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Nürnberg Ice Tigers-nachrichten
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Eishockey

Ice Tigers erhalten Halbjahres-Zeugnisse

Die Hälfte der DEL-Hauptrundenspiele sind absolviert, Zeit für uns, die Leistungen der Nürnberger Profis zu benoten.
Von Thorsten Drenkard und Daniel Frasch

Die Ice Tigers hatten häufiger Grund zum Abklatschen. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Die Torhüter – Note 1:


Die Ice Tigers verfügen auf der exponierten Position des Torhüters über zwei Keeper, die in der DEL zu den herausragenden Spielern ihres Fachs zählen.

Coach Rob Wilson betonte nicht von ungefähr wiederholt, in welch glücklichen Lage man sei, zwischen Andreas Jenike und Niklas Treutle wählen zu können, ohne dabei einen Qualitätsverlust befürchten zu müssen.

Niklas Treutle spielt bislang überragend. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Der 29-jährige Jenike spielt bereits die siebte Saison in Nürnberg. Er arbeitet hart an sich, wie die Ernährungsumstellung im Sommer inklusive einer Stoffwechselanalyse beweisen. Nach 17 Partien beträgt seine Fangquote 93,5 Prozent, eine bessere hatte der gebürtige Hamburger noch nie.

Mit einem Gegentorschnitt von 1,17 und einer überragenden Fangquote von 96,5 Prozent setzt der gebürtige Nürnberger Treutle nach seiner Rückkehr ligaweit Maßstäbe. Der 26-Jährige vereint stoische Ruhe, blitzschnelle Reflexe und extreme Beweglichkeit. Kann Treutle seine gezeigten Leistungen konservieren und bleibt er verletzungsfrei, sind gar die Olympischen Winterspiele möglich.

Die Abwehr – Note 1,5:


Dass Nürnberg die beste Defensive der DEL stellt, ist vor allem eine Teamleistung, an der aber speziell die Verteidiger erheblichen Anteil haben.

So liefert Zwei-Wege-Verteidiger Brett Festerling eine bislang nahezu fehlerfreie Saison ab, Marco Weber spielt ebenfalls einen soliden Part. Milan Jurcina räumt mit seinen 115 Kilo Körpermasse gewohnt kompromisslos die Gegner weg, während 2,06-Meter-Hüne Oliver Mebus nicht nur Zweikampfstärke, sondern auch Offensivdrang zeigt.

Tom Gilbert zeigt nach Anlaufschwierigkeiten aufsteigende Form. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Punktbester Verteidiger ist Taylor Aronson, der bisher problemlos die Rolle des abgewanderten Jesse Blacker einnimmt. Star-Einkauf Tom Gilbert hat sich nach Anlaufschwierigkeiten deutlich verbessert, vor allem im Aufbau- und Überzahlspiel spielt der Rechtsschütze diese Stärken aus.

Nicht optimal verläuft die Saison für Nichlas Torp, der sich wiederholt auf der Tribüne wiederfand. Auch Neuzugang Patrick Köppchen, den immer wieder Verletzungen plagten, überzeugte nicht vollends.

Der Angriff – Note 2,5:


Seit Jahren bilden Torjäger Patrick Reimer, Energiebündel Yasin Ehliz und Edeltechniker Steven Reinprecht die Paradereihe der Ice Tigers.

Heuer ist alles aber ein wenig anders: Weil Ehliz und Reimer jeweils länger verletzt fehlten (Reimer sieben, Ehliz fünf Spiele), waren Reinprecht zwischenzeitlich die Reihen-Kollegen abhanden gekommen – und selbst wenn das Trio gemeinsam auf dem Eis stand: An die Topwerte der Vorjahre kommt es bislang nicht heran.

Bei Patrick Reimer läuft es bislang noch nicht wirklich rund. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Das ist aber weiter nicht schlimm, denn die Ice Tigers 2017/18 verfügen über so viel Tiefe, dass die Last des Toreschießens auf mehr Schultern verteilt werden kann als in den Vorjahren. Die auffälligste Offensivreihe formen Brendan Segal, Phil Dupuis und Scharfschütze Dane Fox.

Ex-NHLer John Mitchell, der während der Saison zum Team stieß, kam zuletzt neben David Steckel und Leo Pföderl immer besser in Fahrt. Marius Möchel, Marco Pfleger sowie Patrick Buszas sind vor allem für die seriöse Defensivarbeit da.

Das Trainerduo – Note 1:


Seitdem Chefcoach Rob Wilson und sein Co-Trainer Mike Flanagan als gleichberechtigte Übungsleiter in Nürnberg sind, zählen die Ice Tigers zu einem Titelanwärter.

Die Coaches Rob Wilson (l.) und Mike Flanagan wollen den Titel nach Nürnberg holen. Foto: Drenkard

Zwei Jahre in Folge ging es jeweils ins Halbfinale – für Wilson und Flanagan nicht genug. „Ich will nichts mehr, als mit diesem Team den Titel zu holen“, hat Wilson einmal gesagt. Den Glauben daran haben die Coaches sowieso, ihre fast schon obsessive Erfolgsgier leben beide ihren Spielern täglich vor.

Das sagen die Ice Tigers-Spieler im Video über ihre Coaches:

Zu Gast beim Training der Ice Tigers

Nicht zuletzt deshalb gelang es dem Team, längere Zeit den Ausfall von bis zu sechs Spielern aufzufangen. Eine für jeden Gegner schmerzhafte, weil schnörkel- und kompromisslos arbeitende Defensive bildet das kräftige Rückgrat der Ice Tigers und ist die Basis des Erfolgs. Diese soll heuer zum großen Ziel „Titelgewinn“ führen – denn nichts hassen Wilson und Flanagan so sehr wie das letzte Saisonspiel zu verlieren.

Hier geht es zu den Einzelbewertungen der Ice Tigers-Spieler:

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