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Sport aus Kelheim
Montag, 18. Dezember 2017 3

Ausrichtung

Aufsteiger visiert den Titelgewinn an

Landesliga-Ringer vom ATSV Kelheim verteidigen die Tabellenspitze. Ab jetzt wird um den Gewinn der Meisterschaft gekämpft.
Von Alexander Roloff

Mike Fischer (in rot) schulterte Dennis Birke und holte mit der 18:11-Führung den vorentscheidenden Vorsprung heraus. Foto: Alfred Huber

Kelheim.Die Griffkämpfer vom ATSV Kelheim mischen als Landesligarückkehrer weiterhin ganz oben mit. Durch den 21:11-Heimsieg im Spitzduell mit dem viertplatzierten KSV Bamberg rückt für den Tabellenführer der Staffel Nord nun auch der Meistertitel in den Fokus.

„Nun ist Meisterschaft und Aufstieg durchaus ein Thema“, sagt Abteilungsleiter Stephan Niklas. „Wir werden weiter alles unternehmen, um mit dem Ziel Meisterschaft auch die letzten Kämpfe zu gewinnen. Sollte uns das nicht gelingen, dann wäre es kein Beinbruch. Als Aufsteiger absolvieren wir bereits eine grandiose Saison.“

Den bisherigen Saisonverlauf bestätigten die ATSV-Ringer mit der mannschaftlich geschlossenen Leistung gegen KSV Bamberg, mit der sich die Truppe von Trainer Helmut Wild vor 200 Zuschauern für die 13:20-Niederlage im Hinkampf revanchierte.

Die Gäste untermauerten ihre Ansprüche, selbst wieder ein Wörtchen um die Vergabe der Meisterschaft mitzureden, in dem sie Tamerlan Sharipov (griechisch-römisch, 71 kg) aus Wien in den Kader bestellten.

Zwei Topteams treffen aufeinander

„Sharipov kämpft sonst nur bei Heimkämpfen“, meint ATSV-Pressewart Stephan Hacker. Auch Trainer Wild habe die Stärke des Bamberger-Aufgebots erkannt und durchkreuzte deren Absicht mit taktischen Umstellungen in den Gewichstklassen 71 kg und 75 kg. „Letztlich hat die Mannschaft wieder einen super Fight gezeigt. Eine klasse Teamleistung“, betont Hacker. Besonders hervorzuheben sei auch die Leistung von Schiedsrichter Jan Melzer.

Den Auftakt machte Ben Böswald (griechisch-römisch, 57 kg) gegen Hamid Nazari. Böswald verhinderte in einem leidenschaftlichen Kampf, dass alle vier Mannschaftspunkte an die Gäste gingen. Im Kampf der Schwergewichte bestach Tolga Izci (Freistil, 130 kg) gegen Maximilian Brandmayer mit seinen technischen Qualitäten. Zwei Beinsteller brachten Izci jeweils vier Zähler ein. Mit einem Durchdreher fügte der Kelheimer zwei weitere Punkte hinzu. Ein spektakulärer Überstürzer besiegelte schließlich das Kampfende und Kelheim ging mit 4:3 in Führung.

Harte Kämpfe in allen Klassen

Ebrahim Salmeh (Freistil, 61 kg) musste die technische Überlegenheit des starken Bulgaren Stoyko Rusev anerkennen und Kelheim geriet mit 4:7 in Rücklage. Daniel Ritter (griechisch-römisch, 98 kg) holte mit dem 11:5-Punktsieg gegen Darius Mayek zwei Mannschaftszähler auf.

Csongor Knipli (griechisch-römisch, 66 kg) entfachte gegen Christopher Kegel ein Feuerwerk aus Aushebern. Dank Kniplis technischer Überlegenheit ging der ATSV mit einer 10:7-Führung in die Pause. Johannes Mayer (Freistil, 86 kg) heimste anschließend die Punkte kampflos ein, weil Bamberg in dieser Gewichtsklasse keinen Kämpfer stellte.

Günther Stark (griechisch-römisch, 71 kg) bekam es mit dem Spitzenkämpfer Tamerlan Sharipov zu tun. Stark hielt tapfer dagegen und verdiente sich den Applaus der Zuschauer. Den taktisch eingeplanten Verlust von vier Mannschaftspunkten konnte der Teamplayer aber nicht verhindern. Mike Fischer (griechisch-römisch, 71 kg) stellte den alten Abstand wieder her. Er ließ seinem Gegner Dennis Birke kaum Luft und holte mit dem Schultersieg die 18:11-Führung heraus.

Auf dem Weg zum Titel

  • Spitze:

    Mit dem Heimsieg gegen den viertplatzierten KSV Bamberg distanzierten die ATSV-Ringer einen Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft.

  • Heimaufgabe:

    Am Samstag gastiert TV Erlangen in der Kelheimwinzerer Mehrzweckhalle (Kampfbeginn: 19.30 Uhr). „Eine enge Kiste“, erwartet Pressewart Stephan Hacker und hofft erneut auf Unterstützung seitens der Fans.

  • Restprogramm:

    An den letzten Kampftagen sind die Hürden beim TSV Zirndorf sowie gegen den zweitplatzierten TSV Weißenburg und gegen den drittplatzierten SC 04 Nürnberg zu meistern.

Felix Henneberger (griechisch-römisch, 75 kg) meisterte seine Aufgabe gegen Lukas Tomaszek mit einem 3:1-Punktsieg. Henneberger lag zunächst zurück, zwang seinen Gegner dann in Bodenlage und diktierte fortan das Geschehen. Mit dem verdienten Mannschaftspunkt war der Heimsieg vor dem letzten Kampf in trockenen den Tüchern.

Johannes Mayerhofer (Freistil, 75 kg) bezwang zum Abschluss mit Benedikt Panzer einen der besten Freistilringer der Landesliga Nord. Zur Pause führte Mayerhofer mit 3:0 und verteidigte den Vorsprung im zweiten Durchgang souverän.

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