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Sonntag, 10. Dezember 2017 10

Eishockey

Ice Tigers mit Superstart

Die Nürnberger starten mit einem 6:2 grandios in die Pre-Play-off-Serie gegen Berlin. Nun geht es in den Wellblechpalast.

Allen Grund zu jubeln hatten die Nürnberg Ice Tigers im ersten Pre-Play-off-Spiel gegen die Eisbären Berlin. Foto: Eibner

Nürnberg.Es war ein Ausrufezeichen der Nürnberg Ice Tigers in Spiel eins der Pre-Play-off-Serie gegen die Eisbären Berlin in der Arena Nürnberg am Kurt-Leucht-Weg. Mit einem 6:2 schickten die Franken den siebenfachen Titelträger der vergangenen neun Jahre nach Hause. Fast schon verständlich, dass Trainer und Sportdirektor Martin Jiranek vor Spiel zwei im altehrwürdigen Wellblech-Palast auf die Euphoriebremse trat. „Das war heute kein 6:2-Spiel, wir waren oft unter Druck. Wir hatten öfter Schwierigkeiten, aus unserem Drittel zu kommen. Berlin musste nach dem 3:0 Tore schießen, hat also sehr offensiv agiert.“

Erste Helden der Serie auf Nürnberger Seite waren Leo Pföderl mit seinem Hattrick und Corey Locke, der ein Tor beisteuerte und vier Assists verbuchte. „Ich habe schon gehofft, dass ich ein Tor mache, aber dass es gleich drei werden, auch gut. Dem Connor James habe ich den Puck vor dem Empty Net-Goal zum 6:2 extra schlecht zugepasst, dass ich ihn dann wieder kriege“, zeigte sich Pföderl sogar zum Scherzen aufgelegt.

Und zum genialen Locke fand Jiranek die passenden Worte. „Man sieht die Play-off-Erfahrung von Corey Locke. Er hat die richtigen Entscheidungen getroffen. Er hat eine Meisterschaft in der AHL gewonnen, seine Erfahrung ist jetzt ein großer Pluspunkt für uns.“

Der ungewöhnliche Spielort für das zweite Aufeinandertreffen sorgt bei den Tigern indes nicht für zu große Bauchschmerzen. Dafür bei den Fans beider Lager, fasst die Hall doch deutlich weniger Zuschauer als die O2-World (4695 anstelle von 14 200), sonst Heimat der Eisbären und dieses Mal durch eine Veranstaltung belegt. „Schade, dass wir nicht allzu viel Unterstützung haben werden. Aber wir werden alles daran setzen, dass wir eine Viertelfinalserie nach Nürnberg holen. Da hat, glaube ich, keiner einen Vorteil“, glaubt Patrick Reimer.

Doch sein Trainer warnt vor der Atmosphäre. „In Berlin, in dieser alten Halle. Da brauchst du einen kühlen Kopf, die werden bestimmt versuchen, uns zu provozieren, die werden versuchen, Strafen rauszuholen, die werden alles dafür zu tun, um zu gewinnen“, meint Jiranek.

Und er hat Recht: Berlin abzuschreiben, gerade bei der wechselvollen Play-off-Geschichte der Nürnberger, ist höchst gefährlich. Allerdings haben die Nürnberger Anlass zum Lobgesang gegeben. „Ich glaube nicht, dass Berlin die Serie noch drehen kann“, sagte Trainer-Legende Hans Zach. Es liegt an den Ice Tigers, den Experten nicht zu widerlegen. (noh)

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