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Nürnberg Ice Tigers-nachrichten
Samstag, 16. Dezember 2017 3

Eishockey

Alle Augen richten sich auf die Eisbären

Die Nürnberger Ice Tigers wollen in den Play-offs ihren Erstrunden-Komplex loswerden – unter anderem im „Wellblechpalast“.
Von Oliver Hepp

Nur noch statistischen Wert hatte das 1:3 der Nürnberger Ice Tigers bei Adler Mannheim. Hier ist Marco Nowak (Mitte) gegen Christoph Ullmann (r.) am Puck. Ab Mittwoch wird es ernst – dann stehen die Pre-Play-offs gegen Berlin an. Foto: imago/nph

Nürnberg.Das 5:0 gegen Ingolstadt und das 1:3 in Mannheim hatten am Ende der regulären Spielzeit statistischen Wert. Die nächste Ausfahrt für die Ice Tigers heißt nach Platz acht in der Hauptrunde: Pre-Play-offs gegen die Eisbären Berlin inklusive Heimrecht.

An diesem Mittwoch steigt Spiel 1 in der Arena (19.30 Uhr), Spiel 2 der Serie findet ebenfalls um 19.30 Uhr am Freitag in Berlin im altehrwürdigen Wellblechpalast statt (die O2 World ist durch eine Motorsportveranstaltung belegt). Falls das Duell dann noch nicht entschieden ist, steigt das entscheidende dritte Aufeinandertreffen sonntags wieder in Nürnberg, dann um 14.30 Uhr. Mit Steven Reinprecht wird dabei der Top-Scorer der DEL in Reihen der Tiger auf dem Eis stehen. „Ich habe großes Glück mit Yasin Ehliz und Patrick Reimer zwei so hervorragende Mitspieler zu haben“, sagt er.

Berlin ist ein dominantes Team

„Ohne sie wäre dieser persönliche Titel nicht möglich gewesen“, meint der Kanadier weiter. Auf die erste Reihe der Franken werde es mit ankommen, um eines der dominantesten Teams der vergangenen zehn Jahre zu stoppen – mit einem Uwe Krupp als Trainer, der weiß, wie man wichtige Spiele anzugehen hat. „Die Jungs in der Kabine haben mich erst wieder daran erinnert, wie alt ich eigentlich bin. Es ist eine große Ehre, in dieser Liga mit vielen talentierten Spielern Top-Scorer zu werden“, blickt Reinprecht trotzdem mit dem nötigen Selbstvertrauen nach vorne.

Das hat sich auch Jochen Reimer zurückerarbeitet. Der Keeper wird nach der Entscheidung von Trainer und Sportdirektor Martin Jiranek in Spiel 1 das Tor hüten, Andreas Jenike rückt auf die Bank. „Es war mein Plan, auf den Punkt fit zu werden. Das war keine einfache Zeit zuletzt, aber jetzt bin ich topfit“, meinte der Torhüter in Mannheim.

Die Ice Tigers wirken hungrig, Reimer in vorderster Front. „Jetzt geht es um alles. Ich finde, wir haben eine gute Ausgangsposition erkämpft.“ Der ungewöhnliche Spielort bei der Reise in die Hauptstadt schockt die Nürnberger Jungs dabei wenig. „Ich habe gerade gehört, dass wir in ihrer Scheune spielen werden“, meint Reinprecht, angesprochen auf den Wellblechpalast, gelassen. „Es heißt, es soll dort richtig, richtig laut sein.“

„Die Bude wird voll sein“

Jochen Reimer kennt das Gefühl, dort aufs Eis zu gehen. „Die Bude wird voll sein im Wellblechpalast. Ich habe dort schon einmal gespielt. Ich denke, dort wird keine Mannschaft einen Vor- oder Nachteil haben“, sagt der Keeper.

Man darf gespannt sein, ob der Heimvorteil die immense Play-off-Erfahrung der Berliner aufwiegen wird. Nürnberg hängt zudem immer noch der Ruf an, wenn es ernst wird, nichts auf die Reihe zu bekommen. Es wird Zeit für die Franken, die Serie der vergangenen beiden Erstrunden-Pleiten (einmal Pre-Play-off, einmal im Viertelfinale, beide Male gegen Wolfsburg) zu brechen – und zu zeigen, dass der Aufwärtstrend und die Charakterfrage dieses Mal positiv bestätigt bzw. beantwortet werden.

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