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Sport aus Kelheim
Donnerstag, 21. September 2017 19° 2

Judo

Scheibel wird bei Universiade Fünfter

Der Abensberger Judoka (23) schrammt in Taipei knapp an einer Medaille vorbei. „Ich habe starke Gegner besiegt.“
Von Martin Rutrecht

Manuel Scheibel (in blau) erreichte das kleine Finale. Foto: Steffl

Abensberg.Die Medaille war zum Greifen nah. Der Abensberger TSV-Judoka Manuel Scheibel verpasste bei der Universiade, den Weltspielen der Studenten, in Taiwan nur hauchdünn einen Podestplatz. Der 23-Jährige unterlag im kleinen Finale einem Japaner und wurde Fünfter. „Natürlich ist das etwas schade, aber mein gestecktes Ziel mit einer Platzierung unter den ersten Sieben habe ich erreicht“, bilanzierte der Biburger, der am Donnerstag noch im Teamwettkampf antritt.

„Die Qualität war mit Olympiasieger und Weltmeister enorm.“

Manuel Scheibel

Das Feld der 66 kg-Kategorie in Taipei hatte „enorme Qualität, ein Olympiasieger und ein Weltmeister waren am Start“, berichtet Scheibel, der sich am Mittwoch nach seinem Kampftag zur Regeneration ins Athletendorf zurückzog und den Physio aufsuchte. Die Auslosung bescherte dem Studenten der TU München zum Start eine Wiederauflage des U23-EM-Finales im Vorjahr. Damals unterlag er seinem moldawischen Konkurrenten Denis Vieru noch – diesmal siegte Scheibel mit zwei mittleren Wertungen. „Allein das zeigt, dass ich mich verbessert habe. Dieser Kampf war für den Kopf enorm wichtig.“

Der 23-Jährige (li.) fühlt sich wohl bei den Weltspielen der Studenten. Foto: Scheibel

In der nächsten Runde schaltete der Abensberger Athlet den Ungarn Akos Bartha aus, musste dabei aber in die Verlängerung. Im Duell um den Einzug ins Halbfinale stand ihm der Militär-WM-Dritte Gumar Kyrgyzbayev aus Kasachstan gegenüber. Erneut ging es in den Golden Score, wo es zu einer unglücklichen Entscheidung kam: „Ich hab’ den Kasachen geworfen, doch nur eine Sekunde zuvor hatte der Referee den Kampf wegen Verlassens der Matte unterbrochen. Also zählte die Wertung nicht.“ Nur wenig später lief der Bayer bei einem Hüftansatz in einen Konter und verlor.

Tolle Atmosphäre in Taipei

Auch die Hoffnungsrunde war hartes Brot. Zunächst traf Scheibel auf den Leipziger Simon Yacoub, der für Palästina antrat, weil ein Elternteil von dort stammt. Scheibel machte kurzen Prozess mit ihm. Und über einen Sieg gegen den Kroaten Marko Draskovic stand der 23-Jährige im kleinen Finale um Bronze.

„Die Kämpfe zuvor hatten einige Körner gekostet, vor allem die Verlängerungen.“ Vielleicht war das mit ein Grund, warum sich der Biburger vom Japaner Norihito Isoda, heuer Grand-Prix-Zweiter in Düsseldorf, nach nur einer guten halben Minute übertölpeln ließ. Scheibel richtete sich gerade auf, als der Asiate diesen Moment für einen Fußfeger nutzte und am Boden sofort einen Haltegriff ansetzte, aus dem der deutsche Athlet nicht entkam. „Ich habe mich ein bisschen geärgert, dass ich da kurz unaufmerksam war.“

In der Rückschau auf den Tag zeigte sich Manuel Scheibel aber sehr zufrieden: „Die Universiade war eine Bestätigung, dass es vorwärts geht. Ich nehme Auftrieb für die nächsten Auftritte mit.“ Die Atmosphäre der Studenten-Weltspiele mit 13 000 Sportlern „beeindruckt mich sehr“.

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