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Nürnberg Ice Tigers-nachrichten
Samstag, 16. Dezember 2017 5

DEL-Eishockey

Bayerische Tage für die Ice Tigers

Nürnberg empfängt Freitagabend den Meister aus München, am Sonntag geht es nach Straubing. Einige Spieler sind angeschlagen.
Von Daniel Frasch

Traf zuletzt wieder: Tiger-Stürmer Leo Pföderl. Foto: Eibner

Nürnberg.Trotz der erneuten Tabellenführung gab es bei den Nürnberg Ice Tigers nach dem Sieg über Bremerhaven (5:4) unter der Woche Redebedarf. Zwei Aspekte stießen Nürnbergs Trainer Rob Wilson sauer auf. Zum einen die defensive Anfälligkeit, die die Franken gegen die Norddeutschen an den Tag legten und 51 Schüsse auf das Tor von Andreas Jenike zuließen.

Zum anderen das Fehlverhalten bei Bullies. Denn das hatte, so Wilson, zum zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich geführt: „Die Jungs müssen sich einfach an die Vorgaben halten, die wir ihnen beim Bully mit auf den Weg geben. Zweimal haben sie das nicht gemacht, zweimal haben wir ein Gegentor kassiert“, kritisierte der 49-Jährige.

Defensive Stabilität ist notwendig

In der Partie am heutigen Freitag (19.30 Uhr) müssen die Franken zu ihrer defensiven Stabilität zurückkehren, denn mit dem EHC Red Bull München gastiert der zweimalige Deutsche Meister in der Nürnberger Arena. Elf von 14 befragte DEL-Trainer sehen auch in dieser Spielzeit in München den Titelanwärter Nummer eins.

Spieler wie Jon Matsumoto, Steven Pinizzotto oder Michael Wolf stehen seit Jahren für enorme Qualität, mit Nationalspieler Patrick Hager konnten die Münchner ihren Kader im Sommer zusätzlich verstärken. Der direkte Vergleich beider Teams spricht jedoch klar für Nürnberg.

In der vergangenen Saison gewannen die Franken alle vier Partien gegen München, darunter der denkwürdige 6:5-Erfolg (nach 1:5-Rückstand) nach Verlängerung im November 2016. Verteidiger Jesse Blacker schnürte damals einen Dreierpack und avancierte zum Matchwinner, als er in der 62. Minute den Siegtreffer erzielte.

Taylor Aronson glänzt bislang in seiner Rolle als Offensiv-Verteidiger. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Doch Blacker ist seit seinem Wechsel nach China Geschichte in Nürnberg, die Gegenwart heißt Taylor Aronson. Der US-Amerikaner, der vor der Saison von Lada Togliatti aus der KHL nach Franken wechselte, übernimmt die Rolle des Offensiv-Verteidigers bislang tadellos und steuerte bereits drei Tore und fünf Vorlagen bei.

Auch bei Tigers-Angreifer Leo Pföderl läuft es wieder rund: Der gebürtige Bad Tölzer fand zuletzt zu alter Treffsicherheit zurück und erzielte in den vergangenen drei Partien vier Tore. „Es freut mich, dass Leo wieder trifft. Er hat sehr hart dafür gearbeitet“, sprach Trainer Wilson ein Sonderlob für den Angreifer aus.

Vor dem Duell mit dem Meister sagte Wilson: „Jeder freut sich drauf, gegen den Meister zu spielen. Wir werden unsere Mannschaft gut vorbereiten und auf jeden Fall bereit sein.“ Verzichten muss Wilson jedoch längerfristig auf Verteidiger Patrick Köppchen. Der Neuzugang aus Ingolstadt zog sich eine Knieverletzung zu und fällt bis Anfang November aus. Zudem stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von Kapitän Patrick Reimer, Marco Pfleger und Patrick Buzas.

Sonntag treffen die Ice Tigers dann auf die Straubing Tigers. Nicht zuletzt wegen der hitzigen Atmosphäre verspricht auch die Partie am Pulverturm, hart umkämpft zu werden.

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