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Samstag, 16. Dezember 2017 10

Eishockey

Ice Tigers: Starker Treutle war zu wenig

Der Keeper der Nürnberger konnte die Niederlagen des Wochenendes zwar nicht verhindern – aber Eigenwerbung betreiben.
Von Daniel Frasch

Nürnbergs Nikals Treutle zeigte eine bärenstarke Leistung. Foto: Eibner

Nürnberg.Dass auch die Nürnberg Ice Tigers irgendwann einmal das Eis als Verlierer verlassen würden, war abzusehen. Zu ausgeglichen ist das Niveau innerhalb der DEL. Nach der deftigen 0:4-Klatsche Freitagabend in Augsburg folgte zwei Tage später eine knappe 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den Erzrivalen aus Mannheim vor eigenem Publikum.

„Die Adler sind meiner Meinung nach eine der besten Mannschaften der Liga. Ich kann meinen Jungs heute keinen Vorwurf machen, sie haben sehr hart gearbeitet“, resümierte Tigers-Trainer Rob Wilson hernach.

Harte Arbeit verrichtet

Harte Arbeit verrichten musste dabei vor allem Rückkehrer Niklas Treutle. Der Torhüter, der bereits Freitagabend in Augsburg nach 40 Minuten für den glücklosen Andreas Jenike einsprang, kam zu seinen ersten Einsatzminuten der laufenden Saison und hatte alle Hände voll zu tun. „Nach den guten Leistungen von Andi war es wichtig für uns, auch Niklas Spielpraxis zu geben. Er hat in den vergangenen Wochen hart an sich gearbeitet und sehr gut gehalten“, kommentierte Wilson das Liga-Startdebüt des gebürtigen Nürnbergers.

Treutle zeigte eine bärenstarke Leistung und brachte die Spieler aus der Quadratstadt reihenweise zur Verzweiflung. Seine Fangquote lag nach 65 gespielten Minuten bei 97,7 Prozent, nur einer der insgesamt 42 Mannheimer Versuche fand den Weg vorbei am 1,87-Meter großen Schlussmann. Spätestens nach diesem starken Auftritt ist klar, warum die Ice Tigers Treutle im Sommer zurück nach Franken lotsten. Hier soll er zusammen mit Andreas Jenike das starke Duo bilden, das es braucht, um ein Wörtchen im Kampf um die deutsche Meisterschaft mitzureden.

Hier sehen Sie das Team der Ice Tigers 2017/18 in einer Bildergalerie:

Das Team der Ice Tigers 2017/18

Vor allem Treutle selbst dürften die jüngsten Leistungen Auftrieb geben und neues Selbstvertrauen verleihen. Denn die einst so verheißungsvolle Karriere geriet zuletzt ins Stocken. 2010 verließ Treutle seinen Heimatverein, um sich erst den Hamburg Freezers anzuschließen, ehe ihn sein Weg zum EHC München verschlug. Nach dem verpassten Durchbruch in der NHL bei den Arizona Coyotes im Jahr 2015 verschlug es Treutle erst in die American Hockey League, bevor er über den Umweg Finnland im Vorjahr in die DEL zurückkehrte und bei den Krefelder Pinguinen anheuerte.

Mit der Rückkehr in die Heimat will Treutle an die starken Leistungen aus der Vergangenheit anknüpfen, allen voran an die der Saison 2014/15, als er nach einem überragenden Jahr zum DEL-Torhüter des Jahres gekürt wurde.

Im Interview mit unserem Medienhaus vor der Saison hatte Treutle bereits seine Ambitionen unterstrichen und Andreas Jenike einen heißen Kampf um die Nummer eins im Tor angekündigt.

Am Freitag empfangen die Ice Tigers Schwenningen, ehe sie am Sonntag in Ingolstadt gefordert sind. Man darf gespannt sein, wen Wilson dann ins Tor stellen wird. Viel falsch machen kann er jedenfalls nicht – egal, für wen er sich entscheidet.

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