenheim ist cleverer als die Eisbären

Der Zweitliga-Absteiger nutzt die Regensburger Fehler besser aus und gewinnt mit 4:1. Am Sonntag geht es nach Waldkraiburg.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Die Eisbären sorgten durchaus für Getümmel vor dem Rosenheimer Tor, doch die Gäste waren vor dem Tor abgebrühter. Foto: Nickl

Regensburg.Erste Niederlage für die Eisbären des EV Regensburg im dritten Saisonspiel der Eishockey-Oberliga Süd: Beim 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) in der Donau-Arena erwies sich Zweitliga-Absteiger Starbulls Rosenheim vor 2602 Zuschauern als ein wenig abgebrühter in den entscheidenden Momenten und wahrte im Gegensatz zu den Regensburgern die weiße Weste.

Für die Eisbären geht es an diesem Sonntag (17.15 Uhr) beim EHC Waldkraiburg weiter. Die Chance zur Revanche gegen Rosenheim kommt bald: Am 20. Oktober führt die EVR-Reise nach Oberbayern.

Zweimal drei Punkte Regensburg, zweimal drei Punkte Rosenheim – die Startbedingungen waren bestens für ein Topspiel. Erstmals ging es in der Donau-Arena zwischen diesen beiden Kontrahenten um Punkte: Nur im Pokal waren die Oberbayern einmal im September 2011 zu Gast gewesen und gewannen 6:4.

„Der Hebel lässt sich nirgends ansetzen, aber wir müssen spielen wie in Landshut: viel laufen – und das Körperspiel wird wichtig. Wenn wir das machen, wird es ein Spiel auf Augenhöhe. Wenn nicht, dann wird Rosenheim einen Tick besser sein“, hatte Eisbären-Coach Beppi Heiß gesagt.

Erstmals präsentierte sich das neue Eisbären-Maskottchen auf dem Eis und trieb nach Spielbeginn auf der Tribüne seine Späßchen. Und es sah, wie der größte Unterschied des ersten Drittels eine Kleinigkeit war. Nach zehn Minuten des gegenseitigen Beschnupperns nutzten die Gäste nämlich ihre erste Überzahlgelegenheit nach 90 Sekunden durch Thomas Fröhlich zum Führungstreffer.

Kronawitters Energieleistung

Das Spiel war ausgeglichen, und der EVR hätte auch das Ergebnis ausgeglichen gestalten können. Doch noch vor dem Rückstand fehlte bei einem Pass von Arnoldas Bosas das Scheibenglück, dass Nikola Gajovsky den Puck auch hätte mitnehmen können. Und beim einzigen Powerplay für das Team von Beppi Heiß nach dem 0:1 hätten ein Bosas-Schlagschuss (14.) oder der Versuch des Vorjahres-Rosenheimers Leopold Tausch, der das Tor knapp verfehlte (15.), gut und gerne den Ausgleich bringen können.

Es blieb auch im zweiten Durchgang ein Spiel auf Augenhöhe. Erst plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin, dann hielt Eisbären-Kapitän Peter Flache nach einer Energieleistung von Benjamin Kronawitter einfach mal den Schläger hing – und es stand 1:1 (28.).

Das aktivierte wiederum Rosenheim. Wenig später traf Michael Baindl nur die Latte. Das Spiel wogte nun hin und her. Sebastian Wolsch hätte der Nutznießer eines kapitalen Fehlpasses im Rosenheimer Drittel sein können – doch sein Schlagschuss verfehlte das Ziel knapp (30.).

Nach zwei Überzahlspielen hintereinander schien der EVR das Spiel nun in der Hand zu haben – und kassierte prompt ein Tor. Just zum Ende der Strafzeit für Rosenheims Stürmer Dominik Draxlberger verlor Lukas Heger im eigenen Drittel die Scheibe, und Baindl überwand Holmgren zum 2:1 (35.). Holmgren hatte noch einmal gut zu tun, als Rosenheims Finne Jussi Nättinen auf und davon gezogen war, den Puck aber nicht am vorzüglichen Eisbären-Keeper vorbeibrachte (38.). Beidseits auffällig: Das Spielniveau war gut, aber die Zahl der Eigenfehler war auch hoch.

Finne sorgt für Entscheidung

Im letzten Durchgang hatten die Regensburger wieder zuerst den Ausgleich auf dem Schläger, als Bosas nach einem Konter – perfekt bedient von Heger– den Puck über das Tor setzte (42.). Und wieder setzte es aus dem Nichts einen vermeidbaren Tiefschlag.

Petri Lammassaari nutzte nach einem kurzen Moment der Eisbären-Wechsel-Verwirrung, dass ihm die Scheibe vor die Füße fiel – 1:3 (48.). Die Vorentscheidung war gefallen. Die Gäste waren das kleine Stückchen cleverer, als es darauf ankam, und sie spielten fortan den Sieg nach Hause.

Bezeichnend: Als der EVR den Torwart vom Eis nahm und sogar doppelte Überzahl hatte, verlor Nikola Gajovsky die Scheibe, und Lammassaari setzte 18 Sekunden vor dem Ende ein viertes Tor für die Rosenheimer drauf.

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