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Sport aus Kelheim
Dienstag, 21. November 2017 5

Premiere

Triumph der Stockschützen in Brest

Der SV Mühlhausen kehrt mit dem ersten Sieg in der European Stocksport Champions League aus Weißrussland zurück.
Von Alexander Roloff

Günter Moritz und seine Teamkameraden lieferten in Brest eine konzentrierte Leistung ab. Foto: Moritz

Mühlhausen.Allen Grund zum Feiern hatten die Stockschützen vom SV Mühlhausen: Der zweite Spieltag in der Champions League der Stockschützen zeitigte am letzten Wochenende den ersten Erfolg für das Team mit Christian Teubl, Karl-Heinz Skorsetz, Max und Günter Moritz, Christian Haltmaier und Betreuerin Emmi Köglmeier. Die Bisons Brest wurden in ihrer weißrussischen Heimat mit 6:4 (68:70 Stockpunkte) bezwungen.

Der Weg zu den zwei Gesamtspielpunkten führte über eine 14-stündige Anreise nach Brest, eine Besichtigungstour zur Akklimatisierung am Matchtag und schließlich über einen spannenden Kampf gegen eine junge Mannschaft der Gastgeber aus Brest.

„Letztlich wanderten die Zähler ins Reisegepäck“, berichtet Sportwart Max Moritz nach dem aufregenden Wochenende mit vielen Eindrücken, auch abseits der Stockbahnen. Das Hauptaugenmerk lag aber auf dem Kräftemessen mit den Bisons Brest.

„Nach einer kurzen Einspielzeit und der Eröffnungszeremonie konnte Schiedsrichter Andrzej Korbal aus Polen den Wettbewerb pünktlich freigeben. Die junge Mannschaft der Brester Bisons erwiesen sich von Anfang an als kampfstarkes Team“, so Moritz. Im ersten von fünf Spielen – die Wettbewerbe der Champions League gehen über insgesamt 5 Einzelspiele – behielt Mühlhausen aber mit 15:13 Stockpunkten die Oberhand.

Stabilität nach Umstellungen

Im zweiten Spiel folgte die Revanche: Brest überraschte die Gäste mit einer fehlerlosen Partie und siegte deutlich mit 21:5 Punkten. In der kurzen Pause zwischen Spiel zwei und den drei restlichen Partien habe der SV Mühlhausen laut Moritz eine Umstellung innerhalb der Mannschaft vorgenommen, was zu größerer Stabilität verhalf. „So konnten die Spiele drei mit 20:8 und vier mit einem schwer umkämpften 17:15-Sieg gewonnen werden.“

Die beiden wichtigen Gesamtspielpunkte waren damit gesichert. Einen deutlicheren Sieg verschenkte Mühlhausen im letzten Spiel, das die Brester Bisons mit 13:11 Punkten mit dem letzten Versuch gewonnen haben.

Mühlhausens Stockschützen mit Karl-Heinz Skorsetz, Christian Haltmaier, Max Moritz (zweite Reihe, von links), Christian Teubl und Günter Moritz (vorne, von links) bezwang die Bisons Brest (rote Trikots) mit 6:4 (68:70 Stockpunkte). Foto: Moritz

Die lange Anreise vom Freitag hatte die Truppe aus Mühlhausen also bestens verdaut und mit dem verdienten Sieg gekrönt. Die Tour startete am Freitag, um 5.30 Uhr in der Früh. Vom Flughafen München ging es über Wien in die Hauptstadt Minsk.

Dort wurde die Reise mit einem Kleinbus nach Brest fortgesetzt. Nach etwa 14 Stunden war das Ziel erreicht. Noch vor der Bettruhe habe man die Sportstätte „noch kurz ausprobiert“.

Da der Spielbeginn am Samstag für 16 Uhr nachmittags angesetzt war, konnte das Team mit Christian Teubl, Karl-Heinz Skorsetz, Max und Günter Moritz, Christian Haltmaier und Betreuerin Emmi Köglmeier am Vormittag eine Stadtbesichtigung mit dem großen Marktgeschehen, der orthodoxen Kirche und der nett angelegten Fußgängerzone absolvieren.

Kein unbekanntes Stockrevier

Den Gästen war das Sportgelände der Stockschützen in einem innerstädtischen Freizeitpark bereits bekannt, da Max Moritz, als Leiter der technischen Prüfstelle der International Federation Icestocksport beim Bau der Anlage mit Rat und Tat behilflich war und zum Einweihungsturnier im Jahre 2013 bereits dort spielte.

Die letzten drei Gruppenspieltage

  • Spielfrei:

    Nach der Heimpleite gegen Leitersdorf und dem Sieg in Brest pausiert Mühlhausen dieses Wochenende. Am 2. September findet das Heimspiel gegen das Schweizer Team ESC am Bachtel statt (15 Uhr). Letzter Spieltag vor dem Viertelfinale ist am 9. September beim ASV Rodeneck (Italien).

Ein weiteres Mal waren Christian Teubl und Max Moritz im Rahmen des Europacups für Damen- und Herrenmannschaften im Winter 2015 als Schiedsrichter und technischer Turnierleiter in Brest.

„Somit hatte die Mannschaft im gewissen Sinne zwei Reiseleiter an Bord“, schmunzelt der Sportwart. Nach der abendlichen Abschlussfeier mit beiden Teams und den Helfern, machte sich der Tross am Sonntagmorgen um sechs Uhr auf die Heimreise.

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