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Sport aus Kelheim
Montag, 20. November 2017 11

Wiedersehen

ATSV-Kicker treffen auf ihren Ex-Coach

Spielertrainer-Duo Rappl/Stuhlfelder lief einst in Abbach unter Helmut Wirth auf– der betreut jetzt Derbygegner Langquaid.

Thomas Rappl (l.) und Michael Stuhfelder (r.) bildeten in Abbach unter Helmut Wirth das Innenverteidiger-Paar. Archivfoto: Roloff

Langquaid.Mit einem Schlager beginnt die Rückrunde in der Fußball-Bezirksliga Niederbayern-West. Der TSV Langquaid erwartet den Tabellenzweiten ATSV Kelheim zum Derby (Samstag, 16 Uhr). Die Rivalität wird angereichert durch ein Wiedersehen: Die ATSV-Spielertrainer Thomas Rappl und Michael Stuhlfelder trainierten einst beim TSV Bad Abbach unter Helmut Wirth, der nun Coach der Laabertaler ist. Der TSV Abensberg wendet sich zeitgleich auswärts dem FC Ergolding zu.

„Für 90 Minuten ruht die Freundschaft.“

Helmut Wirth

„Ich freue mich auf das Derby und auf meine Burschen“, sagt der Langquaider Trainer. Dreieinhalb Jahre kickten Rappl und Stuhlfelder in Abbach unter ihm, dazu hatte er auch für ein halbes Jahr Christoph Chrubasik unter seinen Fittichen, der ebenfalls nun zum ATSV zählt. „Alle drei sind hervorragende Spieler, wobei Rappl für mich der beste Innenverteidiger in der ganzen Landesliga war.“

Helmut Wirth ist seit Anfang September Trainer beim TSV Langquaid. Archivfoto: Brüssel

Die freundschaftlichen Bande ruhen während des Lokalduells. „Wir sind sicher nicht der Favorit, aber das kommt nicht ungelegen. Wir werden dem ATSV das Leben schwer machen“, so Wirth. „Mit heißem Herzen und kühlem Kopf“ soll seine Truppe gegen den Ligazweiten auflaufen, viel rackern und aggressiv drauf gehen. „Aus der Hinrunde steht noch die Revanche für die 2:3-Niederlage an.“ In den Standards gelte es höllisch aufzupassen, „doch es macht keinen Sinn, nur bei Rappl oder Dominik Berkmüller eng am Mann zu sein, wenn dadurch andere frei stehen“, weiß der Trainer. Beim TSV fehlen Fabian Dippold und Patrick Grim.

Rappl sieht „Duell auf Augenhöhe“

Konzentriert und fokussiert hat sich der ATSV auf „das Duell auf Augenhöhe“ vorbereitet, wie Gäste-Spielertrainer Rappl sagt. Nach neun Siegen ohne Niederlage liegen die Kelheimer zum Start in die Rückrunde über dem selbst ausgegebenen Soll. „Wir stehen daher in Langquaid nicht unter Zugzwang und müssen auch nicht auf Teufel komm’ raus die drei Punkte holen. Als Derby fällt die Partie ohnehin unter eigene Gesetzen. Aber natürlich versuchen wir, unseren positiven Lauf fortzusetzen.“

Erfahrener Coach

  • Kommando:

    Langquaids Trainer Helmut Wirth (61) hat in seiner Betreuerlaufbahn drei Vereine in der Bayernliga gecoacht. TSV Aindling, SpVgg Landshut und TSV Buchbach waren die Stationen.

  • Retter:

    Zu Beginn 2013 übernahm er den kriselnden TSV Bad Abbach und führt den Klub zum Klassenerhalt. Nach drei weiteren Spielzeiten endete sein Wirken kurz Ende der vor Saison 2015/16.

Entscheidende Faktoren werden laut Rappl die bessere Tagesform und der größerer Siegeswille im Nachbarduell. Möglicherweise könnten auch veränderte Platz- und Wetterbedingungen den Spielverlauf beeinflussen. Definitiv freut sich das Kelheimer Spielertrainerduo Rappl und Stuhlfelder auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen Coach „Hele“ Wirth. Sie bildeten unter dem 61-Jährigen die Abbacher Innenverteidigung. „Unsere Freundschaft ist natürlich während der 90 Minuten auszublenden“, findet Rappl deckungsgleich die Worte seines früheren Trainers.

„Die Jungs haben einen rausgehauen – so kenne ich sie.“

Richard Ott

Die Kicker des TSV Abensberg haben in der Vorwoche eine lange Durststrecke beendet. Mit einem 2:0-Sieg beim SC Kirchroth ist das Schlusslicht wieder dran am Rest der Liga. „Mit allen Tugenden des Abstiegskampfes haben wir den ersehnten Dreier eingefahren“, lobt Trainer Richard Ott seine Mannschaft. „Immer wenn wir schon mit dem Rücken zur Wand stehen, hauen die Jungs diese Spiele raus. So hab ich sie seit meinem Amtsantritt kennengelernt. Diese Mentalität kann uns keiner nehmen.“

Babonen streben Revanche an

Beim Auswärtsspiel in Ergolding soll möglichst ein weiterer Schritt nach vorne folgen. „Eine Mammutaufgabe steht uns beim Tabellensiebten bevor“, sagt Ott. Der Gastgeber hat sich nach einem holprigen Saisonstart gefangen und klettert in der Tabelle stetig nach oben. „Wir wollen aber vom Hinspiel noch etwas gutmachen.“ Das 1:2 am ersten Spieltag leitete bei den Babonen eine schwarze Serie ein – weitere vier Niederlagen am Stück bedeuteten einen desaströsen Saisonstart. (ear/mar)

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