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Nürnberg Ice Tigers-nachrichten
Sonntag, 10. Dezember 2017 11

Eishockey

Ice Tigers bleiben eine Wundertüte

Auch nach dem Trainerwechsel hinkt bei den Nürnberger Ice Tigers die Wirklichkeit dem Anspruch immer noch weit hinterher.
Von Oliver Hepp

Gegen die Wild Wings Schwenningen gewann Nürnberg 6:1. Foto: imago/zink

Nürnberg.Sie bleiben sich weiter treu, die Ice Tigers 2014/15. Zwar mit neuem Trainergespann, jedoch ohne Konstanz, kämpfen sie um den 10. Rang, der für die Pre-Play-offs berechtigt. Ein Blick nach oben scheint derzeit vermessen und unrealistisch.

Einem 1:4 am Vorweihnachtstag gegen Wolfsburg folgte ein 6:1 gegen Schwenningen – ehe die Kurve sofort wieder nach unten ging. Beim Tabellenletzten in Straubing setzte es ein 1:2 nach Penaltys. Ein Ende der Achterbahnfahrt scheint nicht in Sicht – denn die letzte Aufgabe des Jahres führt die Nürnberger nach Hamburg (Di., 19.30 Uhr).

Die Frage muss erlaubt sein: Was hat sich nach der Entlassung von Tray Tuomie bei den Tigern groß verändert? Denn das Team agiert nach wie vor inkonstant. Der Impuls der Entlassung führte zu einem Erfolg gegen Iserlohn, doch gegen Angstgegner Wolfsburg waren die Tiger chancenlos. „Wir hatten nicht viel Zeit, uns vorzubereiten. Das 5 gegen 3 war unsere Chance, das Spiel zu gewinnen. Wenn man langsam müde wird, ist das System dein Freund. Wir hatten einfach noch nicht viel Zeit für unser neues System“, erklärte Sportdirektor und Trainer Martin Jiranek danach. Nach einer ungenutzten 5:3-Überzahl war die Partie seinen Jungs weggebrochen.

Man wollte dem Tschechen dann beim starken Auftritt gegen Schwenningen glauben, die Mannschaft habe sich besser auf das System eingestellt. Der Gegner hatte gegen druckvolle, schnelle Ice Tigers nicht den Hauch einer Chance – weil den Wild Wings schlicht die Qualität fehlte.

„Ich war wahrscheinlich nicht der einzige, der nach dem 4:0 Erinnerungen an das Spiel in Schwenningen hatte. Es war sehr positiv, dass wir danach nicht locker gelassen und weiter hart gearbeitet haben. Es war für uns ein gutes Spiel, ich war sehr zufrieden“, analysierte Jiranek. Bei der letzten Auswärtspartie hatten die Tiger ein 4:1 verspielt und waren mit 5:7 unter die Räder gekommen.

In Straubing allerdings folgte der nächste Dämpfer. Nachdem die ersten Chancen ungenutzt blieben, fehlten Ideen und Durchschlagskraft – auch weil Straubings Torhüter Strahlmeier, der ab dem 2. Drittel ins Tor rückte, einen absoluten Sahnetag erwischt hatte. „Im Großen und Ganzen war es ein ordentliches Spiel“, resümierte Kapitän Patrick Reimer.

Immerhin verteidigen die Tiger noch Platz 10 – doch auch unter Jiranek bleibt es beim Gegensatz, der Nürnbergs Eishockey seit Jahren prägt: Dem Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

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