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Nürnberg Ice Tigers-nachrichten
Montag, 18. Dezember 2017 5

Eishockey

Rot stand den Ice Tigers sehr gut

Bei der Red Party an Halloween gelang Nürnberg im Heimspiel gegen Augsburg ein 2:1 – vor Rekordkulisse in dieser Saison.
Von Thorsten Drenkard und Daniel Frasch

Philippe Dupuis traf zum neunten Mal in dieser Saison.Foto: Eibner

Nürnberg.Eishockey und Farbenlehre – selten harmonierte das besser als vergangenen Dienstag in der Nürnberger Eishalle. Dem Wissenschaftler Isaac Newton zufolge stimuliere die Farbe Rot nicht nur den Stoffwechsel und übe starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem aus. Rot sei zudem Ausdruck ungehemmter Leidenschaft und vermittle starken Willen, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen.

Den praktischen Beweis für die Newtonsche Theorie erbrachten die Nürnberg Ice Tigers gegen Augsburg auf dem Eis. Bei der traditionellen Red Party, zu der die Franken einmal im Jahr in rotem Outfit auflaufen, gewannen die Franken 2:1 und zeigten dabei jene Tugenden, die der britische Theologe der Farbe Rot zuschrieb.

Leidenschaftliche Tiger im Einsatz

Entschlossen und leidenschaftlich ließ sich die Mannschaft von Trainer Rob Wilson weder durch die teils haarsträubenden Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns Schuckies/Melia, noch vom 0:1-Rückstand, den Drew LeBlanc bei 5:4-Überzahl seiner Panther besorgte, aus dem Konzept bringen.

Ein satter Handgelenkschuss von Angreifer Leo Pföderl nach maßgenauer Vorlage von Taylor Aronson brachte zunächst den Ausgleich, ehe Phil Dupuis mit seinem neunten Saisontreffer vor der Rekordkulisse von 7162 Zuschauern für den 2:1-Endstand sorgte. Der Kanadier, der im Sommer 2016 von den Hamburg Freezers nach Nürnberg wechselte, markierte bereits sein fünftes spielentscheidendes Tor in der laufenden Saison.

„Wenn ein Spiel so eng ist, bekommt man die entscheidende Unterstützung der Zuschauer.“

Ice Tigers-Coach Rob Wilson

Ohnehin ist die Sturmreihe um Dupuis, Dane Fox und Brandon Segal bislang Nürnbergs Paradereihe. 22 Treffer gehen allein auf das Konto des kanadischen Trios. Der Schlüssel des Erfolgs liegt jedoch weniger in der guten, weil sehr ausgeglichenen Offensive (57 Tore). Viel mehr fußt die Nürnberger Tabellenführung auf einer kompakten und geordneten Defensive. Mit 37 Gegentoren kassierte Nürnberg die wenigsten aller DEL-Klubs.

Für den Sieg über die Schwaben gab es laut Trainer Rob Wilson noch zwei weitere Gründe. „Wenn ein Spiel so eng ist, bekommt man die entscheidende Unterstützung der Zuschauer. Außerdem haben wir nicht viele Strafzeiten bekommen, was gegen Augsburg immer sehr wichtig ist“, sagte der 49-Jährige erleichtert. Gerade einmal sechs Strafminuten standen zu Buche – ein weiterer Beweis dafür, wie diszipliniert die Tiger zu Werke gingen.

Die Pressekonferenz mit den Trainern nach dem Spiel im Video:

Auch der jüngste Top-Neuzugang der Ice Tigers, Ex-NHL-Stürmer John Mitchell, ließ sich nichts zu Schulden kommen und blieb der Strafbank fern. Allerdings gelang es dem 32-jährigen Kanadier auch im dritten Einsatz für die fränkischen Tiger nicht, sein Punktekonto aufzufüllen. Zwar zeigte der Stürmer wiederholt sein Können an der Scheibe und ließ erkennen, weshalb er 566 Einsätze in der National Hockey League (NHL) absolvieren durfte – auf seinen ersten Scorerpunkt für Nürnberg muss er indes noch warten.

Durch den verdienten Sieg an diesem Halloween-Abend festigte Nürnberg seine Tabellenführer in der DEL und rangiert nach 18 gespielten Hauptrunden-Begegnungen mit 41 Zählern drei Punkte vor dem amtierenden Meister aus München.

Nach zwei spielfreien Tagen empfangen die Franken Freitagabend (19.30 Uhr) die Grizzlys Wolfsburg. Der einstige Angstgegner präsentierte sich zuletzt in starker Verfassung und rückte mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen auf Rang fünf der Tabelle vor.

Sonntag (14 Uhr) sind die Franken in Mannheim gefordert. Das bisher einzige Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Spielzeit war Ende September in Nürnberg, damals setzte sich der Erzrivale aus der Quadratestadt mit 2:1 nach Penaltyschießen denkbar knapp durch.

Derzeit belegen die Adler Rang vier und haben bereits elf Punkte Rückstand auf Nürnberg. Dass die Ice Tigers dann wieder in weißen Trikots auflaufen werden, muss kein Nachteil sein, schließlich steht die Farbe Weiß für Ordnung, Leichtigkeit und Vollkommenheit.

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