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Sport aus Kelheim
Montag, 20. November 2017 7

Judo

Abensberg II steht in der dritten Liga

Der zweite Anzug der TSV-Judoka sichert sich gegen Aschaffenburg den Aufstieg. „Ich bin sehr stolz aufs Team“, so der Coach.

Mattias Tuscher (in weiß) warf in seinen Kämpfen auch einen Veteranen-Vizeweltmeister der Klasse M30. Fotos: Ennerst

Abensberg.Für das Finalturnier zur Judo-Bundesliga in drei Wochen in Leipzig sollte man es als gutes Omen werten. Die zweite Mannschaft des TSV Abensberg hat mit einem 12:8-Sieg im Aufstiegskampf gegen die DJK Aschaffenburg den Sprung in die Bayernliga geschafft. Nach der im nächsten Jahr anstehenden Ligareform wird das die dritthöchste Klasse im Judosport sein.

„Meine Männer werden ordentlich ins Gebet genommen.“

Martin Oberndorfer

„Es wird nicht einfach werden, aber die Mannschaft brennt auf diesen Aufstieg“, sagte Team-II-Trainer Martin Oberndorfer vor Beginn des Duells gegen Aschaffenburg in der Josef-Stanglmeier-Halle. Die beiden Rivalen hatte sich den Titel in den Landesligen Süd bzw. Nord gesichert. Was in den vergangenen Jahren zum Aufstieg reichte, mündete heuer in einer Relegation, da in der Bayernliga nur noch ein Platz frei war.

Beide Teams kamen mit ihrem kompletten Kader auf die Matte und lieferten sich spannende Kämpfe. Abensberg II verzichtete auf Verstärkungen aus seinem Bundesliga-Aufgebot, so dass sich die Kontrahenten auf Augenhöhe begegneten.

„Wichtig ist gleich der erste Kampf. Den müssen wir auf unsere Seite bringen und dann möglichst viele Siege bis zur Pause einfahren“, gab Coach Oberndorfer aus. Seine Jungs hielten sich an den Plan. Und wie: Fabian Ennerst (66 kg) benötigte gerade mal elf Sekunden für den ersten Punkt im Auftaktduell. Aber Aschaffenburg glich umgehend aus.

Starker erster Durchgang

Danach legten die Babonen aber eindrucksvoll vor. Dominik Ennerst, David Haller (jeweils 81 kg), die Brüder Markus und Mattias Tuscher (jeweils 90 kg) und Marco Reber im Schwergewicht brachten die Abensberger durch einen Siegeszug mit 6:1 in Front. Simon Schwertl, der ab der nächsten Saison im Schwergewicht kämpfen wird, musste seinen erfolgreichen Einstand verschieben. Franz Huber (73 kg) zog ebenfalls den Kürzeren. Aber Philip Ohrt setzte vor den Pausentee die komfortable 7:3-Führung.

Aufsteiger Abensberg II mit Coach Martin Oberndorer (Mitte)

„Der letzte Kampf von Philip war eine knappe Kiste. Wir sind noch lange nicht durch“, mahnte Oberndorfer dennoch. „In Grafing haben wir selbst ein 7:3 gedreht, meine Männer werden noch ordentlich ins Gebet genommen“, kündigte er an. Vier Zähler fehlten noch zum Aufstieg.

Der Abensberger Trainer warf im zweiten Durchgang zwei neue Kämpfer ins Geschehen. Fabian Ennerst ließ erneut nichts anbrennen und 66-kg-Kollege Konstantin Weinmann machte einen Punkt – nur noch zwei Zähler fehlten zum Triumph.

Die Gäste geben nie auf

Aber nun kam die Zeit der Gäste. Jan Wenning und Dominik Ennerst (73 kg) mussten ihre Kämpfe abgeben und somit bekamen die Aschaffenburger bei 9:5 für den TSV II Rückenwind. Doch dieser hielt nicht lange an.

Denn die Tuscher-Brüder zeigten erneut ihre Überlegenheit. Mattias Tuscher hatte in seinen Auftritten einen Veteranen-Vizeweltmeister nieder gehalten, der gerade mal knapp über 30 Jahre zählt. Sein Erfolg zur uneinholbaren 11:5-Führung versetzte die Abensberger Athleten in Feierstimmung: Bayernliga, wir kommen!

Umbau der Ligen

  • Reform:

    Ab dem nächsten Jahr greift ein Umbau der Judo-Ligen. Die Regionalliga wird laut TSV-Chefcoach Jürgen Öchsner aufgelöst, die Teams werden in die 2. Bundesliga integriert.

  • Verzicht:

    Unter 1. und 2. Bundesliga steht dann die höchste Klasse eines Bundeslandes, sprich in Bayern die Bayernliga. Der TSV Großhadern II rutscht aus der Regionalliga in diese runter, weil er auf die zweite Liga verzichtet.

Die sympathischen Aschaffenburger zeigten weiterhin Moral und holten sich aus den letzten vier Duellen drei Punkte. Nur Marco Reber ließ sich im Schwergewicht nicht entzaubern. „Heute ist ein Tag, wo man als Trainer nur sehr stolz auf seine Mannschaft sein kann. Jeder hat alles gegeben und wir wurden zu Recht mit dem Aufstieg belohnt“, sagte Oberndorfer und stemmte den ersten Weißbierstutzen. (mar)

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