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Fussball

Coach landet aus 4300 Metern auf Titel

FC Walkertshofen stürmt nach starker Saison in die Kreisliga. Trainer Andreas Klein fiel vor dem Meisterstück vom Himmel.

Der FC Walkertshofen mit Trainer Andreas Klein (l.) kürte sich nach einer starken Saison zum Meister in der Kreisklasse Laaber. Fotos: Klein

Walkertshofen.Sie machten es zeitgleich mit dem FC Bayern. Als der deutsche Rekordmeister Ende April seiner Sammlung eine weitere Bundesliga-Schale anfügte, vollbrachten auch die Fußballer des FC Walkertshofen ihr Meisterstück. Drei Spieltage vor Schluss kürten sich die Hallertauer zum Titelträger der Kreisklasse Laaber. Mit Aktivitäten außerhalb des Platzes – vom Rafting bis zum Biathlon – formte Trainer Andreas Klein eine schlagkräftige Truppe.

„Wir haben keinen einzigen Stinkstiefel im Team.“

Andreas Klein

„Der Titel war in dieser Souveränität nicht zu erwarten“, sagt der Coach, der seiner Mannschaft schon in der Winterpause ein Präsent bescherte, als er in einem Video-Clip Promi-Stimmen zu einzelnen FC-Kickern schnitt und das Werk bei der Weihnachtsfeier vorführte. Für den 49-Jährige standen vor Saisonbeginn Teams wie SSV Weng, SV Sallach oder TSV Rottenburg höher im Kurs. „Durch den sehr guten Teamgeist und den Glauben an uns haben wir den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht.“

Die Vorentscheidung schafften die Walkertshofener am 30. April mit dem 3:2-Heimsieg gegen den SV Wallkofen. „Am Tag zuvor habe ich noch einen Fallschirmsprung aus 4300 Metern Höhe gemacht“, erzählt der Coach. „Dann folgte das Meisterstück und am 1. Mai hatten wir inklusive meiner Person vier Geburtstagskinder im Verein – was will man mehr?!“

Planwagen und Tabledance bei Fete

Für den Coach sind die Maßnahmen, die man heutzutage als „Teambuilding“ versteht, zentraler Bestandteil der Arbeit. „Wir haben die Mannschaft durch diverse Events immer bei Laune gehalten, sei es ein Trainingslager in Österreich, beim Canyoning, bei einem Biathlon-Wettbewerb oder diversen Feiern.“ Durch den Zusammenhalt gebe es auch „keinen einzigen Stinkstiefel“ in der Truppe. „Die Mannschaft wollte den Erfolg auf dem Platz mit aller Macht.“

Beim Rafting in Österreich stärke die Mannschaft den Teamgeist.

Die Art und Weise der Titelkür beeindruckte auch die Konkurrenz. Nur zwei Niederlagen musste die Elf in 26 Spielen einstecken. Zudem verwies der FC auf den besten Sturm und die stärkste Abwehr der Kreisklasse Laaber. „Mit Torwart Marcel Haase, Stefan Freudenmacher, Felix Maier, Daniel Knogler und Torjäger Yavuz Caglar hatten wir natürlich eine überragende Achse, ohne die Wertigkeit der anderen Kicker schmälern zu wollen. Auch schwere Verletzungen blieben mit Ausnahme des Kreuzbandrisses bei Alex Langwieser aus“, summiert Klein die Erfolgsfaktoren. Stolz mache ihn die Entwicklung von Stürmer Sebastian Gebendorfer.

Die spontane Feier am 30. April war für Andreas Klein der „Maybach“ unter den Aufstiegsfeten, die der Coach schon erlebte. Mit neun Aufstiegen im Herrenbereich weist der 47-jährige Coach eine satte Erfolgsbilanz aus. „Die Planwagenfahrt durch das Dorf und das Fest mit Tabledance-Tänzerin im Sportheim bis in der Früh waren unvergesslich, ich kriege immer noch Gänsehaut. Es war einfach ein tolles Jahr, es hat alles geklappt.“

„Wollen kein Kanonenfutter sein“

Doch es kämen auch wieder andere Zeiten, schwenkt der Trainer zur „Herausforderung“ Kreisliga über. „Hier gibt es nur Spiele auf Augenhöhe, da genügen keine 90 Prozent wie teilweise in der vergangenen Saison.“ Der Übungsleiter fordert im Hinblick darauf mehr kämpferische Qualitäten ein. „Wir wollen zu viel spielerisch lösen, manchmal müssen einfache Mittel reichen.“ Öfters gefragt sei auch die Kommunikation auf dem Platz. „Wir müssen mehr miteinander reden und uns gegenseitig pushen, wir sind viel zu ruhig.“

Mit Michael Reitmeier – 25 Jahre in Diensten des FC Mainburg – fand Walkertshofen einen Sportlichen Leiter, „der die richtigen Entscheidungen trifft“, sagt Klein. „Wir wollen in der Kreisliga kein Kanonenfutter sein. Das geht nur über sehr harte Arbeit.“ (mar)

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