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Sport aus Kelheim
Montag, 27. Juni 2016 24° 2

Duftmarke

25-Jähriger rennt den Lauf seines Lebens

Max Knier aus Mainburg trumpft bei Marathon in Frankfurt mit einer Topzeit auf. Den Zwillingsbruder der Ikone Sabrina Mockenhaupt hängt er ab.

Max Knier (in rot-schwarz) kam in Frankfurt in 2:32:45 Stunden ins Ziel. Er landete damit auf Platz 92 unter 10 057 gewerteten Herren. Foto: privat

Mainburg. Die Besten des Metiers spulen ihn in gut zwei Stunden ab. Freilich sind diese Marken allein den Afrikanern vorbehalten, die sich rund um den Globus im Kampf um den Marathon-Weltrekord gegenseitig jagen. In Frankfurt verpasste der Kenianer Wilson Kipsang die aktuelle Bestzeit von 2:03:38 Stunden um läppische vier Sekunden. Eine knappe halbe Stunde nach ihm kam ein Mainburger ins Ziel, der 25-jährige Max Knier. Seine Marke von 2:32:45 ist für einen Amateursportler eine Fabelzeit, denn was sich unter zweieinhalb Stunden tummelt, stammt mindestens aus dem Lager der Halb-Profis.

Der Hopfenstädter aber ist ein einfacher Metzgermeister, mit einem nicht ganz gewöhnlichen Arbeitsort: Knier steht im schweizerischen St.Moritz hinter der Fleischertheke (siehe Info-Kasten). In der Hessen-Metropole ging ihm „der Lauf seines Lebens“ auf, wie er selbst sagt. „Dabei hatte ein Schnupfen mein Trainingsprogramm 14 Tage vor dem Start gehörig durcheinandergebracht.“

Zum Schluss hin immer schneller

Erst nach zehn Kilometern konnte Knier bei seinem Antritt in Frankfurt frei atmen. Die erste Hälfte der 42,195 Kilometer absolvierte er in 1:16:35, seine bisherige Bestzeit über einen Halbmarathon war über eineinhalb Minuten langsamer. Im zweiten Abschnitt legte der 25-Jährige mit einer Tempoverschärfung auf den letzten Kilometern sogar noch einmal zu: 1:16:10. In der Addition ergibt das 2:32:45 Stunden – beim Regensburger Marathon wäre Knier damit Zweiter geworden.

In Frankfurt war aber eine ganz andere Elite am Start. Bis Rang elf waren die Kenianer und Äthiopier unter sich, allesamt mit Zeiten unter 2:10 Stunden. Der beste Deutsche erschien erst auf Platz 31 (Jan Fitschen, TV Wattenscheid, 2:15:40). Kniers 92. Gesamtrang unter 10057 gewerteten Herren ist alles andere als „ferner liefen“. In der Reihung der deutschen Herren in Frankfurt belegt er Rang 18. In der nationalen Marathon-Rangliste in diesem Jahr scheint der Mann vom TSV Mainburg auf Platz 62 auf. Ein kleines Bonuszuckerl gab’s oben drauf: Knier ließ den Zwillingsbruder der deutschen Spitzenläuferin Sabrina Mockenhaupt um zwei Minuten hinter sich. Das deutsche Ass selbst wurde bei den Frauen Neunte in 2:28:08.

Wahlheimat ist seine Trainingsstätte

„Die Fahrt an den Main hat sich gelohnt“, resümiert Max Knier. Vor sechs Jahren bestritt er seinen ersten Marathon. Damals kürte er sich in München in 3:16:33 zum besten jugendlichen Starter. 2008 erzielte er in Wien seine bisherige Bestmarke: 2:47:40. Diese Zeit hat der Metzgermeister geradezu pulverisiert. Die Trainingsbedingungen in der Schweiz seien für ihn optimal, sagt er. Ob die Tempojagd noch weiter nach oben geht, will er nicht abschätzen. (mar)

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