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Sport aus Kelheim
Dienstag, 17. Oktober 2017 20° 2

Zielscheibe

Black Birds legen eine Parade-Saison hin

„Schwarze Vögel“ schrammen knapp an der Deutschen Meisterschaft vorbei. Im Pokalfinale schlagen die Kelheimer aber zurück.
Von Alexander Roloff

Die Black Birds Kelheim kehrten voller Stolz über Platz zwei vom Bundesliga-Finale in Wörth zurück. Foto: Woldrich

Kelheim.Die Darter von Black Birds Kelheim schrieben ihre Erfolgsserie aus dem Vorjahr in dieser Saison fort. Der Deutsche Meistertitel konnte zwar nicht verteidigt werden, aber mit der Vizemeisterschaft ein weiterer mehr als beachtlicher Erfolg verbucht werden. Dem zweiten Platz auf nationaler Ebene ging der Gewinn der süddeutschen Meisterschaft voraus. Und auch im Pokalwettbewerb ließen sich die „schwarzen Vögel“ nicht in ihrem Höhenflug stoppen. Nach dem Erfolg im bayerischen Pokal, feierte die Truppe von Vereinsvorstand und Teamkapitän Peter Woldrich zum Saisonausklang die Titelverteidigung auf Bundesebene.

Die Wiederholung des Sensationserfolgs aus dem Vorjahr diente auch ein klein wenig zur Wiedergutmachung für die drei Wochen zuvor im Bundesliga-Finale erlittene Niederlage. „Der zweite Platz ist ein riesen Erfolg, immerhin sind wir Deutschlands Vizemeister“, betont Teamkapitän Peter Woldrich. Freilich habe die 6:8-Endspielniederlage nicht sein müssen.

Dem Halbfinale Tribut gezollt

„Aber Dauerrivale DV Kaiserslautern war uns in diesem Spiel immer einen Tick voraus.“ Vielleicht habe den Kelheimer Dartern auch noch das kraftraubende Halbfinale gegen Dartmoor Darmstadt in den Gliedern gesteckt. In der Halle in Wörth an der Isar sei es vor über 100 Zuschauern – darunter überwiegend Fans der Black Birds – ging es im Finale der jeweils vier besten Mannschaften aus den Staffeln Süd und Nord durchaus heiß zur Sache gegangen. „Freilich mussten alle Akteure mit den Umständen klarkommen. DV Kaiserslautern ist das offensichtlich am Besten geglückt.“

Knackpunkt war eben das Halbfinale gegen Darmstadt. Die Black Birds führten komfortabel mit 5:1, gerieten aber ins Schwimmen. Darmstadt glich auf 5:5 aus, ehe sich die Kelheimer wieder in den Griff bekamen und den 7:5-Sieg retteten. Dem nervenstarken Thomas Luksch war es vorbehalten, im, letzten Doppel den entscheidenden Wurf in die Doppel-Zehn zu platzieren und die schwarzen Vögel wie im Vorjahr ins Finale zu bringen. „Gerade noch“, meint Woldrich. „Aber die Partie dauerte lange und hat leider kräftemäßig ihre Spuren hinterlassen.“ Die Auswirkungen folgten auf dem Fuß, denn die nötige Anspannung konnte im Finale nicht gehalten werden. Lautstark wurden die Kelheimer von ihren Anhängern angefeuert. Doch das Team rief die gewohnten Qualitäten nicht ab und geriet mit 1:4 und 3:5 in Rückstand.

In den beiden ersten Doppelbegegnungen entschieden beides Teams je ein Spiel für sich. Beim Stand von 4:6 musste Kelheim die beiden abschließenden Partien gewinnen, um sich miteinem Remis in das Teamgame zu retten. „Aber die Pfälzer waren an diesem Tag einfach etwas besser und konnten die Meisterschaft mit 7:4 holen“, so Woldrich.

Während der Saison hatten die Kelheimer in der Bundesliga Staffel Süd einen Sieg und ein Remis gegen Kaiserslautern geholt und die Staffelmeisterschaft mit vier Punkten Vorsprung eingefahren. „Da waren wir Kaiserslautern immer um einen Tick voraus. Das zeigt aber, wie eng es in diesem Sport hergeht.“

Ein Durchmarsch zum Pokalsieg

Drei Wochen nach der Deutschen Vizemeisterschaft setzten sich die Black Birds in Hanau beim Kampf um den DDV-Pokal die Krone auf. Die Kelheimer gingen als bayerischer Pokalsieger in das Kräftemessen von neun Cupgewinnern aus den Bundesländern. Die drei Gruppensieger und der beste Zweitplatzierte qualifizierten sich fürs Halbfinale. Dabei überzeugten die Black Birds Kelheim in der Vorrunde „dominant und mit starken Leistungen“, wie Teamkapitän Woldrich berichtet. Die Hürden Area of Darts Buxtehude und SC Diedersen Triple Bull wurden jeweils deutlich aus dem Weg geräumt. Im Halbfinale führte die Woldrich-Truppe gegen Darts Pub Walldorf (Baden-Württemberg) nach den Einzeln mit 5:3 und entschied das Spiel bereits mit den ersten beiden Doppeln für sich.

Im zweiten Halbfinale setzte sich 1. DSC Bochum überraschend gegen den frisch gebackenen deutschen Meister DV Kaiserslautern im Teamgame durch. „Mit einer hervorragenden und sehr starken Leistung aller acht Finalspieler gingen die Kelheimer mit 6:2 in Führung“, so Woldrich. Den fehlenden Punkt zum Sieg tütete das Doppel Michael Unterbuchner und Michael Mieslinger ein. Unterbuchner ist Nationalspieler und aktuelle Nummer 1 in der DDV Rangliste. Nationalmannschaftskollege Mieslinger wird in der Rangliste auf Position fünf geführt.

Auch das parallel laufenden Doppel mit Tom Luksch und Marco Salmen war auf dem besten Weg, den fehlenden Punkt zum Pokalsieg zu checken.

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