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Sport aus Kelheim
Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Reform

Auch Fußballkreis Niederbayern-Ost steht

Neue Gebietsaufteilung ist festgezurrt. Christian Bernkopf führt den Kreis, der auch über Änderungen im Spielbetrieb beriet.

Die Vereine stimmten für ein Spielrecht 18-Jähriger bei den Herren. Foto: ear

Deggendorf.Die zwei neuen Fußballkreise im Bezirk Niederbayern sind endgültig aufgestellt. Nach der Region West mit dem Landkreis Kelheim hat sich nun auch der Verbund Niederbayern-Ost formiert. Darin vereint sind die Gebiete Straubing-Bogen, Regen, Freyung-Grafenau, Deggendorf und Passau. Der zu erwartende Spielerrückgang in Teilen dieser Regionen war Auslöser für die Reform, die ab der Saison 2018/19 greift.

Rund 250 Vereine sind vereint

In Deggendorf wurde der Fußballkreis Niederbayern-Ost für die kommenden vier Jahre personell aufgestellt und neu ausgerichtet. 452 Vereinsdelegierte von rund 250 Klubs nutzten die Möglichkeit, ihre Kandidaten zu küren und die Entwicklung des Amateurfußballs mitzugestalten.

Zum Fußballkreis-Vorsitzenden wurde Christian Bernkopf gewählt. Er war bisher Chef des Fußballkreises Passau. In seiner Antrittsrede warb er um das Vertrauen der Vereine: „Wir alle verstehen uns als Dienstleister am Amateurfußball in unserer wunderschönen Heimat. Wenn ein Verein ein dringendes Anliegen hat, so werden wir ihn unterstützen. Ich kann versichern: Wir werden überall dort helfen, wo wir helfen können – wenn dadurch kein anderer Verein oder die Liga als Ganzes benachteiligt wird.“

Frisch gewählt wurden auch Wolfgang Heyne als Spielleiter, Helmut Hoffmann als Jugendleiter und Steffi Schwarz als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball. Als Schiedsrichterobmann wurde der bereits gewählte Matthias Braun vom Kreistag bestätigt.

Klares Nein zur Doppel-Spielrecht

Wie bei der Versammlung für Niederbayern-West war auch der „Osten“ zu einem Stimmungsbild zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb aufgerufen. Die völlig identische Prozentzahl an Stimmen wie im West-Kreis sprach sich für die Abschaffung des „Doppelspielrechts“ für Kicker in erster und zweiter Mannschaft aus. Bisher dürfen auf Kreisebene (ab Kreisliga abwärts) Spieler, die in der ersten Halbzeit im ersten Team auflaufen, mit einer Sperrfrist von zehn Tagen oder zwei Spielen auch für die Reserven im aufstiegsberechtigten Spielbetrieb kicken. Stammspieler der Ersten können also in Team II aushelfen. 70,5 Prozent der Delegierten waren dafür, diese Regelung abzuschaffen, um eine Wettbewerbsverzerrung zu verhindern.

Noch klarer war das Votum für das Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften. Unmittelbar mit der Vollendung des 18. Lebensjahres sollen sie bei den Männern kicken dürfen. Satte 83 Prozent stimmten dafür, in Niederbayern-West waren es 65,4 Prozent gewesen. Die Zahl der Auswechslungen in einer Partie auf fünf zu erhöhen, wurde abgelehnt. Hier liegen die beiden Fußballkreise in etwa gleich auf (Ost: 62,2 Prozent, West: 59,7). Ob die Reformen umgesetzt werden, hängt vom Verbandstag ab.

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