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Sport aus Kelheim
Dienstag, 20. Februar 2018 5

Trainingscamp

Speedway-Cracks schuften auf Judo-Matte

Piloten des Nationalteams und Nachwuchsfahrer werden von TSV-Cheftrainer rangenommen. Selbst ein Profi schnauft dabei.
Von Alexander Reichmann

Speedway-Profi Martin Smolinski (mit Ball) geht bei der Jugend mit gutem Beispiel voran und ist beim Camp des Nationalteams selbst gefordert. Fotos: Reichmann

Abensberg.Die Stadt Abensberg ist längst nicht nur wegen ihrer verschiedenen Wettbewerbe im Jahresverlauf als eine von Deutschlands Speedway-Hochburgen bekannt. Sowohl die besten Nachwuchsfahrer aus Süddeutschland als auch die deutsche Speedway-Nationalmannschaft eröffneten auch heuer wieder die Vorbereitung auf die Rennsaison mit einem Trainingslager in der Stanglmeier-Halle. Dabei nahm Jürgen Öchsner, Coach der Bundesliga-Judoka des TSV Abensberg, die Motorsportler so richtig ran.

Martin Smolinski, bester deutscher Speedwayfahrer, spielte eine wichtige Rolle. Für die Jugendlichen war er neben Judo-Coach Öchsner einer der beiden Trainer, eine Woche später geriet er selbst mächtig ins Schwitzen, als die Speedway-Nationalmannschaft auf der Abensberger Judo-Matte Grundlagen in Kondition und vor allem auch Koordination trainierte.

„Das sind Sieganwärter, die wollen sich selbst herausfordern.“

Martin Smolinski

„Die Veranstaltungen haben sich gut eingespielt und man muss hier dem MSC Abensberg, der Stanglmeier-Stiftung und auch der Stadt danken, dass sie das jedes Jahr wieder für uns möglich machen“, so „Smoli“. Ihm mache es viel Spaß, mit den Nachwuchsfahrern zu arbeiten und ihnen Tipps aus seinem reichen Erfahrungsschatz zu geben. „Ziel ist es, die Schwächen beiseite zu schaffen und die Stärken hervor zu heben.“

Nicht jeder meistert die Übungen

Smolinski hatte für die rund 20 Jugendlichen, darunter auch die Fahrer aus dem im vergangenen Jahr neu geschaffenen ADAC-Juniorkader, viel Lob übrig: „Das sind alles Sieganwärter, die wollen sich selbst herausfordern.“ Einige aus dem vergangenen Jahr waren nicht mehr gekommen. „Vielleicht war es denen zu anstrengend“, so Smolinski augenzwinkernd.

Wenn man beim Training mit Öchsner und Smolinski zuschaut, erkennt man beim Speedway-Ass die Freude an seiner Arbeit. Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, werden die jungen Talente richtig gefordert. Manche Koordinationsübungen sind so komplex und verlangen eine solche Körperbeherrschung, dass sie nicht von allen bewältigt werden.

Judo-Trainer Jürgen Öchsner nimmt sich für jeden Sportler Zeit.

Da nimmt sich Jürgen Öchsner extra Zeit, führt Übungen noch einmal vor und zeigt sie den Sportlern jeweils einzeln. Auch Martin Smolinski lobt seinen Trainerkollegen aus dem Judolager: „Es macht großen Spaß, mit ihm zu arbeiten.“

Der gibt das Lob zurück. Öchsner erklärt seine Trainingsintention: „Wir können heute und auch im Training mit dem Nationalteam nur Übungen zeigen. Wir wollen Sachen wiederholen, die wir in den vergangenen Jahren schon gemacht haben, und den Rennfahrern zeigen, was sie zuhause selber machen können.“ Jeder müsse selbst dran bleiben, „dann sind die Cracks fit und können sich auf die anderen Dinge bei den Rennen konzentrieren.“

Judo-Coach lobt die Motivation

Öchnser selbst sieht die Rennfahrer nur selten, doch er freut sich über deren Motivation. „Alle haben sich auf das Trainingslager gefreut, das hat man auch in den sozialen Netzwerken gesehen.“ Die Männer der Nationalmannschaft wurden von ihm noch mehr gefordert als die Jungs und Mädels aus dem Nachwuchs. „Beim Nationalteam ist die Intensität höher und es gibt auch anderen Zeitdruck.“

Auch beim ADAC Südbayern freut man sich über solche Angebote des MSC Abensberg in Zusammenarbeit mit den TSV-Judoka. „Wir sind stolz auf unsere Clubs, wenn sie so etwas auf die Beine stellen“, so Nadja Hafner.

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Mit Speedway-Gefährt auf Skipiste hoch

  • Eine Wette

    beschert Martin Smolinski am 4. Februar ein besonderes Vergnügen: Er wird eine Skipiste in Mittenwald mit dem Speedway-Motorrad hoch (!) fahren.

  • Mit einem Liftbesitzer

    misst sich der Profi-Pilot dabei. Sein Kontrahent rast mit einem Skidoo-Motorschlitten die Piste hoch. Wer ist schneller? Ausgesteckt ist ein Riesenslalom.

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